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DFB-Pokal 2006/2007: 1. Runde

Karlsruhe am Ende das glückliche Team

VfR Engen - Karlsruher SC 5:7 n.E. (2:2, 1:2)

Von Diana Rothe (Text und Bilder)

03.09.2006

Für die Frauen vom KSC ging es in der ersten DFB-Pokalrunde nach Engen, zum dortigen Oberliga-Team des VfR Engen die in der Vorsaison zum ersten Mal den Südbadischen Vereinspokal gewonnen hatten und sich somit auch erstmals für den DFB-Pokal qualifiziert haben. Das Spiel fand bei schönem Wetter und Sonnenschein im Hegaustadion in Engen statt.

Der KSC fand nicht gleich von Beginn an ins Spiel, dies nutzen die Gastgeberinnen vom VfR Engen aus und gingen nach knapp 10 Minuten mit 1-0 durch Diana Müller in Führung, erst so nach gut 20-25min lief es für die Gäste aus Karlsruhe etwas besser. Das Tor zum 1-1 Ausgleich schoss Chris Regert in der 30.min ähnlich wie in Aue, einfach mal drauf gehalten aus gut 25m und drin war der Ball ;). Ihr Kommentar zum Tor: „ Es war keine Absicht, aber schön und wichtig das er drin war.“ Danach kam der KSC besser ins Spiel und ging kurz vor der Pause (41.) mit einen schönen Schuss - naja es sollte wohl mehr eine Flanke werden - von der rechten Außenbahn durch Tanja Rastetter mit 1-2 in Führung, dies war auch der Halbzeitstand in Engen.

Melanie Seel, Tanja Bacher

Melanie Seel mit Torhüterin Tanja Bacher

Nach der Pause kamen die Gäste zunächst frischer aus der Kabine und hatten durch Birgit Zieger nach knapp einer Minute auch die große Chance zum 1-3, doch die Torhüterin wehrte diesen Schuss souverän ab und es blieb beim 1-2. Danach machten die Gastgeber aus Engen ziemlichen Druck aufs Karlsruher Tor und wurden in der 64.min mit dem Tor zum 2-2 Ausgleich von Luisa Radice belohnt. Damit war das Spiel wieder offen und es ging hin und her. Man merkte beiden Teams an das die Konzentration und die Kondition je länger das Spiel ging immer mehr schwächer wurde. Obwohl man neidlos anerkennen mußte das der Oberligist aus Engen eine Klassepartie bot und diese bis zum Ende sehr spannend hielt.

Auf Grund vieler verletzter Spielerinnen hatte der KSC nur zwei Auswechselspielerinnen auf der Bank zum einen Sandra Severac, sie kam nach knapp einer Stunde für Tanja Rastetter zum Einsatz und zum anderen mit Monika Kesel eigentlich die Ersatztorhüterin, die aber heute zu Beginn der Verlängerung für Sindy Fleischer im Sturm eingewechselt wurde. Für die anwesenden Fans beider Vereine war es eine sehr unterhaltsame und spannende Partie. Beide Teams hatten Chancen das Spiel für sich zu entscheiden.


Tanja Rastetter, Chris Regert

Die beiden Torschützen Tanja Rastetter und Chris Regert

Zunächst der KSC mit der Chance in der Verlängerung das Spiel für sich zu entscheiden, doch der Freistoss von Chris Regert, landete leider Pfosten. Danach machte Engen nochmal Druck, schaffte es aber nicht den Ball im Tor unterzukriegen. In der letzten Minute der Verlängerung hatte Karlsruhe noch einmal richtig Dusel, als ein Freistoss von Luisa Radice an die Unterkante der Latte knallte von dort zurück ins Feld und der Nachschuss von Julia Graf nur sehr knapp am Tor vorbei ging. Dies war dann auch die letzte Aktion in der Verlängerung, danach ging es ins Elfmeterschießen, jetzt hieß es nur noch Augen zu und rein das Ding. Während die Mannschaften jeweils Arm in Arm am Mittelkreis standen, hielt es auch die Auswechselspielerinnen, Trainer, Betreuer und Fans vom KSC nicht mehr auf den Bänken und gemeinsam standen auch sie Arm in Arm am Spielfeldrand (in der Coachingzone) und fieberten dem ersten Elfmeter entgegen. Karlsruhe mußte vorlegen.

Yasmin Rösch, Tanja Rastetter

Pure Erleichterung auch bei Yasmin Rösch, hier mit Tanja Rastetter

Es begann Melanie Seel die sicher zum 2-3 verwandelte. Engen zog nach, obwohl der Schuss von Marina Wölfle sehr knapp war und Tanja Bacher fast nach dran kam. Danach zur Überraschung einiger anwesender Fans ging Monika Kesel zum Elfmeterpunkt und verwandelte sicher zum 3-4, wieder zog Engen gleich mit einem verwandelten Elfer durch Eva Seibold. Als nächste für den KSC ging Chris Regert zum Punkt ihr Schuss ging genau in die Mitte des Tores und somit erhöhte sie sicher zum 4-5, langsam stieg die Spannung draussen am Spielfeldrand, wer würde als erster Nerven zeigen? Die dritte Schützin Nadine Flaam zielte wohl etwas zu genau, denn sie traf nur den Pfosten und der Jubel auf Karlsruher Seite war in dem Moment groß. Es standen aber


noch 4 Schützen aus, als nächstes ging für Karlsruhe Sandra Severac zum Punkt schoss und traf sicher zum 4-6, der Jubel bei den Karlsruher Anhängern wurde langsam größer, aber noch hatte Engen die Chance wieder ranzukommen. Als nächste Schützin kam für Engen die heute sehr gut spielende Luisa Radice, auch sie verwandelte sicher und es stand nur noch 5-6 für den KSC. Aber jetzt war klar wenn Mannschaftkapitän Birgit Zieger verwandelt ist der KSC eine Runde weiter. Birgit lief an, schoss und der Ball war drin. Die Freude und der Jubel bei allen Spielerinnen, Trainern, Betreuern und Anhängern des KSC war Riesengroß. Alle lagen sich in den Armen und wußten das dieser Sieg zwar wichtig fürs Selbstvertrauen war, aber auch glücklich. Wie heißt es doch immer so schön „ Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ dies waren auch die Worte von Spielertrainerin Tanja Rastsetter nach dem Spiel, sie meinte im Anschluß wir haben gewußt das es hier sehr schwer werden wird und wir es nur über den Kampf schaffen können.

Die über 300 Zuschauer sahen an diesem Tag ein wirklich spannendes und schönes Fußballspiel.

VfR Engen:

Engelbert, Fauter, Wölfle, Seibold, Baumgarten, Sigg, Flaam, A. Renner (70. Bitz), Heidel (88. Graf), Radice, D. Müller (68. S. Müller)

Karlsruher SC:

Bacher, Heil, Krauter, Rösch, Regert, Baldauf, Rastetter (Severac), Zieger, Ernst, Fleischer (Kesel), Seel

Tore:
1:0 (10.) D. Müller
1:1 (30.) C. Regert
1:2 (41.) Rastetter
2:2 (64.) Radice

Elfmeterschießen:
2:3 Seel
3:3 M. Wölfle
3:4 Kesel
4:4 E. Seibold
4:5 Regert
4:6 Severac
5:6 L. Radice
5:7 Zieger


SRin: Anita Cohan

Zuschauer: 300


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