Von Roland Baumann (Text)
und Nora Kruse (Archivfotos)
09.08.2008
Im zweiten Gruppenspiel gelang der deutschen Elf endlich der erste Sieg. Mit einem über die ganze Spielzeit letztlich nicht unverdienten
1:0-Erfolg über Nigeria wurde der Kurs Richtung Viertelfinale aufgenommen.
Dabei machten es die Nigerianerinnen der deutschen Auswahl um Birgit Prinz nicht leicht. Der deutsche Spielaufbau litt unter ungenauem Zuspiel, nicht
zuletzt, weil die Afrikanerinnen recht rustikal dazwischen gingen. Dazu kamen die schnellen Gegenstöße Nigerias um Spielmacherin Perpetua Nkwocha, die
die deutsche Abwehr einige Male in Verlegenheit brachte.
Aktivposten auf Seiten Nigerias: Perpetua Nkwocha
Die Höhepunkte der ersten Halbzeit gab es in der Schlussminute, als erst Sarah Michael die
deutsche Abwehr narrte, aber an der wieder hervorragend postierten Nadine Angerer scheiterte. Gleich drauf war es Uwak, die nach sauberem Zuspiel von
Michael Ariane Hingst und Annike Krahn ausspielte. Abermals konnte Angerer in deutschen Tor durch ihr schnelles Stellungsspiel den Rückstand verhindern.
Gleich nach der Pause machte das deutsche Team Druck. Nur 26 Sekunden nach Wiederanpfiff brachte Melanie Behringer eine Flanke auf Prinz, die mit ihrem
Kopfball nur knapp das Tor verfehlte. In der 54. Minute wieder eine Doppelchance für Nigeria, als erneut Michael mit einem schnellen Angriff die deutsche
Abwehr alt aussehen ließ. Ihren Schuss parierte Angerer, doch der Abpraller fiel Nkwocha vor die Füße. Aber auch ihren Versuch konnte Angerer vereiteln.
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Es war erst Kerstin Stegemanns achtes Tor für die Nationalmannschaft, doch das heutige war vielleicht das wichtigste.
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Mit der Einwechselung von Anja Mittag in der 62. Minute wurde das deutsche Spiel sicherer. Zunächst hatte wieder Nkwocha mit einem Kopfball eine
Möglichkeit, doch fast im Gegenzug fiel das Tor des Tages. Prinz schickte Mittag, deren Flanke Kerstin Stegemann unter die Latte hämmerte. Wenig später
nahezu die gleiche Szene. Diesmal schickte Prinz Behringer, deren Flanke Kerstin Garefrekes knapp am Tor vorbei köpfte.
Die deutschen Chancen häuften sich: Mittag erlief sich ein schlechtes Abspiel und ging durch die Mitte, doch Dede im Gehäuse der Afrikanerinnen konnte
zur Ecke klären. In der 80. Minute war es erneut Mittag, die auf Zuspiel von Renate Lingor Nigerias Torhüterin prüfte. Auch bei der letzten nennenswerten
Aktion, einer schnellen Kombination, waren Lingor und Mittag Wegbereiter. Die Flanke von Garefrekes köpfte allerdings George vor Prinz und der
eingewechselten da Mbabi knapp am eigenen Tor vorbei zur Ecke.
Ihre Einwechslung brachte neuen Schwung - Anja Mittag kam zu einigen guten Chancen.
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Das deutsche Team hatte lange Zeit Probleme, gegen die leichtfüßigen Afrikanerinnen ins Spiel zu finden, die ihrerseits aber auch nur durch schnelle
Angriffe von ein oder zwei Spielerinnen durch die Mitte gefährlich vor das deutsche Tor kamen. Angriffe von außen fanden bei Nigeria praktisch nicht statt.
Nadine Angerer war erneut eine der besten Spielerinnen auf dem Platz.
Statistik
Nigeria
Dede, Ekpo, Nkwocha, Ebi, Chiejine (85. Ishola), Michael, Chikwelu, Uwak (70. Mbachu), George, Ikidi, Jerome
Deutschland
Angerer – Bresonik, Hingst, Krahn, Stegemann – Behringer, Laudehr (65. da Mbabi), Lingor, Garefrekes – Prinz, Smisek (62. Mittag)
Tore
0:1 Stegemann (64.)
Gelb
Ebi, Bresonik
Schiedsrichterin
Jenny Palmqvist (Schweden)
Zuschauer 19.266
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