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April AprilA-Nationalmannschaft
Deutsche Kandidatur für die WM 2011 geplant
Morgen erstes Treffen der Bewerbungskommission in Frankfurt | ||
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Achtung, dieser Artikel ist vom 1. April 2005! Von Katja Öhlschläger, Volker Lieberum, Tom Schlimme und Jochen Ditschler Zehn Jahre nach der erfolgreichen Europameisterschaft im eigenen Land plant Deutschland nun eine Bewerbung um die WM 2011. Es gibt sogar schon konkretere Planungen. Wie Fansoccer-Redakteur und frankfurt.de-Korrespondent Jochen Ditschler am Rande des DFB-Pokal-Halbfinals zwischem dem SC Freiburg und dem 1. FFC Frankfurt aus gut informierten Kreisen erfuhr, sind die DFB-Spitzen im Rahmen der Gespräche um die Nachfolge von Tina Theune-Meyer bereits weitestgehend über eine Bewerbung Deutschlands um die Austragung der Weltmeisterschaft 2011 überein gekommen.
Für den morgigen Samstag ist bereits ein erstes Treffen der deutschen Bewerbungskommission in Frankfurt am Main geplant. Als Teilnehmer werden DFB-Präsident Theo Zwanziger, der Direktor der DFB-Direktion Frauenfußball, Willi Hink, die SprecherInnen der Bundesliga, Christina Cuhls und Siggi Dietrich, Pressesprecher Niels Barnhofer und die Vorsitzende der UEFA-Frauenfußballabteilung, Karen Espelund, erwartet. Unklar ist noch, ob der omnipräsente Franz Beckenbauer dem Treffen beiwohnen kann, um seinem Frauenfußball-Pendant Siggi Dietrich, der sich morgen um das Amt des Vorsitzenden der Bewerbungskomission bewerben wird, seine Erfahrungen mit WM-Bewerbungen weiterzugeben. Dem Anliegen des Verbandes steht ein persönliches Anliegen Beckenbauers gegenüber. Sein voller Terminkalender ließ es zuletzt neben zahlreicher Medienauftritte und Werbespots nicht zu, ausreichend im Golf-Training zu bleiben. Er verstehe den Wunsch der "Damenabteilung", eine WM auszurichten, die Verbesserung seines Handicaps sei aber nicht minder wichtig, so der fleißige Golfer.
Haben gute Chancen auf die FIFA-Sonderprämie - die Norwegerinnen mit ihren modisch-körperbetonten Trikots (zum Vergleich: rechts Conny Pohlers im deutschen Trikot) Bild: Beate Wolter
Beckenbauer sagte jedoch zu, seine Hinweise und Kontakte nach Trinidad in jedem Fall schriftlich weiterzugeben, solle er persönlich verhindert sein. Dietrich werde es Beckenbauer mit einem kostenlosen Wochenendtrip nach Frankfurt, inklusive Übernachtung im Partner- |
DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder beim WM-Empfang 2003 im Frankfurter Römer - für die Zeit nach ihm wünscht er sich eine WM im eigenen Land Bild: Jochen Ditschler
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Hotel des 1. FFC Frankfurt, "Relexa Hotel", danken, teilte ein DFB-Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden wollte, mit.
Ist Manni Burgsmüller bald der Mann an ihrer Seite? Silvia Neid, DFB-Cheftrainerin ab Juli 2005 Bild: Volker Lieberum
Noch-DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder kommentierte die deutschen Bewerbungspläne geradezu überschwänglich: "Das wird ein großes Ereignis, dem wir Deutsche stolz entgegenblicken können!“.
Wir hakten nach und baten den Präsidenten um Angaben zu einer möglichen Prämierung des deutschen Teams bei erfolgreichem Abschneiden. „MV“ dazu: „Wir rechnen da natürlich fest mit dem Finaleinzug. Da die Reisekosten durch die Heim-WM vernachlässigt werden könnten, ist eine Aufstockung auf 5.000 Euro für die Finalteilnahme und 16.000 Euro für den Turniersieg durchaus realistisch.“ Auf unsere Nachfrage, ob das im Vergleich zu den Prämien der Männer-Nationalmannschaft nicht ein bisschen wenig sei, erwiderte der Schwabe nüchtern: „Nun, es ist an den Spielerinnen, sich mehr zu verdienen. Verheiratete bekommen 20% mehr, pro Kind gibt es darüber hinaus 1.000 Euro Zuschlag.“ Soweit seien seine Vorstellungen gediehen, definitive Zahlen könne er allerdings erst nach Rücksprache mit Michael Ballack nennen, der die Prämierung des Frauen-Teams auf mögliche dadurch entstehende Nachteile für die Männer-Nationalmannschaft überprüfen müsse. „Ohne seine Zustimmung geht nichts“, so der scheidende DFB-Präsident.
Der DFB sei außerdem nicht der einzige Verband, auf dessen Prämien die Spielerinnen hoffen könnten, erzählte uns der frühere Präsident des VfB Stuttgart ein kleines Geheimnis: "Die FIFA hat auf persönlichen Wunsch von Josef Blatter bereits für die WM 2007 eine Extraprämie in Höhe von 100.000 US-Dollar für das körperbetont-modischste Team in Aussicht gestellt, sodass ich davon ausgehe, dass ein entsprechender Betrag auch 2011 ausgeschüttet werden wird."
Mayer-Vorfelder war sehr dankbar, von uns befragt worden zu sein, da er selbst nicht zu dem morgigen Treffen geladen wurde. Seine bessere Hälfte, Theo Zwanziger, wird vor Ort sein, eine Vertretung wurde somit nicht notwendig.
Es wird spannend abzuwarten sein, ob Zwanziger im Rahmen des morgigen Treffens den Co-Trainer der künftigen Cheftrainerin Silvia Neid bekanntgeben wird.
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Nachdem der Tabellenzweite der Frauen-Bundesliga, FCR Duisburg, in einem Freundschaftsspiel gegen den SSV Hacheney antrat und die Spielerinnen nach dem Spiel große Begeisterung über den engagierten Trainer Hacheneys, Manni Burgsmüller, äußerten, hält sich das Gerücht, der DFB bevorzuge im Zuge seiner durch Jürgen Klinsmann vorangetriebenen Modernisierung nach dem Vorbild der grünen Partei eine Doppelspitze und Burgsmüller sei ein heißer Kandidat für den männlichen Part.
Neben einigen Wahlen und einem netten Sektempfang für Frau Espelund (armer Gerhard Mayer-Vorfelder) soll morgen auch bereits schon über mögliche Austragungsorte gesprochen werden. Erste Telefonate mit in Frage kommenden Städten habe man schon geführt. Dabei sei klar geworden, dass für WM-Spiele im Karl-Liebknecht-Stadion zu Potsdam eine große Hürde überwunden werden müsse.
Das Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam: Nicht für Fußballspiele gedacht, höchstens für geräusch- und duftlose - meint eine Potsdamer Bürgerinitiative Bild: Katja Öhlschläger
„Jetzt auch noch WM-Spiele?! Ein Fußballstadion ist doch nicht dafür da, dass dort dauernd Fußball gespielt wird! Damit haben wir nicht gerechnet, als wir herzogen“, zitierte Willi Hink vom DFB eine Passage aus dem Fax.
Als erster Großsponsor ist VW im Gespräch. Der Konzern hatte den Spielerinnen des VfL Wolfsburg je einen VW für den Klassenerhalt versprochen.
Das Treffen wird morgen um 13 Uhr beim DFB (Otto-Fleck-Schneise 6) in Frankfurt am Main stattfinden. Der DFB bittet Frauenfußball-Fans ausdrücklich, sich eine halbe Stunde vor Beginn des offiziellen Gesprächs, also 12.30 Uhr, vor der DFB-Zentrale einzufinden, um das deutsche Interesse an einer WM-Austragung gegenüber der UEFA-Vertreterin Espelund zu unterstreichen.
Der genaue Termin konnte aufgrund der vollen Terminkalender der Teilnehmer erst kurzfristig vereinbart werden. Da die beiden Printmagazine zum Frauenfußball, „die elf“ und „FF-Magazin“, erst in ihren in der nächsten bzw. übernächsten Woche erscheinenden Heften über den Termin hätten informieren können, wandte sich der DFB an uns. Wir kommen dieser Bitte natürlich gerne nach und rufen alle Fans dazu auf, den DFB in diesem Ansinnen zu unterstützen! | |