2. Qualifikatiosnrunde zur U 19-Europameisterschaft

Nur der Erste kommt weiter

Hohe Bedeutung der 2. Quali-Runde durch neuen Qualifikationsmodus

Von Katja Öhlschläger

25.04.2005
Vom 26. – 30. April wird in Goch und Kevelaer (Fußballverband Niederrhein) die zweite Qualifikationsrunde der Qualifikationsgruppe 1 zur U 19-Europameisterschaft ausgetragen. Wir liefern euch die Informationen über den Spielplan, den Modus und die Geschichte des Wettbewerbs.

Erstmalig wurde der Wettbewerb als U 18-Europameisterschaft in der Saison 1997/98 ausgetragen. Der erste Sieger hieß Dänemark. Ab der Saison 2001/02 wurde die EM in einen U 19-Wettbewerb umgewandelt. In der siebenjährigen Geschichte stand das deutsche Team dreimal ganz oben, und das gleich drei Jahre hintereinander: 2000, 2001 und 2002.

Im vergangenen Jahr wurde Deutschland Vizeeuropameister (Finalniederlage mit 1:2 gegen Spanien), qualifizierte sich damit für die Weltmeisterschaft in Thailand, bei der die U 19 mit dem Gewinn des Weltmeistertitels ihren größten Triumph feiern konnte.

Bei der 2. Qualifikationsrunde geht es nun um die Qualifikation für die Endrunde, die vom 20. – 31. Juli in Ungarn stattfinden wird. Der TV-Sender Eurosport wird von diesem Turnier ausführlich berichten.

Katharina Grießemer vom FC Bayern München steht im deutschen Aufgebot.

Bild: Volker Lieberum

Deutschland ist zwar amtierender Weltmeister, doch die Qualifikation wird alles andere als ein Selbstläufer werden. Dafür garantiert allein schon der veränderte Qualifikationsmodus. 26 von 43 gemeldeten Teams haben es in die zweite Qualifikationsrunde geschafft, für die neben Norwegen auch Deutschland gesetzt war. Bis auf die beiden gesetzten Teams, die der Qualifikationsgruppe 1 bzw. 2 zugeordnet wurden, wurden alle weiteren 26 Nationen den sieben Qualifikationsgruppen zugelost.

Durch diese unzureichende Gewichtung anhand der Leistungsstärke ergaben sich sehr ungleich besetzte Gruppen (siehe Übersicht rechts), So treffen in Gruppe 1 mit Deutschland, Schweden und Dänemark allein drei Teams aufeinander, die zusammen schon fünf der bisher sieben vergebenen EM-Titel gewonnen haben. In Gruppe 7 finden sich mit Spanien (Vorjahressieger) und Frankreich (Sieger aus 2003) ebenso zwei hochkarätige Teams wieder.

Doch damit nicht genug: Konnten mit dem Qualifikationsmodus der letzten Jahre solche Ungleichheiten noch einigermaßen ausgeglichen werden, kommt in diesem Jahr nur der Tabellenerste durch.


Simone Laudehr in Aktion für ihren Verein, den FCR 2001 Duisburg.

Bild: Volker Lieberum

Bisher bestand die zweite Qualifikationsrunde aus fünf Gruppen, aus denen sich die fünf Gruppenersten sowie die beiden besten Gruppenzweiten qualifizierten. Der Gastgeber ist ohnehin qualifiziert.

Folglich ist schon jetzt klar, dass von den fünf genannten Spitzenteams – Deutschland, Frankreich, Spanien, Dänemark und Schweden – nur zwei die Endrunde erreichen werden. Ziel dieser Modusänderung war, auch schwächeren Teams die Teilnahme am Endturnier zu ermöglichen. So löblich dieses Anliegen ist, steht zu befürchten, dass das Endturnier in Ungarn das bisher am ungleichsten besetzte Turnier werden wird. Die stärkeren Teams werden jedoch gleich doppelt benachteiligt. Einmal dadurch, dass nur zwei Teams gesetzt werden und sich dann solch ungleiche Gruppen ergeben und zweitens durch die harte Auslese, die nur dem Tabellenersten die Teilnahme am Endturnier ermöglicht.

Eine der deutschen Führungsspielerinnen: Patricia Hanebeck (FCR 2001 Duisburg)

Bild: Volker Lieberum

Verliert das Endturnier durch das zu erwartende Leistungsgefälle an Attraktivität und Qualität, hat sich die UEFA mit dieser Modusänderung vermutlich einen Bärendienst erwiesen.
Praktikabler und fairer erscheint eine Aufstockung der Endrundenteilnehmerzahl, die es schwächeren Teams erleichtert, zur Endrunde zu kommen, die aber gleichzeitig gewährleistet, dass sich die stärksten Teams nicht schon in


der Qualifikation gegenseitig rauswerfen müssen.

Ausgehend davon ist eines klar: Die deutsche Mannschaft, der amtierende Weltmeister, braucht eure Unterstützung mehr denn je.
Alle Informationen zum Ticketvorverkauf und den Eintrittspreisen gibt es im Special auf den Seiten des FV Niederrhein: http://www.fvn.de

Die Begegnungen der in Deutschland ausgetragenen Qualifikationsgruppe 1:

26.4. 15.45 Uhr in Goch:
Dänemark - Tschechien
26.4. 18.00 Uhr in Goch:
Deutschland – Schweden

28.4. 15.30 Uhr in Kevelaer:
Schweden – Dänemark
28.4. 18.00 Uhr in Kevelaer:
Deutschland – Tschechien

30.4. 14.00 Uhr in Goch:
Deutschland – Dänemark
30.4. 14.00 Uhr in Kevelaer:
Tschechien – Schweden

Die Stadien:
Hubert-Houben-Stadion in Goch:
Marienwassertrasse, 47574 Goch (http://www.viktoriagoch.de)

Hülsparkstadion Kevelaer:
Auf der Hüls, 47623 Kevelaer

Die weiteren Gruppen:

2: Norwegen, England, Italien, Moldawien
3: Niederlande, Finnland, Wales, Griechenland
4: Serbien-Montenegro, Rumänien, Russland, Österreich
5: Schottland, Portugal, Israel, Belgien
6: Schweiz, Nordirland, Ukraine, Polen
7: Frankreich, Irland, Kroatien, Spanien

Nähere Informationen (genaue Spieltermine) bei der UEFA unter:
http://www.uefa.com

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