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Freundschaftsspiel A-NatioLetzte Standortbestimmung vor der WMDeutschland - Norwegen 2:2 (1:2) | ||
Text von Peter Henkel, Fotos von Volker Lieberum30.07.2007
Nach drei lockeren Siegen gegen Dänemark, Tschechien und die Schweiz im Vorfeld der Weltmeisterschaft,
sollte die das Spiel gegen den Weltranglisten-Vierten Norwegen eine echte Standortbestimmung sein, "ein
echter Knüller" wie es die Bundestrainerin ausdrückte. Diese Begegnung sollte auch zeigen, in wieweit die
Mängel aus den vorangegangenen Spielen, wie z.B. das Defensivverhalten, beseitigt sind. ![]() Glück für Deutschland. Dieses Tor durch Ragnhild Gulbrandsen wurde wegen vermeitlichen Abseits nicht gegeben. Das dieses Spiel kein Spaziergang wird, machten die Norwegerinnen gleich zu beginn klar. Nach einem
ersten Vordringen der anstoßenden Gastgeber an das Tor der Skandinavierinnen, kontern diese und gehen
nach nur 40 Sekunden mit 1:0 in Führung. Leni Larsen Kaurin flankt von der rechten Seite auf den langen
Pfosten, doch der Ball erreicht zur Überraschung aller keiner ihrer Mitspielerinnen, sondern geht direkt
knapp unter die Latte ins Tor. ![]() Melanie Behringer erzielt den Ausgleich. Siri Nordby (hinter ihr) und Ingvild Stensland (vorne) können nicht mehr eingreifen.
Erste gute Möglichkeit zum Ausgleich hat Birgit Prinz in Minute 15 nach Vorarbeit von Stegemann und
Wimbersky. Doch Norwegens Torfrau Bente Nordby, die wie Birgit Prinz in Mainz ihr 165. Länderspiel
bestreitet, ist auf dem Posten. Zwei Minuten später hat Renate Lingor nach Zuspiel von Anja Mittag eine
weitere Möglichkeit zum Ausgleich. Doch Brondby steht gut, und bekommt den flachen Ball am linken Pfosten
zu fassen.
Nach bis dahin nur mäßiger Leistung der Deutschen, wurden die Fans in Mainz mit dem Ausgleichstor nach einer wunderschönen Kombination entschädigt. Kerstin Stegemann bringt den Ball auf der rechten Seite schnell nach vorne auf Garefrekes. Die deutsche Angriffsreihe spielt den Ball von rechts nach links über Mittag zu Melanie Behringer, die mit einem präzisem Schuss ihre Mannschaft wieder ins Spiel bringt. Mit neuem Mut drängten die Gastgeber jetzt offensiver nach vorne und so kommt Kerstin Garefrekes nur eine Minute später erneut zum Torschuss. Doch der Ball geht am rechten Lattenkreuz vorbei. |
![]() Birgit Prinz erzielt das Ausgleichstor zum 2:2. Bente Nordby ist in dieser Situation ohne Chance. | |
Doch das Comeback de Deutschen war nur von kurzer Dauer. Es schlichen sich wieder viele kleine Fehler
ein, die Norwegerinnen machten wieder das Spiel und gingen in der 28. Minute erneut in Führung.
Eingeleitet wurde der Angriff wieder einmal von Solveig Gulbrandsen mit einem Pass auf Lene Storlökken.
Ihren Schuss aus kurzer Distanz kann Nadine Angerer noch blocken, doch beim Nachschuss durch Ragnhild
Gulbrandsen ist sie ohne Chance. Die deutsche Abwehr machte bei diesem Treffer wieder einmal keine gute
Figur.
Nach der Einwechselung von Bajramaj wurde Kerstin Garefrekes (hier gegen Ane Horpestad) auf der '6' eingesetzt. Die zweite Halbzeit beginnt mit einer guten Tormöglichkeit für die freistehende Ragnhild Gulbrandsen, die den Ball aber mit dem Kopf nicht richtig trifft. In der 53. Minute die nächste gute Möglichkeit für Norwegen, als diese das Mittelfeld mühelos überbrücken und den Ball hinter die Abwehr bringen. Doch Storlökken schießt am Tor vorbei. In der 62. Minute haben dann die Deutschen eine ihrer bisher seltenen Chancen, als Melanie Behringer aus 25 Metern zu einem Weitschuss ansetzt, der jedoch über die Latte geht. Vier Minuten später sehen die Zuschauer eine gute Kombination der Gastgeber von Behringer über Wimbersky auf Prinz, die durch eine Gegenspielerin bedrängt nur knapp am Pfosten vorbei schießt. Nun kam die DFB-Elf doch noch ins Spiel. Wenig später beeindruckten die beiden eingewechselten Fatmire Bajramaj und Petra Wimbersky mit einem schön ausgeführtem Doppelpass und anschließender Tormöglichkeit. Ein Doppelwechsel der sich ausgezahlt hat. Fatmire Bajramaj brachte mit Petra Wimbersky wieder Schwung ins deutsche Spiel. Doch die nächste Möglichkeit hatte wieder Norwegen. Leni Larsen Kaurin flankt vor das deutsche Tor, wo die eingewechselte Lise Klaveness frei zum Kopfball kommt. Zum Glück für Deutschland trifft sie den Ball nicht richtig.
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Nadine Angerer hat in der 72. Minute Gelegenheit ihre Klasse auf Feld zu beweisen als sie außerhalb des
Strafraums den Ball gleich zweimal hintereinander mit dem Kopf vor den heranstürmenden Skandinavierinnen
verteidigt. ![]() Ingvild Stensland (li.), hier mit Lise Klaveness, war die Spielmacherin der überlegenen Norwegerinnen.
Nach dem Spiel fiel das Fazit es des Gästetrainers, Bjarne Berntsen, freundlich so aus: "Die ersten 60
Minuten machten wir hohes Tempo, die letzten 30 Minuten kontrollierte Deutschland das Spiel". Tatsächlich
ist bei dieser Verteilung, einem nicht gegeben Tor und den zahlreichen hochkarätigen Chancen Norwegens,
das Ergebnis mehr als schmeichelhaft.
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