Einzelkritik zu Deutschland - Kanada (21.04.05)

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Rottenberg: Fehlerlos. Hatte beim Gegentor keine Chance.

Minnert: Zeigte eine durchwachsene Partie. Sicher in der Abwehr, aber glück- und planlos im Spiel nach vorne. Verlor mit Jones das Kopfballduell vorm Gegentreffer.

Jones: Sehr sichere Partie, gerade bei Standards auch selber gefährlich. Verlor mit Minnert das Kopfballduell, das zum Gegentor führte.

Hingst: Einmal mehr mit einer souveränen Abwehrleistung, gewann viele wichtige Zweikämpfe. Kam beim Gegentreffer gegen Allen zu spät.

Hat keinen Grund, so grimmig dreinzuschauen. Viola Odebrecht zeigte heute eine starke Leistung

Bild: Nora Kruse

Fuss: Defensiv wie offensiv sehr stark. Enormer Vorwärtsdrang und dabei auch sehr zweikamofstark und durchsetzungsfähig. Tolles Tor. Hätte einen Einsatz über die volle Spielzeit mehr als verdient gehabt.


Birgit Prinz demonstrierte heute wieder all ihre Dynamik (neben ihr Andrea Neil)

Bild: Nora Kruse


Garefrekes: Blieb blass, verlor viele Zweikämpfe und war im Passspiel zu ungenau. Ist meilenweit von ihrer früheren Form entfernt.

Pohlers: Sehr agil und engagiert. Hatte einige gute Chancen, dabei aber nicht abgeklärt und clever genug. Hätte gegen Ende der ersten Halbzeit unbedingt selber aufs Tor schießen müssen. Dem körperbetonten Spiel der Gäste nicht immer gewachsen.

Lingor: Zog gut die Fäden im Mittelfeld, tauchte mitunter aber zu lange ab. Zuletzt im Verein sehr torhungrig, konnte sie insbesondere dann ihre Akzente setzen, wenn sie eine offensivere Position einnahm. Tolle Standards und Flanken, von denen eine zum 2:1 führte.

Omilade: Zeigte sich gegenüber den letzten Länderspielen deutlich einsatzfreudiger sowie entschlos- sener. Das Zusammenspiel mit Lingor funktionierte phasenweise recht gut. Ihr fehlte aber die feste Position, weshalb sie trotz großes Einsatzes manchmal zu sehr in der Luft hing. Tendenz deutlich steigend.

Smisek: Zeigte viel Einsatz und erarbeitete sich viele Bälle selber. Allerdings mit Unsicherheiten im Abschluss und in der Ballannahme.

Prinz: Neben Sonja Fuss die stärkste deutsche Spielerin. Musste sich aufgrund der


defensiven Ausrichtung des deutschen Mittelfelds häufig zurückfallen lassen und erarbeitet sich dabei viele Bälle. Drehte insbesondere in der zweiten Hälfte mächtig auf, köpfte ein Tor und bereitete ein weiteres gekonnt vor.

Mittag: Fiel bis auf die eine vergebene Großchance nach Bachor-Pass wenig auf. Musste allerdings mit der Position der Rechtsaußen eine für sie ungewohnte Position einnehmen.

Odebrecht: Trat sehr energisch und entschlossen auf. Aufmerksames und ideenreiches Spiel mit einigen sehr schönen Pässen. Suchte auch öfter selber den Torabschluss und übernahm damit Verantwortung. Mit Sicherheit eines ihrer besten Länderspiele, wenn nicht gar ihr bestes Länderspiel.

Grings: Trat bis zur Schlussviertelstunde kaum in Erscheinung. Bewies bei ihrem Tor ihre Abgeklärtheit und Cleverness. Hätte kurz darauf sogar noch einen weiteren Treffer nachlegen können.

Günther: Leistete sich viele Fehlpässe und Unsicherheiten im Spiel nach vorne.

Bachor: Konnte in den 15 Minuten, die sie Einsatzzeit bekam, einige Akzente setzen. Spielte sich auf links mehrfach gut frei und zeigte präzise Flanken. Das macht Lust auf mehr.

Am kommenden Sonntag bestreitet die Nationalmannschaft – erneut gegen Kanada – um 11 Uhr in Hildesheim ihr letztes Testspiel vor der Europameisterschaft in England (5.-19. Juni). Gleichzeitig wird es das letzte Heimspiel für die langjährige Bundestrainerin Tina Theune-Meyer sein, die nach der EM den Cheftrainerinnenposten an die jetzige Co-Trainerin Silvia Neid übergibt.
Das ZDF zeigt in der „Sportreportage“ von 17.10 – 18.00 Uhr am Sonntag Ausschnitte von diesem Spiel.


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