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WM-Vorbereitungsspiel A-Natio"Die Torwartfrage entscheide ich am 13. August"Stimmen zum Länderspiel gegen Dänemark | ||
30.07.2007
Kenneth Heiner-Møller (Nationaltrainer Dänemark): "Gratulation an Deutschland, ich denke, die Deutschen sind bereit für die WM. Sie waren viel stärker als an der Algarve, als ich schon gesagt habe: wartet mal ab. Aber auch wir haben noch einen Monat und werden dann auch bereit sein. Heute hatten wir große Probleme mit dem schnellen Spiel der Deutschen. Sie sind sehr schnell im Umschalten von Abwehr auf Angriff, damit kamen wir nicht zurecht. Wenn wir den Ball verloren haben, haben wir große Schwächen offenbart." Welche Erkenntnisse können Sie aus diesem Spiel ziehen? "Wir können mental viel lernen, nämlich mit einer so hohen Niederlage umzugehen. Und es war sehr wichtig für uns, gegen einen physisch starken Gegner wie Deutschland zu spielen." Kenneth Heiner-Møller Silvia Neid (Bundestrainerin Deutschland):
"Wir haben ein Spiel gesehen, das von der Taktik geprägt war. Wir wollten Pressing spielen, das ist uns gut gelungen. Wir haben die nötige Geduld bewiesen, um auf Lücken zu warten, um dann durch eine Schiebewegung hinter die Abwehr zu kommen. Wenn wir die Däninnen in ihrer Vorwärtsbewegung erwischt haben, konnten wir so unsere Schnelligkeit ausspielen. Was muss noch verbessert werden? "Im Spiel nach vorne haben wir noch zu oft unnötig den Ball verloren und war das Timing bei der Ballabgabe ungenau. Aber auch im Abwehrverhalten gibt es noch viel zu tun, bei der Position vor der Abwehr fehlte die Tiefenstaffelung." Bundestrainerin Silvia Neid, DFB-Pressesprecher Niels Barnhofer und Dänemarks Coach Kenneth Heiner-Møller auf dem Weg zur Pressekonferenz. Wie kommt es, dass sich die Mannschaft so verbessern konnte? "Ja, wir haben hart gearbeitet. Wir sind jetzt vier Wochen zusammen, da wäre es schlecht, wenn wir uns nicht verbessert hätten. Vor dem Algarve Cup hatten wir zwei gemeinsame Tage und mussten dann gleich spielen. Damals fehlte uns auch die Fitness, um auf internationalem Niveau mitzuhalten." Zur Verletzung von Anja Mittag: "Nichts Schlimmes. Sie hatte sich das Fußgelenk vertreten, es war ausgehakt, aber die medizinische Abteilung hat das schon wieder hinbekommen. Sie kann schon wieder ganz normal laufen." Zu den Chancen von Torschützin Conny Pohlers auf eine WM-Nominierung:
"Ich habe sie kurz vor Schluss noch gebracht, weil auch viele
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![]() Silvia Neid: "Diese elf Spielerinnen, die heute von Beginn an gespielt haben, hatten sich im Training am meisten aufgedrängt." | |
Bekannte von ihr hier waren und sie sehen wollten. Viel kann man in fünf Minuten ja nicht mehr zeigen. Das war ein Dankeschön, aber für eine Stürmerin ist es natürlich klasse, dann auch gleich ein Tor zu machen. Ihre Chancen stehen aber genauso wie bei den anderen Spielerinnen." Zur Entscheidung über die Nummer eins im Tor: "Im Moment steht es 50:50. Meine Entscheidung werde ich am 13. August bekannt geben. Wenn das Training positiv verläuft und die Oberschenkelprobleme bei Silke Rottenberg abklingen, wird sie in Gera im Tor stehen." Wie nah ist die Startelf gegen Dänemark der Startformation, die in China auflaufen wird? "Diese elf Spielerinnen, die heute von Beginn an gespielt haben, hatten sich im Training am meisten aufgedrängt, passten am besten zusammen und zum Gegner Dänemark." Wollen Sie einzelne Spielerinnen hervorheben? "Ja, ich denke, Kerstin Garefrekes, Kerstin Stegemann und Birgit Prinz haben heute ein ganz starkes Spiel gezeigt. Aber auch alle anderen waren sehr gut." Für Birgit Prinz (l.) und Kerstin Stegemann gab's ein Sonderlob der Bundestrainerin... Ein Wort zu Debütantin Simone Laudehr? "Ich finde, Simone hat ein starkes Spiel gemacht und immer besser in die Partie gefunden. Sie fühlt sich auf dieser Position, der "6" im Mittelfeld, sehr wohl und wird gut von Renate Lingor geführt. Sie ist eine Bereicherung im Spiel nach vorne." Was erwarten Sie vom nächsten Gegner Tschechien? "Sie werden ganz anders spielen als Dänemark. Wir haben sie uns ausgesucht, weil sie ähnlich wie unser WM-Auftaktgegner Argentinien spielen. Wesentlich defensiver als Dänemark. Da wird unsere Ballkontrolle auf engstem Raum erprobt werden." Zur Kulisse in der WM-Bewerberstadt Magdeburg: "Toll, es hat mir sehr gut gefallen. Es ging lange die Welle durchs Stadion, es gab Standing Ovations. Das Publikum war richtig dankbar. Wir haben uns sehr wohlgefühlt und kommen gerne wieder." ...das gilt auch für Kerstin Garefrekes (Nr. 18), bei der Vereinskollegin Louise Hansen (am Boden) hier das Nachsehen hat. Beobachtet wird der Zweikampf von Birgit Prinz und Mariann Gajhede Knudsen. Birgit Prinz (Spielführerin Deutschland): "Ich denke, man hat heute gute Ansätze gesehen, wir haben uns
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weiterentwickelt. Die Abwehr hat gut gestanden, das war auch unser bisheriger Trainingsschwerpunkt. Auch nach vorne gab es gute Ansätze, aber wir haben auch noch unnötige Abspielfehler gemacht und müssen teilweise noch kreativer werden. Wir kannten die Schwächen der Däninnen auf den Außenpositionen, sodass wir sie mit Doppelpässen ausspielen konnten." Es schien, als habe die Abwehr 20 Meter weiter vorne gestanden als an der Algarve? "Ja, das hat die Sache durchaus leichter gemacht (lacht)." Belastet die Torwartfrage die Mannschaft?: "Klar geht das nicht an uns vorbei, aber andere Positionen sind auch umkämpft. Es ist ganz normal, dass man sich in so einer Phase beweisen muss. Beide genießen auf jeden Fall das volle Vertrauen der Mannschaft, die Bessere soll spielen." Gleich nach Spielende konnte Silvia Neid zu Anja Mittag Entwarnung geben, die ohne Fremdeinwirkung umgeknickt war und vom Platz humpeln musste. Vorne Stine Kjæer Dimun. Nadine Angerer (Torfrau Deutschland): "Das war für uns heute eine erste Standortbestimmung und ich denke, wir können sehr zufrieden mit dem Spiel und den vier Toren sein. Die Abwehr stand gut, aber natürlich kann man immer noch etwas verbessern. Ich denke, die schwierige Situation im ersten Halbjahr, die wir so nicht kannten, kam für uns genau zur richtigen Zeit." Über die Entscheidung, wer in China im Tor stehen wird: "Wir trainieren alle Vier intensiv, Silke wird im nächsten Spiel im Tor stehen. Das ist keine Kahn-Lehmann-Story, denn wir respektieren beide die Leistung der anderen. Aber natürlich will ich spielen, das ist doch ganz normal." Will auch in China durch den Strafraum hechten und fausten: Torfrau Nadine Angerer Spielen Sie mit dem Gedanken, als Nummer zwei gar nicht nach China mitzufliegen? "Nein, da mache ich mir jetzt kurzfristig keine Gedanken. Das spielt im Moment keine Rolle." Was spricht für Sie? "Ich habe in der Bundesliga regelmäßig gespielt und auch physisch einen Vorsprung."
Aufgezeichnet von Katja Öhlschläger, Fotos von Beate Wolter
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