A-Nationalmannschaft

Deutschland schlägt Russland 1:0

Prinz beste Spielerin

Von Alice Xu

2.2.2005   Eine hervorragende Birgit Prinz führte ihr Team zum Sieg über Russland. Nach der unglücklichen Niederlage im ersten Spiel zeigte die Mannschaft ihre wahre Stärke.

Die deutsche Elf hatte mit sechs neuen Spielerinnen eine starke Veränderung zu ihrer Anfangsausstellung gegenüber ihrem Spiel mit Australien vorgenommen. Dieser Wechsel tat ihr sichtlich gut, denn die größte Zeit des Spieles über war sie Feld überlegen. Besonders deutlich zeigte die rechte Seite der russischen Abwehr ihre Schwächen.

Renate Lingor schoss das Tor des Tages

Bild:Volker Lieberum

Hier konnte Birgit Prinz das ein um das andere Mal gefährlich Durchbrechen. Aber auch die rechte Seite der deutschen Mannschaft war in der Offensive sehr aggressiv und konnte etliche Glanzpunkte setzen. Kerstin Stegemann sei vor allem hervorgehoben, die einen Schuss an den rechten Außenposten setzte. Ihre Gegenspielerin konnte gerade einmal 15. Minuten dagegen halten. Es schien als würde allen russischen Spielerinnen die körperliche Kraft fehlen. Auf der andern Seite waren die Deutschen weitaus stärker und druckvoller. In der 18. Minuten war es dann so weit, dass Renate Lingor, nach einem Zuspiel von Birgit Prinz, das 1:0 gelang.


Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte Deutschland Behringer gegen Mittag und Zietz gegen Becher aus. Obwohl das deutsche Team sehr viele Möglichkeiten hatte das Torverhältnis zu erhöhen, blieb es am Ende bei einem 1:0. Anja Mittag, die U19 Weltmeisterin, brillierte mit einer exzellenten Leistung und zeigte dem Publikum ihr ganzes Talent. Leider vergab sie drei Torchancen. Birgit Prinz machte über die gesamte Spielzeit ein Supermatch. Keiner, nicht einmal ihre Teamkolleginnen, konnten ihrem Rhythmus folgen.

Beste Spielerin auf dem Platz: Birgit Prinz

Bild: Volker Lieberum

Es ist deshalb kein Wunder, dass sich die chinesischen Zeitungen mit Superlativen über Birgit übertrafen. Sie, die zuletzt vier Tore gegen das China-Team erzielte, die 2003 und 2004 zur Weltfußballerin gewählt wurde, der deutschen Nationalmannschaft mit zum Weltcupgewinn verhalf, war/ ist hier im Land ein Superstar. Gleich nach dem Schlusspfiff in QuangZhou wurde sie von Reportern umringt. Den Fragen nach ihrer Meinung zu der chinesischen Mannschaft, auf die sie am Dienstag treffen wird, wich sie erst aus, aber dann sagte sie: "Natürlich weis ich, das das Spiel übermorgen, das letzte in diesem Turnier, ein wichtiges sein wird. China ist ein gefährlicher Gegner, sie haben viele gute Spielerinnen und sind in einer hervorragenden Kondition."


Feierte ihr erstes Länderspiel: Jennifer Zietz, hier beim Hallenpokal am vergangenen Wochenende

Bild: Jan Kuppert

Über ihre Eindrücke von dem Land China befragt erwiderte sie, dass sie nicht viel Zeit für einen Bummel durch QuanZhou gehabt hätte. Ihr größter Eindruck seien die vielen Menschen hier in China gewesen.

Deutschland:

Rottenberg - Stegemann, Günther, Krahn, Zietz (46. Becher) - Behringer (46. Mittag), Carlson, Lingor, Bachor (78. Omilade) - Prinz, Smisek (86. Okoyino da Mbabi)

Russland:

Petko - Karasewa, Zaxtsewa, Skotnikowa, Semenschenko - Morozowa, Grigoiewa, Fomina, Sochnewa - Letjuschowa, Brabaschina

Schiedsrichterin: Deng Jun Xia (China)

Tore: 1:0 Lingor (18.)

Gelb/ Rot: -

Zuschauer: 2500


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