Algarve Cup 2009, Spiel um Platz 3Wieder nur VierterDeutschland - Dänemark 0:1 (0:1) | ||
Text von Tom Schlimme 12.03.2009 In ihrem letzten Spiel des diesjährigen Algarve Cups konnte die deutsche Nationalmannschaft erneut nicht überzeugen, unterlag Dänemark mit 0:1 und muss sich, genau wie im vergangenen Jahr, am Ende mit dem vierten Platz begnügen. Blickt man auf die vergangenen Jahre zurück, ist dies nichts neues, und einem schlechten Auftritt beim Algarve Cup folgte meist eine gute Leistung beim folgenden großen Turnier später im Jahr. Am extremsten 2007, als Deutschland an der Algarve nur achter wurde und dann im Sommer den zweiten Weltmeistertitel einfahren konnte. 2006, als die DFB-Elf den Algarve Cup zum bisher einzigen Mal gewinnen konnte, gab es im Sommer kein anderes Turnier, so dass hier das Augenmerk anscheinend wirklich einmal nur auf den Algarve Cup gelenkt werden konnte. ![]() Auch Linda Bresonik, hier im Zweikampf mit der dänischen Kapitänin Katrine Pedersen, konnte das deutsche Offensivspiel nicht entscheidend ankurbeln Man könnte natürlich dazu noch darauf setzen, dass eine deutsche Nationalelf mit wieder gesunden Spielerinnen wie Birgit Prinz, Annike Krahn, Kerstin Stegemann, Simone Laudehr und Ariane Hingst schon fast von alleine wieder an alte Leistungsstärke herankommen würde, doch Vorsicht ist angebracht. Auch mit den genannten fünf Spielerinnen hat das Team im letzten Jahr nur selten an alte Spielstärke anknüpfen können. Die nachrückenden jungen Spielerinnen sind aber ganz offensichtlich auch nicht so weit, wie manche gehofft haben. So befindet sich das deutsche Team derzeit in einer sehr schwierigen Situation, die älteren langsam auf dem absteigenden Ast, die jüngeren sicher auf einem aufsteigendem, aber wie hoch man bei der EM in Finnland wieder kommen wird, ist noch nicht abzusehen. Trotzdem kann man auf jeden Fall positiv festhalten, für die jungen Kim Kulig und Bianca Schmidt war dieses Turnier ein Erfolg, auf dem man aufbauen kann. Die Rückkehr von Inka Grings hat sich als eindeutig positiv bestätigt, und auch die Versetzung von Linda Bresonik ins zentrale Mittelfeld war ein positiver Ansatz. ![]() Die dänische Mannschaft, hier mit Cathrine Paaske Sørensen gegen Sonja Fuss, hatte im Spiel gegen Deutschland genau die richtige Taktik Es war also nicht alles schlecht in diesem Turnier, und bei allen Erwartungen, die in diese erfolgsverwöhnte deutsche Mannschaft mit Recht gesetzt werden, sollte man auch zwei Aspekte nicht vergessen: Die anderen Länder haben aufgeholt, was auch gut so ist, und vor allem: hier sind immer noch Menschen am Werk, keine Maschinen! Siege sind nicht programmierbar, und wenn es so wäre, wäre es eigentlich schade. Zum Spiel gegen Dänemark: Silvia Neid ließ fast mit dem gleichen Team beginnen, das gegen die Schwedinnen in der zweiten Halbzeit zwar nicht überzeugt hatte, aber doch immerhin dem Aufholen des Rückstandes sehr nahe gekommen war. Allerdings durfte die junge Nicole Banecki |
Die dänische Nationalelf holte sich den dritten Platz beim Algarve Cup 2009. In der Anfangsformation standen: | |
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diesmal von Anfang an ran, und zwar auf ungewohnter Position in der Sturmspitze. Dies funktionierte leider nicht, wofür aber nicht unbedingt nur Banecki etwas konnte, sondern das deutsche Spiel lief insgesamt so schlecht, dass in die Spitze fast keine Pässe kamen und Banecki dort in der Luft hin. Die nach einer halben Stunde für Banecki eingewechselte Martina Müller kam mit ihrer Erfahrung mit dieser Situation deutlich besser zurecht, aber auch, ohne etwas reißen zu können. ![]() Die dänischen Angriffe, hier von Merete Pedersen gegen Saskia Bartusiak vorgetragen, wirkten vor allem in der ersten Hälfte gefährlich. In der zweiten kam dann auch von Dänemark weniger In der achten Minute musste Nadine Angerer das erste Mal im Herauslaufen klären und eine heikle Situation an der Strafraumgrenze entschärfen, ähnlich Situationen sollten noch einige folgen. Bei einem deutschen Angriff von links ließ Melanie Behringer Christina Ørntoft aussteigen, zog nach innen und legte sich den Ball auf ihren starken rechten Fuß, doch ihr Schuss ging vorbei. Behringer begann als eine der stärksten in der deutschen Offensive, von der im Spiel insgesamt nicht viel zu sehen war, baute dann aber im Laufe der Partie immer mehr ab, sicherlich auch ein Tribut an die kräftezehrenden Spiele und Trainingseinheiten zuvor. In der 20. Minute kamen die Däninnen dann zum gefährlichsten Angriff bis dahin, nach einem Ballverlust im deutschen Aufbauspiel setzte sich Johanna Rasmussen links durch, passte in die Mitte zur völlig freien Merete Pedersen, doch Angerer riskierte Kopf und Kragen, erwischte den Ball noch mit einer Hand, Pedersen stürzte über sie, es kam aber zum Glück zu keiner Verletzung. Die Däninnen spielten stark, ballsicher, mit der gegen den gefährlichen Gegner nötigen Vorsicht und gelegentlichen schnellen Angriffen hatten sie das richtige Rezept gegen das deutsche Team gefunden. Trotzdem war in der 25. Minute Inka Grings im Strafraum plötzlich durch, doch die dänische Keeperin Tine Cederkvist Viskær warf sich noch dazwischen. Auf der Gegenseite musste wenig später Navina Omilade Merete Pedersen im Strafraum den Ball abnehmen, was sie allerdings sicher erledigte. Doch es funktionierte weiter nicht viel im deutschen Spiel, und so war das Tor für Dänemark dann auch durchaus verdient. Eine weite hohe Flanke von Lene Røddik Hansen kam über den Strafraum zu Cathrine Sørensen, die verlängerte ungestört von der zu weit entfernten Babett Peter mit dem Kopf, Saskia Bartusiak, die Merete Pedersen bewachte, war der Weg versperrt, während Omilade Julie Rydahl-Bukh völlig allein ließ, die dann auch unbedrängt das Tor machen konnte. Dieses eine Tor entschied dann auch das Spiel, denn es kam der vorsichtigen Spielweise der Däninnen sehr entgegen, die den Sieg in der zweiten Halbzeit relativ sicher nach Hause bringen konnten. Dabei gab es auf beiden Seiten nur noch wenige |
Torchancen, beide Teams waren im Zerstören erfolgreicher als im Aufbau eigener Angriffe. Ein Anrennen von deutscher Seite war jedenfalls nicht zu beobachten, dazu wirkten die Spielerinnen auch viel zu erschöpft. ![]() Nach starkem Beginn baute auch Melanie Behringer im Laufe der Partie ab. Doch mit zurückgekehrter Kraft wird mit Behringer weiter zu rechnen sein, bei diesem Turnier war sie insgesamt eine feste Größe im deutschen Spiel
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