Text von Jens Wolter
Fotos von Beate Wolter
12.3.2008
Durch ihre jeweiligen Erfolge gegen Irland und Polen war das letzte Gruppenspiel für beide Teams ein Endspiel um den Gruppensieg. Hierbei erwies sich Island für die Portugiesinnen als eine Nummer zu groß.
Schnell zeigte sich, dass Portugal mit der Spielweise der Isländerinnen große Probleme hatte, zumal sich der Abwehrverband der Gastgeber- innen in der Anfangsphase der Partie als recht unsicher präsentierte. Nach nur 55 Sekunden gab es bereits die erste – von insgesamt sechs – Ecken für Island und in der 7. Minute hatte Portugals Torfrau Neide Simões Glück, als Rakel Honnudottir, die sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, letztlich nur die Latte traf.
 Gudny Odinsdottir
Nach rund einer Viertelstunde war dann die Vorentscheidung zugunsten Islands gefallen. Zweimal war es Margret Lara Vidarsdottir, die ihr Team auf die Siegerstraße brachte, in der 15. Minute mit einem Alleingang auf halbrechts und in der 18. Minute per Kopf nach der dritten Ecke für Island. In den Folgeminuten wurde das Spiel etwas ruppiger, was zu drei gelben Karten führte, ehe sich die Gemüter wieder beruhigten.
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Die Nationalmannschaft von Algarve Cup-Gastgeber Portugal vor dem Spiel gegen Island
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Portugal zeigte im Spiel nach vorn gute Ansätze, war aber gegen die gut organisierte Abwehr und die körperliche Präsenz der Isländerinnen ohne wirkliche Chance.
In der zweiten Halbzeit nutzte Islands Teamführung nach und nach das gesamte gestattete Auswechselkontingent, was dem Spielfluss der eigenen Mannschaft nicht förderlich war. Portugal, das erst sehr spät personelle Wechsel vornahm, konnte die Partie nun etwas offener gestalten, ohne aber zu wirklich zwingenden Chancen zu kommen.
Die endgültige Entscheidung fiel in der 68. Minute, als Islands Spielführerin Katrin Jonsdottir eine weitere Unsicherheit der portugiesischen Abwehr zum dritten Treffer ihres Teams nutzen konnte.
In der verbleibenden Spielzeit ergab sich für beide Teams noch je eine nennenswerte Gelegenheit. Ein langer Ball von Olina Vidarsdottir wäre in der 75. Minute beinahe ins lange Eck des portugiesischen Tores gegangen, aber Neide Simões rettete im letzten Moment zur Ecke.
In der 85. Minute konnte die gleiche Isländerin vier Meter vor dem eigenen Tor einen Ball gerade noch vor der einschussbereiten portugiesischen Spielführerin Paula Christina wegschlagen.
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Island konnte letztendlich einen nie gefährdeten Sieg verbuchen und ereichte damit das Spiel um die Plätze 7 und 8.
Portugal:
Simões – Sousa (82. Correira), Brandão, Rita (21. Monteiro), Matias – Lima (73. Valinho), Brunheira, Christina (89. Santos), Vieira (89. Martins) – Fernandes, Couto (87. Taugher)
Island:
Gunnarsdottir – O.G. Vidarsdottir, Jonsdottir (69. Stefansdottir), G.S. Gunnarsdottir (75. Einarsdottir), Gisladottir – Honnudottir, E.S. Arnardottir (52. Omarsdottir), Gardarsdottir (61. Thorsteinsdottir), S.B. Gunnarsdottir (80. Larusdottir) – M.L.Vidarsdottir, Odinsdottir (52. A. Arnardottir)
Tore:
0:1 M.L.Vidarsdottir (15.)
0:2 M.L.Vidarsdottir (18.)
0:3 Jonsdottir (68.)
Gelbe Karten: Monteiro, Cuoto – S.B. Gunnarsdottir
Schiedsrichterin: Erika Vargas (Costa Rica)
Zuschauer: 160
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