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Algarve-Cup 2008, 1. SpieltagNorwegen entscheidet Kampfspiel für sichGruppe B: Norwegen – Italien 4:2 (1:1) | ||
Von Jens Wolter6.3.2008 In einer schnellen, kampfbetonten Partie gewann Norwegen sein erstes Gruppenspiel gegen ein italienisches Team, das nicht die erforderliche Zielstrebigkeit in Richtung Tor entwickelte. Norwegen ging bereits in der vierten Minute nach einem Steilpass auf Elise Thorsnes mit 1:0 in Führung. Italien ließ sich hiervon jedoch nicht schocken, sondern drängte auf den Ausgleich, blieb aber häufig an der meist gut organisierten norwegischen Abwehr hängen. ![]() Erika Skarbø im Tor der Norwegerinnen hielt gut, machte aber kurz vor Schluss einen Abschlagfehler, der zum 2:4 führte Die Norwegerinnen zogen sich keineswegs zurück, um den knappen Vorsprung zu sichern, sondern nutzten jede Balleroberung für eigene Angriffsbemühungen. So entwickelte sich ein unterhaltsames, schnelles Spiel ohne viele taktische Schnörkel. ![]() Die Italienerinnen spielten munter mit, hatten es aber oft nicht leicht. Hier wird Sara Gama von Ingvild Stensland und Marita Lund (im Hintergrund) gedoppelt In der 30. Minute hätte Lene Storløkken mit einem Heber beinahe das zweite norwegische Tor erzielt, aber der Ball ging sowohl über die zu weit vorne stehende Torfrau Chiara Marchitelli als auch über die Querlatte hinweg. Anstatt eine Zwei-Tore-Führung feiern zu können, musste Norwegen in der 33. Minute den Ausgleich zum 1:1 durch Italiens Spielführerin Patrizia Panico hinnehmen, die sich nach einem halbhohen Zuspiel faktisch die Ecke aussuchen konnte. In der gleichen Minute musste Norwegen zudem die verletzte Solveig Gulbrandsen durch Kristin Lie ersetzen. In der 35. Minute ergab sich eine Serie von drei aufeinanderfolgenden Ecken für Italien, das diese Ballung von Gefahrenmomenten jedoch nicht für sich nutzen konnte. Kurz nach Wiederanpfiff der Partie ergab sich eine Konfusion in der italienischen Abwehr. Als Torfrau Marchitelli in der 47. Minute einen Ball nicht festhalten konnte, stocherte Storløkken den Ball zur erneuten Führung über die Linie. In der Folge verstärkte Italien seine Angriffsbemühungen erheblich und Norwegens Torfrau |
Italienische Härte: Melania Gabbiadini hält Gunhild Følstad am Trikot. Gabbiadini bekam später noch die gelbe Karte zu sehen, fiel aber auch positiv durch ihr Tor zum 2:4 auf | |
Erika Skarbø hatte Gelegenheit sich auszuzeichnen. In der 50. Minute prüfte Alessia Tuttino die Qualitäten der Torhüterin aus etwa 18 Metern Entfernung und in der 55. Minute hatte Skarbø Glück, als Tatiana Zorri nach Zuspiel von Panico den Ball nicht richtig traf. Bereits in der 58. Minute musste Skarbø erneut ihr Können zeigen, als sie einen Schuss von Pamela Conti gerade noch zur Ecke lenken konnte, die dann allerdings keine erneute Gefahr brachte. ![]() Hoher Ball vors Tor: Italiens Keeperin Chiara Marchitelli im Einsatz gegen Ane Horpestad, rechts Giulia Aperelli Mitten in diese italienische Drangphase hinein gab es bei einem norwegischen Konter einen Elfmeter wegen Handspiels. Ane Horpestad verwandelte den Strafstoss in der 63. Minute sicher, obwohl Marchitelli in die richtige Ecke geflogen war. In den folgenden zehn Minuten setzten die Italienerinnen ihr Angriffsspiel fort, wobei erste Anzeichen von Frustration erkennbar wurden, die in zwei gelbe Karten wegen Foulspiel gegen Melania Gabbadini und Sara Gama gipfelten. Die endgültige Entscheidung fiel in der 74. Minute durch Potsdams Leni Kaurin, die nach einem Steilpass allein vor Marchitelli auftauchte. Die italienische Torhüterin brachte zwar noch die Finger an den Ball, konnte ihn aber nur verlangsamen und nicht festhalten, so dass die weiterlaufende Kaurin ihn doch noch zum 4:1 über die Linie befördern konnte. |
Italiens Anschlusstreffer zum 4:2 durch Gabbiadini in der 86. Minute nach einem Abschlagfehler von Erika Skarbø kam zu spät, um der Partie noch eine Wende zu geben. Norwegen spielte die verbleibenden Minuten souverän herunter und die Italienerinnen müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, bei ihren Angriffen nicht so direkt auf das Tor fixiert gewesen zu sein, wie es notwendig gewesen wäre. ![]() Potsdams Neuzugang Leni Larsen Kaurin erzielte das 4:1. Hier beobachtet sie, wie ihre Teamgefährtin Marita Lund sich gegen Pamela Conti durchsetzt
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