Text von Jens Wolter
Fotos von Beate Wolter
Datum
In einer sehr torreichen ersten Spielhälfte stellten die Teams bereits das Endergebnis her. Nach Spielschluss rätselte der Betrachter allerdings, ob es sich dabei um eine starke Leistung der Isländerinnen gehandelt hatte oder „nur“ um einen rabenschwarzen Tag für Irland.
Nach nur sieben Spielminuten eröffnete Island durch Margret L. Vidarsdottir den Torreigen, indem sie eine Hereingabe von halblinks zum 1:0 im irischen Tor versenkte. In der 12. Minute kam es praktisch zu einer Wiederholung dieser Szene: Gudny B. Odinsdottir schlug eine Flanke von der linken Seite in die Strafraummitte und erneut war es M.L. Vidarsdottir, die aus etwa sechs Metern Arsenals Torfrau Emma Byrne keine Chance ließ, das 2:0 zu verhindern.
Wieder nur sechs Minuten später war es diesmal Sara B. Gunnarsdottir, die beim 3:0 Irlands Abwehr schlecht aussehen ließ.
 Die dreifache Torschützin Margret Lara Vidarsdottir hatte vor gut einem Jahr beim Bundesligisten FCR Duisburg angeheuert, war dann aber nach kurzer Zeit wegen Heimweh wieder nach Island zurückgekehrt. Gegen Irland stellte sie ihre Klasse unter Beweis!
Irische Angriffsversuche waren bis zu diesem Zeitpunkt Mangelware und hatten obendrein spätestens am isländischen Strafraum ihr Ende gefunden. Trotz des deutlichen Rückstands ließ sich Irland jedoch nicht entmutigen und drängte nun sogar energischer auf das isländische Tor. In der 24. Minute wurden diese Anstrengungen durch den Anschlusstreffer belohnt.
Nach einem sehenswerten Freistoßtrick, bei dem zunächst zwei Spielerinnen den Ball liegen ließen, tauchte unversehens
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Fünf Tore in der ersten Halbzeit, null in der zweiten! Der Algarve Cup scheint ein Turnier der unterschiedlichen Halbzeiten zu werden...
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Irlands Spielführerin Ciara Grant am Ball auf und ihr kraftvoller Schuss aus 20 Metern schlug hinter Torfrau Guobjorg Gunnarsdottir zum 1:3 ins Netz.
In der 31. und 34. Minute boten sich Irland sogar noch Möglichkeiten, das Ergebnis weiter zu verbessern. Zunächst prüfte Niamh Fahey aus 30 Metern die Fähigkeiten von Islands Torfrau, dann setzte Stephanie Curtis den Ball nach einer Ecke aus 6 Metern nur knapp über die Querlatte.
Statt einer Verkürzung des Ergebnisses durch die Irinnen gelang Island sogar noch der Ausbau ihrer Führung. Erneut war es M.L. Vidarsdottir, die mit ihrem dritten Treffer in der 40. Minute den 1:4 Endstand herstellte.
Die zweite Halbzeit bot von beiden Seiten nur noch fußballerische Magerkost ohne sonderliche Höhepunkte. Insbesondere das isländische Trainergespann nutzte die Gelegenheit, möglichst vielen Spielerinnen einen Einsatz zu ermöglichen. Originell hierbei war der Stadionsprecher, der vor den Nachnamen der isländischen Spielerinnen kapitulierte und nur noch die Rückennummern mit dem Vornamen verkündete.
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Irland:
Byrne – da Burca, Tracy, Moran, Boyle – Grant, Fahey, Hughes – O`Brien (77. Murray), O`Gorman (66. O`Toole), Curtis
Island:
Gunnarsdottir (80. Omarsdottir) – O.G. Vidarsdottir (64. Gretarsdottir), Jonsdottir (72. Einarsdottir), G.S. Gunnarsdottir, Gisladottir – Stefansdottir, E.S. Arnadottir, Gardarsdottir, S.B. Gunnarsdottir (68. Larusdottir) – M.L. Vidarsdottir (70. Thorsteinsdottir), Odinsdottir (59. A. Arnadottir)
Tore:
0:1 M.L. Vidarsdottir (7.)
0:2 M.L. Vidarsdottir (12.)
0:3 S.B. Gunnarsdottir (18.)
1:3 Grant (24.)
1:4 M.L. Vidarsdottir (40.)
Karten: keine
Schiedsrichterin: Therese Sagno (Guinea)
Zuschauer: 70 (Lagos)
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