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Algarve-Cup 2008, Platzierungsspiel um Platz 387 Minuten auf der Suche nach dem verlorenen FadenDeutschland - Norwegen 0:2 (0:1) | ||
Text von Jens Wolter17.03.2008 Zum Abschluss des Turniers lieferte die deutsche Mannschaft eine äußerst durchwachsene Leistung ab. Nur das Torgestänge verhinderte, dass Deutschland bereits zur Halbzeitpause deutlich zurücklag. Im Gegensatz zur defensiven Einstellung im letzten Gruppenspiel gegen Schweden versuchte das deutsche Team gegen Norwegen, durch massive Angriffe in den ersten Spielminuten ein schnelles Tor zu erzielen. Hierbei agierten die deutschen Spielerinnen eine Spur zu mannschaftsdienlich: Statt den eigenen Torschuss anzusetzen, suchte man immer die noch besser postierte Mitspielerin zu bedienen, was den Norwegerinnen die Gelegenheit bot, im letzten Moment dazwischen zu gehen. ![]() Auch Melanie Behringer konnte sich nicht entscheidend durchsetzen, hier wird sie von Marita Lund gestört. Im Hintergrund Leni Larsen Kaurin Diese Phase intensiver deutscher Angriffsbemühungen dauerte jedoch kaum drei Minuten, dann war es, als habe jemand den berühmten Schalter umgelegt. Dem deutschen Aufbauspiel fehlten plötzlich Konzentration, Präzision und Zielstrebigkeit und auch die Abwehr schwächelte in mancher Situation. Die Deutschen versuchten zwar, ihren Spielaufbau über One-Touch-Züge wieder herzustellen, produzierten dabei aber eine sehr hohe Fehlerquote, die alle Bemühungen im Sande verlaufen ließ. Viele deutsche Bälle gingen letzten Endes ins Nichts oder landeten direkt beim Gegner. ![]() Isabell Bachor läßt hier Gunhild Følstad zu spät kommen und kommt zur einer Flanke Trotz aller Fehlversuche tauchten die deutschen Spielerinnen dann doch noch zweimal gefährlich vor dem norwegischen Tor auf. In der 22. Minute landete Simone Laudehrs hohe Hereingabe von links bei Kerstin Stegemann, für deren Volleyschuss war jedoch der Winkel etwas zu spitz geworden. Drei Minuten später war es erneut Laudehr, die von links in den norwegischen Strafraum eindrang. Ihr Schuss ins kurze Eck wurde zur Ecke abgelenkt, die aber keine weitere Gefahr bedeutete. Die nächsten dramatischen Szenen spielten sich dann aber im deutschen Strafraum ab. Nach einem Fehlpass von Babett Peter erlief sich eine Norwegerin den Ball und gab einen Schuss auf das deutsche Tor ab, den Nadine Angerer gerade noch abklatschen konnte, bevor Ariane Hingst endgültig zur Ecke klärte. Dieser in der 27. Minute von Ingvild Stensland getretene Eckball kam zu Renate Lingor, deren Abwehrversuch jedoch zu einem |
Der geht vorbei: Erika Skarbø im norwegischen Tor kann durchatmen. Insgesamt hatte sowieso das norwegische Team die besseren Chancen | |
Querschläger an die Latte des eigenen Tores wurde. In der 33. Minute verhinderte erneut das Aluminium die norwegische Führung, als Melissa Wiik aus ca. 18 Metern nur den rechten Pfosten traf. Diese beiden Aktionen rüttelten erheblich am Nervenkostüm der deutschen Abwehr, die sich nun extrem unsicher zeigte und Bälle leichtfertig vertändelte. Die erste Torszene der zweiten Halbzeit gehörte dem deutschen Team. Conny Pohlers gab den Ball in der 47. Minute von links auf Sandra Smisek, deren Schussversuch jedoch abgeblockt wurde und zu Simone Laudehr kam, deren Nachschuss links am Tor vorbeiging. Zwei Minuten später fiel dann die Entscheidung zugunsten Norwegens aus einer Szene, die aus deutscher Sicht sehr unglücklich verlief, aber gerade dadurch symptomatisch für das gesamte Spiel war. Die eingewechselte Siri Nordby versuchte von links eine Flanke, die von Kerstin Stegemann unfreiwillig in die Mitte zur freistehenden Elise Thorsnes verlängert wurde. Diese konnte ungehindert das 2:0 erzielen. Wieder nur zwei Minuten später konnte Angerer gerade noch das 3:0 verhindern, Wiik und Thorsnes kamen nur einen Hauch zu spät. ![]() Conny Pohlers entwischt hier Marita Lund, Sandra Smisek orientiert sich sofort in die Mitte, doch auch dieser deutsche Angriff brachte nichts ein Das deutsche Team war auch in der gesamten zweiten Halbzeit erkennbar um eine Ergebnis- korrektur bemüht, aber wie schon in der ersten Spielhälfte fehlte den Aktionen das entscheidende Quantum Konzentration und Biss, |
um zu wirklich torgefährlichen Szenen zu kommen. Die Zeit lief den Deutschen nun massiv weg und ihr Spiel wollte und wollte nicht gefährlicher werden. Am Schluss musste das deutsche Team sogar noch froh sein, dass ein Pressschlag, den Nadine Angerer und eine Norwegerin an der deutschen Strafraumgrenze in der 92. Minute produzierten, nicht noch zum dritten norwegischen Treffer im leeren deutschen Tor landete. ![]() Renate Lingor traf heute die Latte, allerdings die des eigenen Tores...
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