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Algarve Cup 2007, Finale

Eine glanzlose Partie reicht zum fünften Turniersieg

Dänemark – USA 0:2 (0:1)

Text: Jens Wolter
Fotos: Nora Kruse

16.3.2007   Zwei kurze Phasen druckvollen Offensivspiels zu Beginn jeder Halbzeit reichten den Amerikanerinnen, das Finale für sich zu entscheiden. Dänemark konnte die Partie zwar über weite Strecken offener gestalten, als es von der Papierform her zu erwarten war, vor dem amerikanischen Tor fehlte es jedoch an Durchschlagskraft.

Die Däninnen begannen die Partie sehr defensiv und versammelten ihre Kräfte vor dem eigenen Strafraum, um die erwartete Startoffensive der USA abzufangen. Die US-Ladies nahmen dieses Angebot zur Spieleröffnung gerne an und setzten Dänemark nach einer kurzen Phase des Abtastens stark unter Druck.

Als auffälligste Angreiferin tat sich hierbei die immerhin bereits 35jährige Spielführerin Kristine Lilly hervor, die Dänemarks Abwehr vor immer neue Probleme stellte. Sie war es auch, die nach einem Zuspiel von Abby Wambach in der achten Minute die Reihe der US-Chancen eröffnete und vier Minuten später, nach erneutem Zuspiel von Wambach, durch einen Heber über die herausstürzende Torhüterin Heidi Elgard Johansen hinweg zur 1:0 –Führung vollendete.

Abby Wambach und Julie Rydahl Bukh

Abby Wambach (r.) und Julie Rydahl Bukh im Duell der Stürmerinnen – effektiver war die US-Amerikanerin.

Wiederum nur eine Minute später zwang Lilly die dänische Torfrau mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zur einer Parade, bei der diese den Ball nur knapp über die Latte lenken konnte. In der 16. Minute tauchten die Däninnen das erste Mal vor dem US-Tor auf, aber Hope Solo konnte die Linksflanke von Johanna Rasmussen ohne Mühe abfangen.

Die 18. Minute brachte die nächste Großchance der Amerikanerinnen, als wiederum Lilly mit einem Alleingang auf der linken Flügel bis zur Grundlinie durchstieß und von dort hoch nach innen flankte. Dort stand am langen Pfosten Abby Wambach völlig frei und wäre erkennbar am liebsten im Erdboden versunken, als ihr Kopfball nicht ins Netz, sondern nur an die Werbebande ging. Nach dieser vergebenen Chance verloren die Angriffsbemühungen der USA deutlich an Druck, während sich Dänemark nun mehr nach vorn traute, ohne sich jedoch entscheidend durchsetzen


Cat Whitehill und Maiken With Pape

Hier ist Maiken With Pape (l.) zwar einen Schritt schneller als Cat Whitehill, im entscheidenden Augenblick war es jedoch zumeist andersrum.

zu können. Zweimal noch konnte sich Hope Solo bei dänischen Flanken auszeichnen (22. und 24. Minute) und einmal konnte Johansen einen erneuten Pass von Wambach auf Lilly abfangen (23. Minute), bevor das Spiel für eine knappe Viertelstunde vollkommen verflachte.

Etwas Bemerkenswertes ereignete sich erst wieder in der 37. Minute, als Dänemarks Verteidigerin Mia Olsen nach einem Zusammenprall mit Natasha Kai auf einer Trage zur Behandlung vom Platz geschafft werden mußte. Olsen konnte jedoch sofort weiterspielen und trat sofort wieder in Erscheinung, indem sie nach einem Foul an Abby Wambach die einzige gelbe Karte des Spiels kassierte.

Carli Lloyd

Carli Lloyd (links gegen Maiken With Pape) agierte eher unauffällig, ihr tolles 2:0 machte sie jedoch zur erfolgreichsten Torschützin des Turniers.

Unmittelbar vor dem Seitenwechsel ergaben sich noch zwei Möglichkeiten für die USA, als die dänische Torhüterin im Herauslaufen einen Steilpass auf Kristine Lilly nur knapp ins Aus befördern konnte (43.) und die dänische Abwehr in der 45. Minute nach einem Einwurf von Cat Whitehill den Ball gerade noch vor Carli Lloyd erreichte.

Die erste Szene der zweiten Spielhälfte gehörte Dänemark, aber Maren With Pape kam in der 48. Minute nach einer Linksflanke von Julie Rydahl Bukh gegen Hope Solo zwei Schritte zu spät. Die Entscheidung in dieser Partie fiel in der 51. Spielminute, als Carli Lloyd aus etwa zwanzig Metern Torentfernung einen sehenswerten


Schuss abgab, der von der Lattenunterkante ins dänische Tor ging und der dänischen Torhüterin keine Abwehrchance ließ. Ein dritter amerikanischer Treffer durch die eingewechselte Lindsay Tarpley in der 56. Minute wurde wegen Abseitsstellung nicht gegeben.

Den USA boten sich im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit durch Wambach (57., 58. und 83. Minute), Chalupny (70.) und Hucles (90.) noch weitere Möglichkeiten, ihren Torvorsprung auszubauen, die Aktionen waren jedoch teilweise zu ungenau und nicht mit dem allerletzten Biss durchgeführt. Die dänischen Versuche, das Ergebnis zu verbessern, endeten meist an der Strafraumgrenze. Dänemarks Angreiferinnen wirkten hierbei meist zu langsam und unentschlossen, um die eingespielte Abwehr der Amerikanerinnen wirklich in Verlegenheit zu bringen. Unterm Strich bleibt ein verdienter, aber glanzloser Erfolg der USA zu verzeichnen.


Dänemark:

Johansen – Olsen (81. D. Jensen), Andersen, Falk Hansen (81. M.Jensen), Örntoft – Eggers Nielsen, Larsen (61. Pedersen), Madsen – Rasmussen (71. Kjaer Dimun), Rydahl Bukh, With Pape

USA:

Solo – Mitts, Rampone, Whitehill, Lopez – Osborne (46. Boxx), Lloyd (82. Wagner), Chalupny (85. Hucles) – Wambach, Kai (46. (Tarpley), Lilly

Tore:
0:1 Lilly (12.)
0:2 Lloyd (51.)

Gelbe Karten: Olsen

Schiedsrichterin: Pannipar Kamnueng (Thailand)

Zuschauer: 300


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