Text und Bilder von Martin Kochem 21.3.2006
(Spiel am 15.3.2006) Im Spiel um Platz 5 bekamen es die in der Vorrunde sieg- und torlosen Norwegerinnen mit den unberechenbaren Chinesin- nen zu tun, welche den zweiten Platz in der Gruppe B lediglich aufgrund des unglücklich verloren gegangenen direkten Vergleichs der Equipe Tricolore überlassen mussten.
China hatte im ersten Gruppenspiel den USA ein 0:0 abgetrotzt und kurz vorher sogar das Freundschaftsspiel in Deutschland gewonnen. Norwegen war von vielen Beobachtern in allen drei Gruppenspielen besser als die jeweiligen Gegner gesehen worden und trotzdem mit zweimal 0:0 und einem "last-second-0:1" gegen Deutschland in der Gruppe nur Dritter geworden. So trafen hier also zwei starke Teams aufeinander, die ihren Anhängern wenigstens in ihrem letzten Spiel beim Algarve-Cup noch ein versöhnliches Ende erspielen wollten.
 Wie bei allen anderen Spielen hielt sich das Zuschauerinteresse - trotz freien Eintritts -
auch im schmucken Estadio Municipal zu Albufeira in äußerst bescheidenen Grenzen
Leider neutralisierten sich dann aber beide Teams im Mittelfeld.
Nach einer niveau- und ereignislosen ersten Halbzeit waren es dann endlich die Skandinavierinnen, welche die Initiative ergriffen und sich ein deutliches Übergewicht im Mittelfeld erspielten. Zwar wurden immer wieder zielstrebige Angriffe über die Außenpositionen vorgetragen, doch wie bereits zuvor in den drei Vorrundenspielen war am Strafraum „Schluss“.
So strich beispielsweise eine abgefälschte Rechtsflanke der agilen Blystad Bjerke an Freund und Feind vorbei (53.) und auch Klaveness’ herrlicher Linksdreh- schuß (54.) fand sein Ziel nicht.
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Die Partie war geprägt von Zweikämpfen im Mittelfeld. Hier klären Ji Lie (Nr. 3) und Yue Gue (Nr. 23) mit vereinten Kräften die Situation
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Nachdem weitere Chancen durch Distanzschüsse von Lene Storløkken (59.) sowie wiederum Blystad Bjerke (68.) eine sichere Beute von Wenxia Han geworden waren, hatte die chinesische Torfrau bei einem Kopfball von Maritha Kaufmann (74.) Glück, als dieser nur knapp über die Latte strich.
Besser machte es dann zwei Minuten später Mittelfeldmotor Trine Rønning, welche sich ein Herz nahm und mit einem unhaltbaren 23 m-Knaller in den rechten Winkel die 346minütige Torflaute der Norwegerinnen beendete. Erst nach diesem Tor wachten die an diesem frühen Vormittag buch- stäblich verschlafen wirkenden Frauen aus dem Reich der Mitte auf und bereiteten Norwegens Torfrau Nordby mit einem direkt auf’s Tor gezogenen Eckball (84.) erhebliche Schwierigkeiten.
Die große Chance zum Ausgleich, der, wäre es dann dabei geblieben, ein Elfmeterschießen zur Folge gehabt hätte, vergab drei Minuten später Wen Sun, als diese allein auf das norwegische Tor zulief, doch Nordby sich ihr in Weltklassemanier entgegenwarf. So blieb es am Ende beim alles in allem hochverdienten Erfolg der Norwegerinnen, deren Probleme in der Offensive jedoch bei diesem Turnier offenkundig an den Tag gelegt wurden.
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Aufstellungen:
Norwegen:
Nordby – Stangeland, Kaufmann, Huse, Akerhaugen (84. Følstad) – Stensland (58. Storløkken), Rønning, Lehn (91. Christensen), Kaurin – Blystad Bjerke (75. Hansen), Klaveness
Trainer: Bjarne Berntsen
China:
Wenxia Han – Jie Li, Yali Liu, Wie Pu, Huana Liu – Ying Zhang (78. Fan Yuan), Lili Bai, Lina Pan (60. Mengyu Shi), Na Zhang (60. Xiaoyan Zhao / 83. Wen Sun)– Yue Guo, Duan Han
Trainer: Liangxing Ma
Tor: 1:0 Rønning (76.)
Gelbe Karte: Rønning
Gelb-Rote und rote Karten: keine
SRin: Dagmar Damkova (CZE)
Assistentinnen: Mirosava Migalova (SVK), Isabel Tova (MEX)
Zuschauer: 100
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