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C-Mädchen, Kreisauswahlfinale

Der Titel springt immer hin und her!

Rheinlandmeisterschaft C-Juniorinnen 2008

Text und Bilder von Guido Kölzer

29.08.2008   Die Kreise Rhein/Ahr und Hunsrück Mosel wechseln sich jedes Jahr ab. Vor drei Jahren gewann Hunsrück/Mosel, vor zwei Jahren Rhein/Ahr, letztes Jahr Hunsrück/Mosel und dieses Jahr war der Kreis Rhein/Ahr war wieder dran und hat die Rheinlandmeisterschaft bei den C-Juniorinnen gewonnen, allerdings nur hauchdünn aufgrund des besseren Torverhältnisses.

Am 27.08.2008 fand das Finalturnier um die Rheinlandmeisterschaft der Kreisauswahlen des Fußballverbandes Rheinland statt. Auf den Vorrundenturnieren im Frühsommer hatten sich die Kreise Rhein/Ahr, Hunsrück/Mosel und der Kreis Eifel zum Finalturnier qualifiziert. War es für die Eifel die erste Finalteilnahme, so scheint das Finale für die beiden anderen Kreise zum Dauerabo geworden zu sein. Tauschten sich diese beiden Kreise doch in den letzten Jahren regelmäßig als Rheinlandmeister ab.

Und hier zeigte sich wieder, dass im Bereich der C-Juniorinnen die MSG Werlau aus dem Hunsrück und der SC 07 Bad Neuenahr im Rheinland den Ton angeben. Von den 10 Toren die erzielt wurden, gingen 9 Stück auf das Konto von Spielerinnen dieser beiden Vereine.

Doch Tore waren im vorweg genommenen Endspiel Mangelware. Hunsrück/Mosel und Rhein/Ahr trennten sich torlos 0:0. Viel zu stark war die Abwehr des Hunsrücks von Kreistrainer Peter Bodenbach. Hier war für die Stürmerinnen, meist vom SC 07 Bad Neuenahr, kein durchkommen. Cindy Christ und Anna Vogel (beide MSG Werlau) fischten jeden Angriff ab. Auf der anderen Seite des Platzes kam auch nicht viel an. Durch das starke Mittelfeld von Rhein/Ahr kamen die Spielerinnen des Hunsrückes nicht durch.

Maren Weingarz

Maren Weingarz (weiss) musste gegen Hunsrück/Mosel praktisch nur in der Abwehr spielen. Zu groß war der Respekt vor den Hunsrücker Stürmerinnen. Hier gegen Jaqueline Glass

Die beste Chance hatte noch Jaqueline Glass (MSG Werlau), die aus halbrechter Position im Strafraum knapp links am Tor vorbeizog. Hier wäre es für Elena Bläser vom TV Kruft im Tor schwer geworden, den Ball noch zu erreichen. Das Spiel war ein offener Schlagabtausch, spielte sich jedoch meist 10 Meter vor und hinter dem Mittelkreis ab. Das 0:0 am Ende geht auch aufgrund der gezeigten Leistungen voll in Ordnung. Da jetzt der Gewinner gegen die Eifel spielen musste, folgte gleich im Anschluss ein Elfmeterschießen, um zu klären, wer als nächstes spielt. Dies endete 5:3 für die Mädchen von Hunsrück und


C-Juniorinnen Rhein/Ahr

Die Sieger, Kreis Rhein/Ahr mit Betreuerin Ilona Bläser und Kreistrainer Karl-Peter Stümper

Mosel, nachdem die beiden Bad Neuenahrer Spielerinnen Theresa Laux und Maren Weingarz einmal an der Latte und einmal knapp darüber ihre Chance vergaben.

Im nachhinein betrachtet sollte dies sich jedoch als Vorteil für die Mädchen von Rhein/Ahr herausstellen. Sie hatten jetzt ein Spiel Pause und konnten sich ausruhen. Hunsrück/Mosel musste jetzt gegen Eifel ran. Der vermeintlich schwächste der Finalisten. War es für sie doch schon ein großer Erfolg, diese Finale erstmals überhaupt zu erreichen.

Franziska Becker

Die erste der drei Tor-Vorlagen von Franziska Becker im Spiel Hunsrück/Mosel gegen Eifel, hier zum 1:0 für Hunsrück/Mosel. Kurios: Becker, im Verein bei Bad Neuenahr aktiv, spielte gegen etliche ihrer Vereinskameradinnen. Im Rheinland entscheidet der Wohnort, für welche Kreisauswahl die Juniorinnen spielen, nicht der Verein, und so spielte Becker für Hunsrück/Mosel

Zu Beginn der zweiten Partie merkte man bei Hunsrück/Mosel noch keine Ermüdungserscheinungen. So konnte Jana Dörr (MSG Werlau) nach Vorlage von Franziska Becker zum 1:0 einschießen. Kurz später nutzte Anna Zeimmes aus der Eifel die einzige Unachtsamkeit in der Hunsrückabwehr zum 1:1 Ausgleich. Torhüterin Jana Kaltner konnte sich so lang machen, wie sie wollte, an dem Schuss war nichts zu halten. Nun kam es allerdings zum erwarteten Sturmlauf der Mädchen von Hunsrück/Mosel. In der Folge legte Franziska Becker noch zweimal für Cindy Christ zum 2:1 und für Jaqueline Glass zum 3:1 Endstand auf. Man merkte allerdings in der Schlussphase, dass die Kräfte von Hunsrück/Mosel jetzt deutlich zu Neige gingen. Dies sollte den Mädchen aus der Eifel im folgenden Spiel genauso ergehen.

Das dritte und letzte Spiel bestritten


jetzt Rhein/Ahr gegen Eifel. Hunsrück/Mosel brauchte jetzt die Mithilfe der Eifel, um Meister werden zu können. Bei einem 3:1 von Rhein/Ahr wäre das Elfmeterergebnis von Bedeutung gewesen. Zu Beginn sah es auch recht gut aus für Hunsrück/Mosel, als Lisa Umbach (seit Sommer beim SC 07 Bad Neuenahr, aber in diesem Spiel aufgrund ihres Wohnorts für die Eifel auflaufend) mit einem Gewaltschuss das 0:1 erzielte. Auch die Abwehr der Eifel hielt den permanenten Angriffen von Rebekka Knaak (SC 07 Bad Neuenahr) noch stand.

Doch zu Mitte der Partie rollte eine über die andere Angriffswelle auf den Strafraum der Eifel zu, als bei ihnen die Kräfte nachließen. Hier war es dann Rebekka Knaak, die mit einem Heber den 1:1 Ausgleich erzielte. Immer wieder angetrieben von Theresa Laux und Maren Weingarz fielen die Tore jetzt fast im Minutentakt. So konnte Rebekka Knaak und Maren Weingarz noch je zwei Tore erzielen und somit ein deutliches 5:1 als Endergebnis und gleichzeitig den Finalsieg untermauern.

Tor Rebekka Knaak

Der war drinn. Das 2:1 von Rebekka Knaak im Spiel Rhein/Ahr gegen Eifel. Von jetzt an vielen die Tore im Minutentakt

Über diesen Sieg freute sich besonders Kreistrainer Karl-Peter (Kappi) Stümper. Er scheidet auf eigenen Wunsch aus, um sich besser um die Regionalligamannschaft des SC 07 Bad Neuenahr zu kümmern, die er im letzten Winter als Trainer übernommen hat. Um die Kreisauswahl kümmert sich in Zukunft Hans Werf vom TV Kruft.


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