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B-Juniorinnen-Kreisliga MB01 HamburgMäßiger KantersiegHamburger SV - TSV Uetersen 7:0 (5:0) | ||
Text und Fotos von Fuxi15.3.2007 In Hamburg sind die B-Mädchen des HSV seit Jahren auf der großen Wiese das Maß aller Dinge. So auch in dieser Saison. Nach der Hinrunde führten sie die Tabelle mit weißer Weste an: 10 Siege, kein Unentschieden, keine Niederlage, 99:3 Tore. Kein Wunder, bieten sich doch für Spielerinnen aus Hamburg beim großen Club mit der Raute noch die besten Entwicklungs- möglichkeiten. Dadurch ist der Club am attraktivsten für junge Talente. Noch. Denn die Konkurrenz im Speckgürtel der Metropole wird größer. Allein der TSV Nahe hat sich mehr als ein Dutzend ehemalige Rothosen geholt, die jetzt in der Regionalliga um den Klassenerhalt kämpfen, anstatt in der 2. Bundesliga auf der Bank zu sitzen oder in der Verbandsliga um den Verbleib zu spielen. Denn hier liegt derzeit das größte Problem: Der Sprung nach oben ist riesengroß. Und da setzen dann die Umlandvereine wie Nahe, FFC Oldesloe und Holstein Kiel an. Wer in die Bundesligen will, muss sich präsentieren. So auch an diesem Tag. Das Hinspiel gegen den mit bis dato nur einem Sieg und drei Remis mäßig erfolgreichen Tabellensiebten aus Uetersen hatte der HSV klar und deutlich mit 8:0 gewonnen und hatte auch an diesem Tag nichts anderes vor. Dafür vertraute HSV-Coach Vahlbruch auf ein 3-4-3. Vor Torhüterin Jelena Nogovin stand eine Dreierkette aus der U15-Gesichteten Marigona Agushi, der etwas tiefer gestaffelten Mandy Garbach und Sarah Behnk. Die Mittelfeldraute bestand aus Michelle von Appen links, Joy Grube zentral-defensiv, Karina Schneider rechts und Christina Schmidt hinter den Spitzen. Die hießen Tara Borzi links, Christina Wilcken rechts und Sabrina Müller als Mittelstürmerin. Beim TSV Uetersen regierte ein klassisches System mit drei Abwehrspielerinnen, fünf Akteurinnen im Mittelfeld und zwei Stürmerinnen. Vor Torhüterin Cindy Ahrens verteidigten Jennifer Brown, Jennifer Dreier und A. Schneider. Davor zwei defensive Mittelfeldspielerinnen mit Julia Trabe und Carolin Schreiner. Auf den Außenpositionen Eda Dilgin und Caren Fregutrh, offensiv-zentral Kim Schneider. Im Sturm spielten Alina Rathlau und Nina Brüggemann. Als Schiedsrichter war Michael Nitzschke vom Heimclub HSV angesetzt. Er machte in einem einfachen Spiel keine Fehler. ![]() Gleich mit zwei Gegenspielerinnen (Nr. 3 Dreier, Nr. 5 Baumann) nimmt es Tara Borzi hier auf. Bildbeweis für die technische Überlegenheit des Tabellenführers Der HSV startete wie erwartet stark. Ein flacher Eckball von Behnk wurde zu kurz abgewehrt, aus halblinker Position feuerte von Appen den ersten Schuss ab, der über den Querbalken rauschte (2.). Sie vergab die erste Chance auf das 100. Saisontor des HSV-Nachwuchses. Aber nur zwei Minuten später war es soweit: Wilcken traf aus kurzer Distanz zum 1:0 (4.). Der TSV Uetersen stand von Anfang an unter Dauerdruck, kam nicht mal aus der eigenen Hälfte. So war das 2:0 die logische Folge, wenngleich es nur einem kapitalen Bock der Torhüterin zuzuschreiben war. Agushi schlug das Leder hoch in den Strafraum. Müller wollte mit der Stirn zum Ball, wurde jedoch von ihrer Gegenspielerin mustergültig abgeblockt. Hinter diesem Pärchen sprang der Ball auf, über Ahrens hinweg, die sich böse verschätzt hatte, und ins Tor (6.). Kaum Freude bei der unplanmäßigen Torschützin. Sie wusste wohl, dass es eigentlich ein Eigentor war. Die Reaktion folgte prompt. Aus taktischen Gründen nahm der TSV-Coach A. Schneider vom Feld, und es kam Svenja Baumann. Aber der HSV legte kaum eine Minute später nach. Agushi und Schmidt überbrückten mit einem schnellen Doppelpass das linke Mittelfeld. Agushi schickte dann Borzi links in den Strafraum. Nach deren Steilpass passte Borzi quer, Schmidt stieß durch eine Lücke in der Defensive und schob frei zum 3:0 ein (9.). ![]() Hier kann sich Cindy Ahrens mal beweisen. Diesen Schuss von Michelle von Appen wehrt sie mit einer Hechteinlage ab Bei den Spielerinnen des TSV Uetersen wurden schon Befürchtungen wach, dass sie zweistellig geschlagen werden würden. Zumal der HSV weiter munter stürmte. Eine Flanke von Müller köpfte Borzi schwach auf Ahrens. Dann lenkte die Torhüterin einen Schuss von Borzi nach Vorarbeit von Schmidt zur Ecke. Uetersen reagierte zu langsam, während die Rothosen das Spiel bestimmten und das Tempo so hoch hielten, dass die Gäste kaum hinterher kamen. Ballgewinne wurden vom Tabellenführer schnell realisiert und dann die Spielzüge flott aufgezogen. So auch nach 13 Minuten, als Müller vor dem Strafraum quer passte, Borzi nach links weiterleitete und von Appen direkt aus halblinker Position |
Nach dem Spiel rief HSV-Coach Julius Vahlbruch seine Mannschaft zusammen. Er hatte trotz des 7:0 eine Menge anzusprechen | |
abzog. Ahrens wehrte mit toller Parade ab, der Ball wurde zu kurz geklärt, aber der nachfolgende Heber von Agushi flog Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Das Spiel blieb einseitig. Grubes Flachschuss konnte Ahrens in der 19. Minute im Nachfassen aufnehmen. In der 24. Minute war sie aber dann zum vierten Mal geschlagen: Agushis öffnender Pass auf rechts brachte Wilcken von der Grundlinie flach in den Fünfmeterraum, Ahrens griff am Ball vorbei, und so hatte von Appen keine Mühe, ihn zum 4:0 über die Linie zu drücken. Die Gäste machten es ihnen einfach. Dazu kam die Rotation. Inzwischen war Agushi in den Sturm gewechselt und hatte den Platz zeitweise mit Borzi getauscht. ![]() Das Aufregenste waren in den ersten 30 Minuten die Rückpässe der eigenen Mannschaft. Ansonsten hatte Jelena Rogovin wenig zu tun Uetersens Trainer brachte die letzte Einwechselspielerin herein: Fiegurth ging raus, und es kam Corinna Lentfer direkt im Anschluss an das Tor aufs Feld. Aber wieder der HSV. Agushis Direktschuss aus 17 Metern flog über den Kasten. Dann startete von Appen mit Ball am Fuß auf links durch, passte flach quer und fand dort Karina Schneider, die aber in Bedrängnis nicht ausreichend Druck hinter den Ball bekam, um Ahrens zu überwinden - die Torhüterin lenkte das Leder zur Ecke. Dann aber das erste Lebenszeichen der Gäste-Offensive. Trabe spielte aus der eigenen Hälfte Rathlau an. Die ließ sich von Garbach nicht den Ball abnehmen und brachte zumindest ein Schüsschen zustande, den Nogovin hielt. Eine Minute später sah das schon besser aus. Dilgin gab das Leder flach von links herein, Rathlau reagierte schneller als Garbach und Nogovin und traf nur den Pfosten. Den Abpraller sicherte sich Nogovin im Liegen (29.). Der HSV wechselte jetzt mal selbst. Für Schmidt kam Jennifer Torba, und draußen stand auch schon Jasmin Witt für Borzi bereit. Zuvor aber konterte der HSV über links. von Appen spielte Doppelpass mit Agushi und drang in den Strafraum ein. Dort spielte sie Grube frei, die unbedrängt aus acht Metern zum 5:0 einschießen konnte (31.). ![]() Nachdem sie mit HSV-Verteidigerin Behnk zusammengerasselt ist, blutet Svenja Baumann aus der Lippe. Ab der 61. Minute konnte sie aber wieder mitmachen Dennoch: Die Partie war etwas offener. Sechzig Sekunden nach dem Treffer prüfte Brüggemann Nogovin mit einem Schuss aus 13 Metern. Die letzten Wechsel dieser ersten Hälfte vollzog der Gast aus dem Kreis Pinneberg. Zunächst kam Fiegurth für Brown wieder herein, der folgende Wechsel kurz vor der Pause war dann unfreiwillig: Im Kampf um den Ball, auf den sich alle Blicke richteten, krachten Behnk und Baumann mit den Köpfen zusammen. Baumann zog sich dabei eine Platzwunde an der Lippe zu und musste raus. Für sie kam A. Schneider wieder zurück. Die letzte Möglichkeit hatte Agushi, die nach Eckball von Grube mit ihrem Volley nur Ahrens fand. Der HSV führte verdient mit 5:0. Die Gäste waren eine halbe Stunde lang völlig überfordert gewesen, hatten zu viel Respekt vor den spielerisch und technisch überlegenen Tabellenersten. Wenn der Ball lief, nutzten die Hamburgerinnen ihre Schnelligkeit aus, waren nur im Abschluss manchmal zu zaghaft oder ungeschickt. Nach der ersten Chance aber schienen die TSVerinnen ihre vollen Hosen abgelegt zu haben. Sie brachte Selbstvertrauen, insbesondere aber der Pfostenschuss danach. Der HSV war in dieser Phase etwas nachlässig und ließ diese Chancen zu. In der 2. Hälfte sollte HSV-Ersatzkeeperin Lene Morgenroth Spielpraxis bekommen. Sie kam für Nogovin zwischen die Pfosten. Bei Uetersen kam Brown für Rathlau zurück, und auch hier gab es eine neue Torhüterin. Und die Gäste eröffneten die erste Hälfte. Kim Schneider schickte Brüggemann frei auf das Tor zu, aber die schob das Spielgerät knapp am Ehrentreffer vorbei (49.). Beim HSV kam Birte Jarstorf für die Jubiläumstorschützin Wilcken herein. Das Spiel war eingeschlafen. Der HSV war zwar weiterhin optisch überlegen, tat sich in der sich bildenden Enge vor dem Strafraum mehr als schwer. Sie waren weit aufgerückt, hatten |
die taktische Ordnung aufgegeben und liefen sich immer wieder fest. Sie fanden nicht zurück ins Spiel der ersten 30 Minuten und liefen
so auch immer häufiger in Kontermöglichkeiten Uetersens rein. Nur selten blitzte mal wieder was auf. Der schönste Angriff des Spiels war aber nicht mit einem Treffer gekrönt:
Rechts schickte Karina Schneider Behnk auf die Reise, die gab weiter an den Strafraum zu Borzi. Deren Ablage mit der Hacke nahm Grube auf, doch ihr Schuss landete in den Armen der
Keeperin (56.). Auch Borzi selbst traf nicht, als sie nach von Appens Vorarbeit links vorbei schoss.
![]() So eng ging es in Durchgang zwei häufiger zu. Hier versucht es Sabrina Müller mit einem Volley nach Eckball von rechts, wird aber von zwei Gegenspielerinnen abgeblockt
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