Text und Fotos von Juliane Mintel 14.01.2006
Im Rahmen der Ehrung zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Marie-Curie-Gymnasiums in Hohen Neuendorf, gab es am Mittwoch die 5. Auflage des Girlskicks. Zum ersten Mal nicht im Rhein–Main- Gebiet ausgetragen, war die Veranstaltung, ebenso wie die Vorgänger, ein toller Erfolg.

Vor dem Training müssen erstmal die Leibchen übergestreift werden...
Dem zugrunde lag ein Projekt der „Regionalen Arbeitsgesellschaft Ausländerfragen, Jugend und Schule“, zu dem jede Jahrgangsstufe verschiedene Arbeiten anfertigte und sich insgesamt 78% der Schüler und Lehrer für die Ziele dieses Projektes aussprachen. Um den Preis zu gewinnen, benötigte die Schule noch einen prominenten Paten. Und an dieser Stelle kommt der Fußball ins Spiel. Die Schwester der ehemaligen Nationalmannschaftstrainerin Tina Theune–Meyer ist an dieser Schule eine der Elternsprecherinnen und stellte den Kontakt her. „TTM“ erklärte sich sofort bereit, diese Aktion zu unterstützen und brachte die Idee zum Girlskick ein, von der die Schulleitung begeistert war. Trainerinnen waren dieses Mal das Turbine-Trio um Britta Carlson, Anja Mittag und Jenny Zietz sowie die zur Zeit in Schweden bei QBIK spielende Jennifer Meier.

Abschlussfoto mit Teilnehmerinnen, Patin, Trainerinnen und Organisatoren
Etwa um 10 Uhr wurden die Mädchen der 7. Klassen durch Shary Reeves und die Organisatorin Marion Daube begrüßt, Patin und Trainerinnen wurden vorgestellt. Im Anschluss wurden schnell vier Gruppen gebildet und die Girlskick T–Shirts angezogen.
|
Das Trainerinnen-Quartett: Die Potsdamerinnen Jennifer Zietz, Britta Carlson und Anja Mittag sowie Jennifer Meier von QBIK/Schweden
|
An den vier Stationen hatte jedes Mädchen sichtlich ihren Spaß. Bei Jennifer Meier wurde 4 gegen 4 gespielt, wobei das Team „Angriff“ auf das Tor spielte und die verteidigende Mannschaft den Ball zwischen zwei mal zwei Begrenzungsstangen, die als Tore dienten, unterbringen musste.

Den Teilnehmerinnen wird von Shary Reeves der Ablauf erklärt
Anja förderte demgegenüber das Eins-zu-Eins-Verhalten. Dazu wurden im Abstand von etwa 10 Metern auf jeder Seite zwei Tore durch Hütchen aufgebaut. Je eine Spielerin aus jeder Mannschaft versuchte sich also gegen die andere so durchzusetzen, um die Chance zu haben, ein Tor zu erzielen. Mit dem erfolgreichen Abschluss eines Angriffs durften dann die nächsten beiden ihr Können zeigen.
Weiter ging es bei Britta, die ebenfalls den Zweikampf sowie den Torabschluss trainierte. Die Mädchen der Teams verteilten sich links und rechts neben dem Tor und bekamen die Nummern eins bis vier zugeordnet. Britta selbst stand im Tor, gab den Ball frei und sagte im gleichen Moment laut eine der Ziffern. Beide Spielerinnen mit der entsprechenden Zahl rannten dem Ball hinterher und versuchten nun ihre Gegenspielerin und Britta zu überwinden.
|
Von Jenny Zietz wurden die Mädchen an der vierten Station im Kopfballspiel trainiert. Hier durfte der Ball nicht mit dem Fuß gespielt werden und auch die Hände kamen erst zum Einsatz, wenn der Ball zuvor den Boden berührt hatte. Tore durften allerdings nur mit dem Kopf erzielt werden.
Jede Gruppe hatte an allen vier Stationen 10 Minuten Zeit, um am Ende die meisten Tore geköpft und geschossen zu haben, denn es gab sowohl eine Mannschafts- als auch eine Einzelwertung. Leer ging aber wie immer niemand aus. Alle bekamen Urkunden und Gummibärchen. Natürlich waren auch die Autogramme der Trainerinnen und Patin sehr begehrt und auch hier wurde jeder Wunsch erfüllt.

Moderatorin Shary Reeves und Tina Theune-Meyer packen die Girlskick-Shirts aus
Bis um 13 Uhr durften dann die Mädchen der 8. Klassen mit den Spielerinnen der Nationalmannschaft trainieren. Am Ende der Veranstaltung konnte man nur in glückliche und zufriedene Gesichter schauen. Außerdem verriet eine Sportlehrerin der Schule, dass die Jungen richtig neidisch auf Ihre Klassenkameradinnen waren.
Zur FanSoccer-Startseite
|