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20.November 2011
Text und Fotos von Martin Meier
Durchgezogen: Justine-Marie Rübeling (FCS) und Janine Wiechel (SVH) lassen es krachen! Rübeling musste zwischenzeitlich ausgewechselt werden, kehrte aber später in die Partie zurück.
Die B-Juniorinnen des SV Hohenlimburg 1910 spielten im Kreispokal Endspiel gegen die Auswahl des FC Schwarz-Weiß Silschede ihre physischen Vorteile aus und sicherten sich mit der Routine eines Bezirksligisten verdientermaßen den Titel des Kreises 13. Damit treten die Zehnermädchen die Nachfolge des bisherigen Titelverteidigers FSV Gevelsberg an, der in der Vorschlussrunde in einem dramatischen Halbfinale überraschenderweise mit 1:2 am Kreisligisten aus Silschede gescheitert war.
Eine weitere Sensation zu schaffen, das hatten sich die B-Juniorinnen des FC Silschede vor dem Kreispokalfinale gegen die favorisierten Hohenlimburgerinnen fest vorgenommen und gingen entsprechend motiviert in die Partie. Der Klassenunterschied war in der Anfangsphase nur auf dem Papier vorhanden und es verging einige Zeit, bis sich die Zehnermädchen von Coach Thomas Gebauer zwingende Torchancen herausspielen konnten. Dabei erwiesen sich die vom SVH Regisseurin Maike Ewerdwalbesloh immer wieder steil in die Abwehrschnittstelle gespielten Pässe auf die pfeilschnelle Sina-Marie Kunze als durchaus probates Mittel, die FCS Abwehr das eine oder andere Mal auszuhebeln.
Zählbares sprang im ersten Durchgang allerdings nicht heraus, da entweder die Unterkante der Latte im Weg, oder die blendend aufgelegte Silscheder Keeperin Rebecca Piorreck auf ihrem Posten war. Als Krönung ihrer Glanztaten pflückte sie in der 28. Minute der alleine auf sie zustürmenden Sina-Marie Kunze das Spielgerät vom Fuß und rettete dem von Michael Wagner trainierten Team das 0:0 in die Halbzeit.
Nach dem Pausentee behielten die Hohenlimburgerinnen ihre offensive Ausrichtung bei und wurden in der 46. Minute dafür belohnt. Eine kurzzeitig unaufmerksame FCS Abwehrkette, die einen Pass von Maike Ewerdwalbesloh auf Sina-Marie Kunze nicht verhindern konnte sorgte dafür, dass Letztgenannte das Leder vorbei an der machtlosen Silscheder Torfrau Rebecca Piorreck zur ersehnten 0:1 Führung einschieben konnte.
Wer nun mit einer nachlassenden Silschede Gegenwehr gerechnet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Nun nahm überraschender der Kreisligist aus Silschede das Zepter in die Hand und ließ die Angriffsmaschinerie auf Hochtouren laufen. Nun offenbarten sich vereinzelt Schwachstellen bei den physisch überlegenen Hohenlimburgerinnen und dies sorgte für einige Arbeit bei der in Abschnitt eins fast arbeitslosen Zehner Torhüterin Katharina Schoop. Allen voran die quirlige und immer anspielbare Laura West, sowie die wieselflinke Außenstürmerin Sabrina Höhle bereiteten der SVH Abwehr immer öfter Probleme, doch ein Torerfolg sollte bei den Bemühungen nicht herausspringen.
Auf der anderen Seite bewiesen die Zehnermädchen, warum sie in der Bezirksliga spielen und sorgten in der Schlussminute nach einer klugen Kombination über Sina-Marie Kunze & Pascale Kampczyk und letztenendes Klaudia Banas aus leicht abseitsverdächtiger Position für den 0:2 Endstand und grenzenlosen Jubel bei den Zehnern. Im Silscheder Lager war man im ersten Moment ob der Niederlage natürlich geknickt, doch hatte man mit dem Derbysieg über den FSV Gevelsberg und dem damit verbundenen Finaleinzug das Soll schon mehr als erfüllt.
Trainerstimmen:
Michael Wagner, Trainer FC SW Silschede: „Meine Mannschaft hatte in der ersten Hälfte eine überwiegend defensive Ausrichtung, da der Gegner recht stark agiert hat. In der zweiten Hälfte sind wir offensiv besser aufgetreten, wobei sich herausgestellt hat, dass Hohenlimburg defensiv anfällig ist. Wir hatten unsere Chancen, doch wenn man ehrlich ist und sportlich fair, dann hätten wir uns schon in der ersten Halbzeit über einen Gegentreffer nicht beklagen können. Das Ergebnis von 2:0 ist dem Spielverlauf in der Höhe vielleicht nicht ganz entsprechend und ich bin auch mit einigen Entscheidung des Schiedsrichters nicht ganz einverstanden aber es ist halt wie es ist."
Thomas Gebauer, Trainer SV Hohenlimburg 1910: "Der FC Silschede war der erwartet schwere Gegner. Wir wussten, dass in einem Endspiel alles passieren kann und auch als Bezirksligist ist es nicht so, dass man da locker durchgehen kann. Unser Gegner hat alles reingelegt, hat bis zur letzten Minute gekämpft und uns das Leben so schwer gemacht, wie wir es eigentlich erwartet hatten. Auch wenn das Team über die Spielzeit nicht immer hundertprozentig konzentriert aufgetreten ist, waren wir einen Tick besser und deswegen waren wir über die Zeit gesehen der verdiente Sieger dieses Spiels."
  
Stenogramm:
FC SW Silschede: Piorreck - Diehl (46. Amreich/74. Rübeling), Oberdorf, Höhle, Keppke, West, S. Dresbach, Amreich (25. Rübeling/46. Niederste-Ostholt), Hoffmann, A.-J. Dresbach, Matern
SV Hohenlimburg 1910:
Schoop - Neumann, Gerlach, Körfer, Kampczyk, Kunze, Ewerdwalbesloh, Pelka (27. Heiderich/37. Lindner/62. Lutz), Wiechel, Banas, Baumeister
Tore:
0:1 Sina-Marie Kunze (46.)
0:2 Klaudia Banas (80.)
Gelbe Karten:
Höhle / -
Zuschauer:
ca. 150
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