Leserbrief

Vielen Dank an die Ruhrgebietsclubs

Über das Leben als FanSoccer-Reporter

Von Heinz Günter Sporkel

2.6.2005    Seitdem FanSoccer im Januar am Start gegangen ist, bin ich als rasender Ruhrgebietsreporter unterwegs. Im November kam es zu den ersten Kontakten zu Fansoccer. Überzeugt von der Idee, ein Onlinemagazin aufzubauen, sagte ich zu, für unsere Ruhrgebietsvereine Berichte zu schreiben. Öffentlichkeitsarbeit für den Frauenfußball zu leisten finde ich grundsätzlich positiv. Zum Probelauf konnte ich dann gleich zwei Spielberichte an FanSoccer senden. Einmal vom Spiel FCR Duisburg - VFL Wolfsburg und dann ging es ab nach Essen zum Spiel SG Essen Schönebeck - Turbine Potsdam. Das war schon ein leicht stressiger Tag, weil mich der Routenplaner auch noch durch die Gegend irren ließ.

Mittlerweile sind zwei Spiele an einem Tag kein Problem für mich. Gerne fahre ich nach Essen, Duisburg, Wattenscheid oder auch Lütgendortmund, schaue mir die Spiele der Ruhrgebietsvereine an und setze mich zu Hause noch mal zweieinhalb Stunden an den PC. Das ist zu meinem neuen, schönen Hobby geworden. Sicherlich, meine Frau ist nicht immer begeistert. Ein Blick von ihr in meinen Terminkalender und ich sehe ein leicht angesäuertes Gesicht. Doch gönnt Sie mir die schönen Stunden am Sonntag. Allerdings muss ich jetzt ab nächster Saison als Ausgleich auf die Borussia Dortmund Dauerkarte verzichten. Das ist aber zu verschmerzen.

Heinz Günter Sporkel in voller Aktion beim Spiel Essen-Schönebeck gegen den 1.FFC Frankfurt

Doch nun möchte ich von dieser Stelle auch mal was loswerden. Etwas was mir schon lange am Herzen liegt: Es ist Zeit, mal danke zu sagen.

Danke an FanSoccer. Das Team hat eine sehr gute Idee toll umgesetzt. Man hat die Möglichkeit, seinen Horizont über den Frauenfußball zu erweitern. Dazu kostet es die Leser auch nur einen Klick. Die Spielberichte bei FanSoccer sind sehr informativ und teilweise sogar besser als in den lokalen bzw. sportspezifischen Zeitungen.

Dann gilt mein Dank insbesondere allen vier Ruhrgebietsvereinen:

SG Essen Schönebeck :

Herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt !!!

Vielen Dank Willi (Wißing) – dass Du mir die Berichterstattung so toll ermöglichst. Die SGS war meine erste Anlaufstelle im Frauenfußball. In diesem familiären Umfeld macht das Arbeiten richtig Spaß. Ich freue mich jetzt schon auf die neue Bundesligasaison. Zuzüglich ist jede Mannschaft gerne Gast im Sportpark „Am Hallo“. Denke mal dass es in der neuen Saison keinen Abstiegskrimi für die Schönebecks geben wird. Allerdings ist auch das zweite Jahr immer das Schwerste. Doch der Willi macht das. Dieser Mann lebt für den Frauenfußball. Alleine sein Einsatz hat schon den Klassenerhalt verdient. Dazu noch diese charakterlich hervorragende Mannschaft, die mir aber letzte Saison auch wirklich viele graue Haare einbrachte.

Also meiner SG Essen Schönebeck – Alles Gute für die neue Saison.

FCR Duisburg :

Herzlichen Glückwunsch zur Deutschen Vizemeisterschaft !!!

Beim Spiel in Essen konnte ich auch beim FCR Duisburg vorstellig werden. Ich sehe mir seitdem immer gerne die Spiele des FCR an. Diese Mannschaft hat einen tollen Teamgeist und spielt einen hervorragenden Fußball. Allerdings war für mich das Umfeld am Anfang größer und schwieriger zu erfassen. Dann kam die Trennung von Jürgen Krust. Da hatte ich meinen Plan, beim FCR vorstellig zu werden, erst mal verschoben.
In Essen hatte ich dann jedoch tolle Gespräche mit Gerda Recksing und Ferdi Seidelt. Ihre Versprechungen, mich bei der Arbeit für FanSoccer zu unterstützen, konnte ich sehr gut umsetzen. Der FCR ist ein gut geführter Verein und ich hoffe, dass es auch mit dem neuen Trainer in der nächsten Saison wieder einen torreichen Fußball geben wird.

Vielen Dank - Ich freue mich schon auf die nächste Saison im PCC Stadion.


Bei der SG Essen Schönebeck fand Heinz Günter Sporkel immer Unterstützung: Manager Willi Wissing (links)und Trainer Ralf Agolli(rechts) mit den Spielerinnen Silke Tancyus und Sandra Deilmann (links und rechts)

Bild: Heinz Günter Sporkel

Heinz Günter Sporkels Ansprechpartner beim FCR Duisburg: Gerda Recksing, Leiterin des Spielbetriebs und Vorstandsvorsitzender Ferdi Seidelt

SG Wattenscheid 09:

Ein tolles Umfeld. Hier konnte ich sofort Tritt fassen. Es macht Superspaß im Lohrheidestadion (bzw. Am Espenloh) den 09ladies zuzuschauen. Hier habe ich auch sehr nette Leute kennen gelernt. Da mein Weg nicht allzu weit ist, schaue ich dann ab und an mal beim Training der Frauen zu. Mein besonderer Dank gilt hier Tanja Schulte. Sie hat mir die Möglichkeiten gegeben problemlos zu arbeiten. Auch mein erstes Interview werde ich daher nie vergessen. An dieser Stelle lade ich die SGW09 Trainerin zu einem Essen in der Stammpizzeria des Clubs ein.

Noch einen Dank an meinen Wattenscheid Fotografen Andreas Krahforst. Er nimmt mir bei Wattenscheid 09 Spielen die Fotoarbeiten ab und begleitet mich auch bei den Interviews. Interviews sind sowieso immer ein Highlight für mich. Bin auch immer sehr nervös vor einem Gespräch. Oft kommt es vor, dass ich meine Fragen innerhalb von 48 Stunden vor dem Interview noch mal überarbeite.

Für die neue Saison wünsche ich alles Gute — denke mal es wird eine bessere Platzierung im nächsten Jahr als Ihr alle erwartet.

Tanja Schulte, Trainerin von Wattenscheid 09, war Heinz Günter Sporkels erste Interviewpartnerin

Bild: Andreas Krahforst

SG Lütgendortmund:

Lüdo habe ich zweimal gesehen. Bei meinem ersten Heimspielbericht gegen TSV Jahn Calden bekam ich nach meiner telefonischen Anmeldung auch tolle Unterstützung. Herr Rolf Heinbach ist ein sehr netter Mensch. Auch die Platzanlage „im Rauhen Holz“ ist ein kleines Schmuckkästchen. Den Klassenerhalt hat der Verein geschafft und ich wünsche auch für die neue Saison alles Gute. Die SGL hat das Potential am Ende der Saison einen besseren Tabellenplatz anzusteuern.

Auch hier vielen Dank nach Lütgendortmund.

Ich finde es klasse, dass mich alle vier Vereine so toll bei der Arbeit als „FanSoccer – Reporter“ unterstützen. Die Spielaufstellungen schon im voraus zu bekommen, an den Pressekonferenzen teilzunehmen und viele andere Dinge machen eine Berichterstattung wesentlich leichter.

Doch auch meiner Familie gehört mein Dank. Frau, Sohn und Tochter sage ich auch mal danke,


dass Ihr viele Sonntage auf den Ehemann und Papa verzichtet. Auch mal auf das Fluchen wenn am PC was nicht so läuft lächelnd hinwegseht.

Doch es gibt manchmal für mich leider auch unbefriedigende Situationen. Der Spielplan des DFB lässt manchmal Spielüber- schneidungen zu. So haben natürlich für FanSoccer Berichte der ersten Bundesliga Priorität. Ich bitte deshalb um Entschuldigung, wenn ich nicht immer einen Bericht vom Heimspiel schreiben kann. Auch mir tut das in der Seele weh - da Ihr mir alle so Top unter die Arme greift !!!

Rolf Heinbach von der SG Lütgendortmund

In der Sommerpause werde ich auch für FanSoccer aktiv sein. Es gibt von allen vier Ruhrgebietsclubs eine Saisonvorschau. Vorher ist ein Interview mit einer Bundesligaspielerin vom FCR Duisburg fixiert. Hier handelt es sich gleichzeitig um meine Lieblingsspielerin beim FCR, lasst euch überraschen, wer es ist. Es wird Berichte von den Trainingslehrgängen der U19 und U21 Nationalmannschaft geben.

Es kommt dann noch zu einem „persönlichen Highlight“. So werde ich selber mal die Damen der SG Essen Schönebeck testen können. Ordner/Helfer gegen das Frauen Bundesligateam. Charline Hartmann hat mir schon einen speziellen Kreiselkompass versprochen. Das wird einen tollen Bericht für Euch und einen schmerzhaften Muskelkater für mich geben. Doch das wird in Kauf genommen. Auf diesen Spaß freue ich mich schon sehr. Also die Sommerpause wird vom Ruhrgebiet aus nicht langweilig werden.

Ich wünsche allen Spielerinnen einen schönen Urlaub, allen Spielerinnen die “international“ unterwegs sind, viel Erfolg, und kommt alle gesund wieder zu euren Vereinen zurück.

In diesem Sinne
Alles Gute
Heinz Günter Sporkel


Lieber Heinz Günter,

Das mit dem Bedanken kann natürlich keine einseitige Sache bleiben. Auch die FanSoccer- Redaktion hat allen Grund, sich ganz herzlich bei dir zu bedanken. Wir freuen uns sehr, dass man aus deinem Brief sehr schön sehen kann, wie bereichernd und für alle Seiten positiv es sein kann, wenn Menschen einfach aus Spaß und gutem Willen heraus etwas für eine gute Sache machen. Der Frauenfußball ist so eine gute Sache, einfach weil da ganz viel positive Energie für die gesamte Gesellschaft aufgebaut wird. Frauenfußball ist wirklich die schönste Nebensache der Welt und hat deine, unsere, und die Unterstützung noch möglichst vieler anderer Menschen einfach verdient! Deshalb, vielen Dank, Heinz Günter, weiter so!

Herzliche Grüße

Tom Schlimme für die FanSoccer-Redaktion


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