Text und Fotos von Martin Kochem 18.7.2006
Zum Auftakt der in diesem Jahr in der Region rund um Stavanger stattfindenden "inoffiziellen U 21-Europameisterschaft" erackerte sich die von Helmut Horsch trainierte deutsche Auswahl ein hart erkämpftes, wenngleich am Ende verdientes 2:0 über Schweden. In einer weitgehend ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die Bundesadlerträgerinnen zwar zunächst optisch mehr vom Spiel, jedoch reichte es gegen die kompakt im gewohnten 4-4-2 System formierten Skandinavierinnen lediglich zu 3 Minichancen.
 Simone Laudehr brachte die deutsche Mannschaft auf die Siegerstraße.
Nachdem eine Hereingabe Jennifer Osters keinen Abnehmer gefunden hatte (11.), konnte Schwedens Torfrau Carola Söberg nur vier Minuten später einen Distanzkracher von Melanie Behringer gerade noch so zur Ecke abwehren. Weitere Gelegenheiten besaßen Shelley Thompson, welche nach einem zu kurzen Rückpass von Johanna Frick dazwischenfunkte, zusammen mit dem Ball aber anschließend ins Aus lief (32.), sowie Jennifer Zietz mit einem knapp am Gehäuse vorbeizischenden Distanzschuss (35.). Die Dreikroners wachten erst kurz vor dem Pausenpfiff auf und hätten sowohl nach Direktabnahme von Maria Nordbrandt (42.) als auch nach Kopfballversuch von Emma Wilhelmsson (43.) durchaus ebenfalls in Führung gehen können.
 Die Entscheidung - Lydia Neumann versenkt das Leder zum 2:0 im gegnerischen Netz
Nach der Pause gehörten der nun immer stärker werdenden Isabell Bachor die ersten beiden Gelegenheiten, doch scheiterte die Neuenahrerin nach herrlichem Alleingang (46.) bzw. nach einem Heber (50.) nur knapp.
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Saskia Bartusiak (l.), Lena Goeßling (hinten verdeckt), Melanie Behringer (2.v.r.) und Jennifer Zietz (r.) bejubeln den Führungstreffer von und mit Simone Laudehr (Nr. 6)
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Nachdem Maria Nordbrandt einen von Simone Laudehr aus dem Hinterhalt abgefeuerten Schuss gerade noch so von der Linie kratzen konnte (62.), war es dann nach 67 Minuten endlich soweit: einen zu kurzen Rückpass von Anna Paulson konnte sich die Duisburgerin locker erlaufen und die Kugel unter Torfrau Söberg hindurch zur deutschen Führung versenken.

Anna Paulson (Umea IK, l.) im Zweikampf mit Saskia Bartusiak. Hinten Lena Goeßling.
Die Schwedinnen, welche nach dem Rückstand zwangsweise ihre Defensivhaltung aufgeben mussten, kamen lediglich noch zu zwei Torgelegenheiten, doch ein Flatterball von Linda Forsberg (80.) wurde ebenso zur sicheren Beute der souveränen Uschi Holl im Tor wie ein gefährlicher Kopfballaufsetzer von Madelaine Edlund aus kurzer Distanz (90.).
Im Gegenzug bewies sodann die eingewechselte Lydia Neumann mal wieder ihre Jokerqualitäten und sicherte mit ihrem Treffer in der Nachspielzeit den hart erkämpften, jedoch insgesamt verdienten deutschen Sieg.
Zufrieden zeigte sich nach Abpfiff auch Coach Helmut Horsch:
"Wir haben die ersten 35 Minuten guten Druck entwickelt, konnten jedoch leider das Tor nicht machen. Man muss berücksichtigen, dass die Mannschaft jetzt seit zwei
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Monaten bzw. das Mittelfeld zum ersten Mal in dieser Formation zusammen gespielt hat. Sicherlich muss und kann noch verbessert werden, den zielsicheren Pass zu spielen sowie das Spiel schneller zu verlagern, dennoch stand das Spiel auf insgesamt hohem Niveau. Mit der neuen Abwehrformation rund um Annike Krahn und Anne van Bonn war ich insgesamt sehr zufrieden. Schweden hat ein sehr kompaktes Team, war schwer zu bespielen und hat uns alles abverlangt. Insgesamt war es aber ein verdienter Arbeitsieg."
Statistik:
Deutschland:
Holl - Haye, Krahn, van Bonn, Zietz - Bartusiak, Behringer - Bachor (83. Kothe), Laudehr, Oster (71. Neumann), Thompson (66. Goeßling) Trainer: Helmut Horsch

Zufriedene Gesichter nach dem Auftaktsieg: Coach Helmut Horsch (l.) und Torwarttrainerin Silke Rottenberg.
Schweden:
Söberg - Frisk, Paulson, Wilhelmsson, Näfver - Bodén (70. Jonsson), Andersson, Forsberg, Karlsson - Edlund, Nordbrandt Trainerin: Marika Domanski Lyfors
Tore:
1:0 Laudehr (67.)
2:0 Neumann (90.+1)
Karten: -
Schiedsrichterin: Marianne Svendsen (Dänemark)
Zuschauer: ca. 100
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