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U21 Nordic-Cup 2006 in Norwegen

Doppelschlag stellte Weichen auf Sieg

Deutschland - Finnland 3:0 (2:0)

Text und Fotos von Martin Kochem

18.7.2006   Mit einem hochverdienten 3:0 (2:0)-Erfolg über die chancenlosen Finninnen sicherte sich das DFB-Team nach dem zweiten Gruppenspiel die alleinige Tabellenführung und besitzt nun allerbeste Chancen, endlich mal wieder ein Nordic-Cup-Finale zu erreichen.

Jennifer Oster

Solide Partie auf Rechtsaussen: Jennifer Oster

Zwar erarbeitete sich die DFB-Elf von Beginn an eine drückende optische Überlegenheit, musste sich allerdings bis kurz vor der Halbzeitpause in Geduld üben, ehe mit der Bann gebrochen war. Nach schöner Vorarbeit von Jennifer Zietz war Shelley Thompson in Minute 37 zur Stelle und liess der finnischen Torfrau mit einem platzierten Flachschuss aus 8 m Torentfernung keine Abwehrchance. Nur 2 Minuten spater sorgte die erneut emsige Isabell Bachor für die Vorentscheidung, als diese sich am Strafraumeck den Ball zurückerobern und zum 2:0 einballern konnte..

Isabell Bachor

Traf zum 2:0 : Isabell Bachor

Diese beiden Tore liessen das deutsche Selbstbewusstsein selbstredend in die Höhe schnellen und weitere hochkaratige Chancen folgen. Dabei hatten jedoch sowohl Bachor (50.) als auch Thompson (55.) mehr als Pech, als deren Versuche jeweils vom Innenpfosten wieder ins Feld zurück sprangen


Miia Niemi

Hochbetrieb im finnischen Strafraum- hier kann Miia Niemi (Nr. 8) gerade noch klaren

Nachdem Maria Nordbrandt einen von Simone Laudehr aus dem Hinterhalt abgefeuerten Schuss gerade noch so von der Linie kratzen konnte (62.), war es dann nach 67 Minuten endlich soweit: einen zu kurzen Rückpass von Anna Paulson konnte sich die Duisburgerin locker erlaufen und die Kugel unter Torfrau Söberg hindurch zur deutschen Führung versenken.

Isabell Bachor

Torfrau Minna Meriliuoto greift sich die Kugel

Die Finninnen, welche die für Uschi Holl ins Tor gerückte Tessa Rinkes nicht ein einziges Mal ernsthaft zu prüfen vermochten, ergaben sich mehr oder weniger ihrem Schicksal und waren in der Folgezeit lediglich auf Schadensbegrenzung aus. Dieses gelang ihnen auch einigermassen, denn bis auf einen herrlichen Kopfballtreffer des Edeljokers Lydia Neumann nach Flanke von Mirja Kothe liessen die Skandinavierinnen nicht mehr zu.

Auch Trainer Helmut Horsch registrierte gegenüber dem ersten Match weitere Fortschritte:
"Die Mannschaft findet sich immer besser. Durch die beiden Tore ist natürlich unser Selbstbewusstsein enorm gestiegen, besonders für Shelley und Isi freut es mich, dass beide endlich mal wieder getroffen haben.


Die Finninnen haben aber auch gar nichts für das Spiel getan und waren nur auf Zerstören aus. Wir gehen mit einem guten Gefühl ins abschliessende Match gegen die Englanderinnen und wollen natürlich ins Finale - das war auch vor dem Turnier unser Ziel."

Statistik:

Deutschland: Rinkes - Haye (73. Schröder), Krahn, van Bonn (81. Schmidt), Zietz - Bartusiak, Behringer - Bachor, Laudehr (81. Kothe), Oster (46. Neumann), Thompson (58. Goeßling).

Team Deutschland

Das deutsche Team vor Spielbeginn

Finnland: Meriliuoto - Vaelma, Heinaejoki, Hakala (73. Savolainen), Saaranen (46. Hietanen) - Kaerpijoki (81. Ruotsalainen), Niemi, Sjølund (90. Ranta), Nokso-Koivisto (87. Kivekås) - Vartiainen, Tjeder (79. Laine).

Tore:
1:0 Thompson (37.)
2:0 Bachor (39.)
3:0 Neumann (85.)

Karten: -

Schiedsrichterin: Monica Larsen (NOR)

Zuschauer: ca. 50


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