U20 Weltmeisterschaft 2010, Gruppe A„Matchwinner” Marina MakanzaCosta Rica – Frankreich 0:2 ( 0:0) | ||
Text von Karin Reuter 18.07.2010 Nachdem Gruppenaußenseiter Costa Rica das Eröffnungsspiel gegen Deutschland mit 4:2 verloren hatte, ging es heute für die Mittelamerikanerinnen gegen Frankreich schon fast um Alles oder Nichts. Aber auch die Französinnen mussten nach ihrem Unentschieden gegen Kolumbien gewinnen, um nicht in eine äußerst unkomfortable Position für den letzten Gruppenspieltag zu geraten. Letztlich behielt dann das etabliertere Team aus Frankreich die Oberhand. Costa Rica in der Anfangsaufstellung, im Vergleich zum Deutschland-Spiel, unverändert. Allerdings waren 5 Spielerinnen der Costa-Ricanerinnen mit gelb vorbelastet. Anders die Französinnen: Trainer Jean Michel Degrange stellte seine "Le Bleuettes" nach dem schwachen Auftritt gegen Kolumbien total um und brachte insgesamt acht (!!!) neue Spielerinnen. ![]() Anspannung vor dem Spiel, für beide Teams ging es um sehr viel Die Costa-Ricanerinnen störten sehr früh und setzten gut nach. Bereits in der ersten Minute hieß es: Freistoß für Costa Rica! Aber Spielführerin Katherine Alvadaro verpatzte diese Chance durch Ungenauigkeit. Überhaupt war Costa Rica die spielbestimmende Mannschaft in Halbzeit eins, aber meist fehlte es an der letzten Konsequenz. ![]() Oftmals einen Schritt voraus: Raquel Vasquez gegen Adeline Rousseau Die erste Chance für die Französinnen gab es in der neunten Minute, als Camille Catala auf Pauline Crammer abspielte, welche dann völlig frei den Ball vorbei köpfte. Der anschließende Nachschuss von Kelly Gadea ging knapp am Tor vorbei. ![]() Lätitia Philipe muss sich ganz schön lang machen, um den Ball vor Carolina Venegas zu fangen Es war zum Haare raufen! Costa Rica wesentlich besser, schaffte es aber nicht, das so wichtige Tor zu erzielen. In der 29. Minute hätte das Team von Trainer Randall Chacon aber in Führung gehen müssen: ein völlig verunglückter Querpass von Frankreichs Abwehrspielerin Adeline Rousseau landete genau vor den Füßen von Ana Aguilar. Doch diese brachte das Kunststück fertig, völlig unbedrängt, das Leder aus zwölf Metern über den Querbalken zu schießen. Dann war wieder Frankreich am Zug. Catala setzte einen wuchtigen Schuss an die Latte - doch von dort sprang der Ball zurück |
Die Entscheidung: Marina Makanza, die auch schon das erste Tor erzielt hatte, macht mit dem 0:2 für Frankreich alles klar | |
und kam knapp vor der Linie wieder auf. Das war Glück für Costa Rica! Kurze Zeit später versuchte Crammer von links auf das gegnerische Tor zu schießen. Costa Ricas Torhüterin Priscilla Tapia hatte zwar leichte Schwierigkeiten, konnte den Ball aber letztendlich fangen. ![]() Über weite Strecken waren die Spielerinnen aus Costa Rica auch im Luftkampf spielbestimmend Nach der Pause kamen die Mittelamerikanerinnen unverändert aus der Kabine, während Frankreich gleich zwei neue Spielerinnen brachte und somit den Sturm verstärkte. Diese Veränderung spiegelte sich sofort im Spiel der Französinnen wieder. Nach einem schwachen Abstoß von Costa Ricas Torfrau Tapia schnappte sich Crammer den Ball im Strafraum und spielte weiter auf Catala. Doch diese wurde im letzten Augenblick am Torschuss gehindert. In der 54. Minute Schrecksekunde für Frankreich! Ein von Torfrau Phillippe gespielter Abschlag auf La Villa wird unverständlicherweise auf die Torhüterin zurückgespielt. Costa Ricas Aguilar ist hellwach, erobert den Ball und wird im Strafraum von der französischen Keeperin gefault. K. Alvarado (konnte bereits im Spiel gegen Deutschland einen Strafstoss verwandeln) tritt zum Elfmeter an. Doch Frankreichs Torfrau macht ihren Fehler wieder gut und pariert den links oben platzierten Ball tadellos - es blieb weiter beim 0:0. ![]() Yocxelin Rodriguez behauptet hier den Ball gegen Aude Moreau Frankreich verstärkte nun den Druck und brachte in der 61. Minute Stürmerin Marina Makanza von Saint-Étienne. Mit dieser Auswechslung schien der Trainer ein besonders glückliches Händchen gehabt zu haben; denn bereits kurz danach eroberte sich die schnelle Spielerin den Ball, ließ zwei |
Gegenspielerinnen einfach stehen und platzierte den Ball gekonnt zum viel umjubelten 1:0 ins lange Eck. ![]() Großer Torjubel bei Marina Makanza und Pauline Crammer Doch damit nicht genug! Kurz vor Spielende setzte sich Makanza nochmals ins Rampenlicht, als sie wiederum drei Costa-Ricanerinnen davon lief und nach einem tollen Solo für den Endstand zum 2:0 sorgte. Die Mittelamerikanerinnen waren nicht nur am Ende ihrer Kräfte, sondern auch maßlos enttäuscht; denn trotz hochkarätiger Chancen hatten sie es nicht geschafft das Spiel für sich zu entscheiden. Frankreich unterdes konnte sich bei ihrer „Starstürmerin” bedanken. ![]() Freud und Leid nach Spielende: Costa Rica wird trotz guter Leistungen nach der Vorrunde ausscheiden, Frankreich steht schon mit einem Bein im Viertelfinale Im nächsten Spiel muss Frankreich nun gegen Deutschland antreten. Ob Deutschland die Revanche gelingt? Denn vor knapp 6 Wochen verlor man im Halbfinale der U19 EM 3:5 nach Elfmeterschiessen gegen eben jene Französinnen.
Costa Rica:
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