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Text von Sascha Pfeiler
Last but not least möchten wir euch auch die Gruppe D vorstellen. Die Fronten scheinen klar zu sein, in den US Girls sehen wohl alle die Favoriten in dieser Gruppe und um Platz 2 darf sich munter gestritten werden. Doch könnte es tatsächlich auch die eine oder andere Überraschung geben, aber lest selbst:
USA: Nicht nur der Favorit auf den Gruppensieg in Gruppe D, sicher auch heißester Kandidat auf den WM-Titel ist das Team aus den USA. Zweimal bereits konnten die US-Girls den Titel gewinnen, zuletzt 2008 in Chile. Das CONCACAF-Qualifikationsturnier zur WM in Guatemala haben sie erwartungsgemäß souverän gewonnen, durch die Gruppenphase spielten sie sich ohne Punktverlust und mit 12:1 Toren locker in die Finalrunde, bei der im Halbfinale der deutsche Gruppengegner Costa Rica mit 2:1 und im Finale Mexiko mit 1:0 bezwungen wurde. Trainerin Jillian Ellis sieht die Aufgabe in Deutschland nicht als Titelverteidigung an, sie betont immer wieder, einen neuen Titel gewinnen zu wollen. Topstürmerin und Kapitän Sydney Leroux steht besonders im Fokus, sie ist unumstritten der Star im US-Team. Beim Titelgewinn vor 2 Jahren in Chile wurde sie mit 5 Treffern beste Torschützin und auch zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Im Qualifikationsturnier wurde Leroux ebenfalls Torschützenkönigin. Man darf also gespannt sein, wie sich das Team der USA in Deutschland präsentieren wird, bei allen bisherigen Teilnahmen an WM-Endrunden erreichten sie mindestens das Halbfinale. (Bild: Tom Schlimme)
Ghana: "Wir werden in Deutschland einen bleibenden Eindruck hinterlassen", so Ghanas Trainer James Dadzie. Selbstbewusstsein und Glaube ist die große Stärke des jungen Teams aus Westafrika. Sie sind U20 WM-Neuling und die große Unbekannte in Gruppe D. Eine beeindruckende Qualifikation haben die "Black Princesses" auf jeden Fall gespielt, denn alle 4 Spiele gegen Tunesien und Kongo (jeweils Hin- und Rückspiel) wurden gewonnen, Torverhältnis 8:0! Und mit diesem Selbstvertrauen möchte das junge Team mit dem Topsturm Florence Dadson und Faizer Ibrahim bei der WM in Deutschland für die ein oder andere Überraschung sorgen. Kampflos möchten sich die "Black Princesses" laut Trainer Dadzie auf gar keinen Fall ergeben. Respekt habe man vor den Gruppengegnern zwar, aber mit der richtigen mentalen und körperlichen Vorbereitung könne man jeden Gegner schlagen. (Bild: Ghana Football Assotiation)
Schweiz: Zum zweiten Mal ist der Schweizer U20 Nachwuchs bei der WM dabei. Die Eidgenossinnen haben einen enormen Schritt nach vorne im Frauenfußball gemacht und möchten sich nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren in der Weltspitze festsetzen. Große Hoffnungsträgerin des Schweizer Teams ist wohl Starstürmerin Ramona Bachmann, die mit 19 Jahren bereits zur Weltklasse gehört und in der amerikanischen Profiliga spielt. Auch wenn Bachmann beim letzten WM-Test gegen das Team aus Neuseeland (2:2) nicht dabei war, wird sie rechtzeitig zum ersten Spiel der Schweizerinnen gegen Südkorea dabei sein. Mit dabei werden auch die aus der Bundesliga bekannten Spielerinnen Danique Stein, die ab der kommenden Saison die Abwehr vom SV 07 Bad Neuenahr verstärken wird, und HSV-Stürmerin Ana Crnogorcevic. Von der Schweizer U20 Nationalmannschaft ist bei dieser WM auf jeden Fall einiges mehr zu erwarten, als bei der letzten Teilnahme 2006 in Russland, als sie mit 3 teilweise haushohen Niederlagen sang- und klanglos in der Vorrunde ausschieden. (auf dem Bild: Ramona Bachmann / Fotograf: René Schenk)
Südkorea: Trotz des beeindruckenden zweiten Platzes beim Qualifikationsturnier des asiatischen Verbandes AFC in 2009 werden der U20 Nationalmannschaft aus Südkorea in Gruppe D nur Außenseiterchancen eingeräumt, nur wenige Mutige schieben den "Asien Tigers" eine Geheimfavoritenrolle zu. Der koreainterne Wettstreit mit den Nordkoreanerinnen aus Gruppe B bietet eine besondere Motivation; frühestens im Halbfinale könnte man sich gegenüberstehen. Am 02. Juni diesen Jahres konnte sich die deutsche U20 Auswahl in einem Vorbereitungsspiel gegen die "Tigerinnen" beweisen und mit 3:0 durchsetzen. Die Asiatinnen haben zwar eine durchaus gute Leistung gezeigt, konnten sich aber letztlich gegen das deutsche Team keine gefährlichen Torchancen erarbeiten, womit das Problem der Südkoreanerinnen klar wird - die Offensive. Trainer Choi In-chul wird den Kader für die WM-Endrunde im Vergleich zum Testspiel wohl noch um einige Spielerinnen aus der aktuellen A-Nationalmannschaft verstärken. Wirklich einschätzen können wird man Südkoreas U20 Auswahl wohl erst nach dem ersten Gruppenspiel am 14. Juli gegen sie Schweiz. (Bild: Cho Jun-Hee)
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