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U19-Nationalmannschaft

Erfolgreicher Saisonabschluss

Deutschland : Schweden 2:0 (1:0)

Von Nora Kruse

03.11.2006

Die U19-Nationalmannschaft kann mit einem Sieg in die Winterpause gehen. Die Elf von Bundestrainerin Maren Meinert besiegte die Schwedinnen im ersten und einzigen Heimspiel des Jahres mit 2:0.

Bereits in der zehnten Minute hätte die deutsche Mannschaft in Führung gehen können. Nach einer Flanke konnte Nina Fellbrandt im schwedischen Tor den Kopfball von Stephanie Goddard nur wegfausten, der Nachschuss von Maxine Mittendorf aus aussichtsreicher Position wurde von der gegnerischen Abwehr abgeblockt. Diese Chance war für längere Zeit die einzige auf deutscher Seite. Stattdessen trumpften die Schwedinnen im Kamener Jahnstadion auf. Die Gäste präsentierten sich flink und quirlig und schalteten beim Ballgewinn direkt auf Angriff um. Das Mittelfeld wurde schnell überbrückt und die deutsche Abwehr musste gelegentlich staunend hinterher schauen. „In der ersten Halbzeit hatten wir große Probleme in der Defensive und haben zu viele Chancen zugelassen“, so die Bundestrainerin. Zwischen der 12. und 18. Minute kombinierten sich die Gäste gleich dreimal erfolgreich vor das deutsche Tor – aber jedes Mal vergab Stürmerin Rebecca Jonsson. Zunächst kam sie nach einem Fehler der deutschen Hintermannschaft auf halbrechter Position frei zum Schuss. Resultat: der Ball flog in die Wolken. Beim zweiten Versuch tauchte sie wieder alleine vor Debütantin Jana Burmeister im deutschen Tor auf, diesmal scheiterte Jonsson an der Torhüterin. Da aller guten Dinge drei sind, gab die Schwedin nicht auf, eine Minute später war sie wieder da – und der Ball wieder vorbei. Diesmal war es auf der linken Seite knapp.

Jana Burmeister

Jana Burmeister hielt in ihrem ersten Länderspiel den Sieg fest.

Foto: Nora Kruse

Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft: Nach einem Gemenge vor dem schwedischen Tor kam Susanne Hartel in der 24. Minute zum Schuss und verwandelte ins lange Eck. „Die Führung war glücklich, aber nach 25 Minuten haben wir uns zusammengerissen“, kommentierte Maren Meinert, die vor allem betonte, dass ihre Mannschaft zum ersten Mal in dieser Formation


Petra Larsson, Francesca Weber

Rebecca Jonsson (r.) spielte die deutsche Abwehr in der ersten Hälfte in Grund und Boden - in der zweiten saß sie auf der Bank.

Foto: Nora Kruse

auf dem Feld stand und zehn Spielerinnen ersetzen musste. Und tatsächlich kam Deutschland besser ins Spiel.

Susanne Hartel (Mitte) wies mit ihrem Treffer den Weg: danach ging es für Deutschland aufwärts.

Foto: Volker Lieberum

Maren Meinert musste in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden haben, denn ihre Mannschaft kam spritziger und flotter aus der Kabine. Schon in der 46. Minute machte sie mit einem Pfostenschuss klar, dass sie nun das Kommando auf dem Platz hatte. Nur etwa sechs Minuten später spielte Goddard Petronella Ekroth aus und stand alleine vor Anna Wahlström, die für Fellbrandt eingewechselt worden war. Goddard versuchte, Wahlström mit einem Heber zu überlisten, der jedoch das Tor um wenige Zentimeter verfehlte. Zwei Torchancen nach sieben Minuten machten auch schon das Problem deutlich, welches die deutsche Mannschaft in der zweiten Hälfte begleitete: die schlechte Chancenauswertung. „Inkonsequent im Strafraum“ sei die Mannschaft laut Meinert gewesen, denn bis zur Strafraumgrenze habe sie sich immer wieder toll durchspielen können. Das zeigte auch Susanne Hartel, die immer wieder über die rechte Seite kam, aber auch immer wieder scheiterte.
Deutschland musste bei aller Überlegenheit wachsam bleiben, da Fehler schnell ausgenutzt wurden und Schweden auf Konter setzte. Wirklich in Gefahr konnten sie die


Deutschen dennoch nicht mehr bringen, wie auch Gäste-Trainer Calle Barrling eingestand. „Deutschland war gut organisiert und die Abwehr stand“, so Barrling über die deutsche Mannschaft, die sich als der erwartet harte Gegner gezeigt habe. Auch wegen mangelnder Fitness habe sein Team zum Ende nicht mehr richtig mithalten können. „Für uns ist es im November immer schwer. Die Saison in Schweden ist zu Ende und die Spielerinnen sind müde.“ In der 58. Minute hätte es dennoch fast den Ausgleich gegeben, da Louisa Fors aus halblinker Position an der Strafraumgrenze frei zum Schuss kam. Zwischen ihr und dem Ausgleich stand jedoch erneut Burmeister, die die Führung festhielt.
Die Führung ausbauen konnte der Europameister schließlich in der 75. Minute. Nach einer Ecke von Nathalie Bock köpfte Carolin Schiewe zum verdienten 2:0-Endstand ein.

Aufstellungen

Deutschland
Burmeister - Faißt (46. Jannermann), Schlanke, Schiewe, Martini - Baunach (71. Schellenberg), Wübbenhorst (59. Weigel), Weber (46. Bock), Hartel (59. Löwenberg) - Mittendorf, Goddard (71. Pollmann)

Schweden
Fellbrandt (46. Wahlström) - Berglund, Ekroth. Lilja, Bhy (46. Ölander) - Folkesson(78. Jönsson), Johansson, Larsson, Fors (69. Brännström) - Jonsson (46. Lundh), Liljegärd (69. Frank)

Tore
1:0 Hartel (24.)
2:0 Schiewe (75.)

Karten keine

Schiedsrichterin
Nicole Schumacher (Oberhausen)

Zuschauer 4.131

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