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U19 EM-Qualifikation, 2. Runde

Die Fahrkarten nach Weißrussland sind vergeben

Übersicht über die europaweite zweite Qualifikationsrunde zur U19-EM 2009

Text und Bilder von Roland Baumann

29.04.2009   Vom 23. April bis 28. April fand europaweit die zweite Qualifikationsrunde zur U19-EM 2009 statt. Die Spiele der Gruppe 4 mit deutscher Beteiligung wurden in Baden-Württemberg ausgetragen. Während die Gruppe 1 sichtlich ausgeglichen besetzt war, setzte sich in allen anderen Gruppen der Gruppenerste jeweils mit 3 Siegen klar durch. Neben dem Gastgeber Weißrussland und den Gruppenersten Island, Norwegen, Frankreich, Deutschland, Schweiz und England vervollständigte Schweden als bester Zweitplazierter das Teilnehmerfeld. Italien als Titelverteidiger schaffte nur den dritten Platz in der Gruppe 5 und schied damit aus.



Land Punkte Torverhältnis
Gruppe 1
Island 5 5:4
Schweden 5 1:0
Dänemark 3 3:4
Polen 2 2:3

Gruppe 2
Norwegen 9 14:1
Belgien 6 6:6
Österreich 3 6:7
Ukraine 0 4:16

Gruppe 3
Frankreich 9 7:1
Aserbaidschan  4 4:4
Portugal 3 2:4
Wales 1 4:8

Gruppe 4
Deutschland 9 17:0
Irland 6 4:7
Russland 3 2:5
Slowakei 0 1:12

Gruppe 5
Schweiz 9 16:4
Niederlande 4 12:8
Italien 4 5:4
Rumänien 0 1:18

Gruppe 6
England 9 10:0
Spanien 6 7:4
Ungarn 3 3:9
Finnland 0 0:7

Der Link zu den einzelnen Spielergebnissen bei der UEFA: hier

Das deutsche Team:

Überzeugend war der Auftritt der deutschen Juniorinnen. Mit einem Torverhältnis von 17:0 blieben sie nicht nur ohne Gegentor, sondern erzielten auch die meisten Tore in der gesamten Qualifikationsrunde. Dabei waren eine ganze Reihe sehenswerter Treffer zu bewundern, wie zum Beispiel der Treffer zum


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Dzenifer Marozsan, hier im Zweikampf mit der Irin Louise Quinn, hämmerte im Spiel gegen Irland einen Freistoß so hart an die Latte, dass er von dort auf die Torlinie, zurück an die Latte und von da ins Tor prallte!

4:0 gegen die Slowakei, als erst Svenja Huth, dann Marina Hegering und zuletzt Dzsenifer Marozsan die slowenische Abwehr schwindelig spielten, das 1:0 von Alex Popp im Irlandspiel pratisch mit dem Anstoss oder der 30 Meter-Freistoßhammer von Marozsan zum 4:0 im gleichen Spiel, der von der Latte erst auf die Torlinie, dann wieder an die Latte knallte, bevor der Ball endgültig die Torlinie überquerte.

Der Erfolg der Deutschen aber nur den Torschützinnen anzurechnen, wäre zu einfach. Auffallend war die Harmonie und der Einsatzwille, mit der das deutsche Team in den Spielen auftrat. Jede kämpfte für jede, kein Ball wurde unnötig aufgegeben und Positionswechsel zur effektiveren Spielgestaltung waren an der Tagesordnung.

Hier zeigte sich der Erfolg einer der Forderungen von Bundestrainerin Maren Meinert, die den Einsatz auf verschiedenen Positionen trainieren läßt. Ein weiterer Vorteil für die DFB-Auswahl ist, dass durch alle Altersstufen, von U15- bis zur A-Mannschaft, das gleiche Spielsystem zum Einsatz kommt und somit keine Umstellung notwendig ist. Bis zur EM im Juli werden noch zwei Testspiele stattfinden. Danach wird der Kader für die EM festgelegt. Sollten man auch weiterhin vom Verletzungspech verschont bleiben - im aktuellen Turnier sind glücklicherweise keine größere Verletzungen aufgetreten - dürfte die Bundestrainerin dann die Qual der Wahl haben.

Auch wenn Maren Meinert den Weg von der U19- zur A-Nationalmannschaft einen großen Schritt nannte, muss man um die Zukunft des deutschen Frauenfußball nicht bange sein. Mit Kim Kulig und Bianca Schmidt haben vor kurzem erst zwei U19-Spielerinnen den Sprung in den A-Kader geschafft. Auch


andere Spielerinnen sind jedenfalls in den Bundesligen aus den Teams ihrer Vereine nicht mehr wegzudenken. Und bis 2011 zur WM in Deutschland ist ja noch ein bisschen Zeit, in der sich die Juniorinnen beweisen können.

Maren Meinert

U19-Bundestrainerin Maren Meinert kann sich nach der guten Leistung ihres Teams in der Qualifikation auf die Endrunde der Europameisterschaft freuen


Bildergalerie zur zweiten U19
Qualifikationsrunde


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