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U19 EM QualifikationDeutschland überrollt schwedisches TeamDeutschland – Schweden 4:1 (2:0) | ||
Text und Fotos: Volker Lieberum12.4.2007 Nach dem Spiel im November 2006 in Kamen hatte es mir die schwedische F19 angetan, denn mit einigen Damallsvenskan Youngsters bestückt, lieferte sie damals, trotz der 2:0 Niederlage, eine gute Vorstellung ab. Deshalb beschloss ich nach der Bekanntgabe Deutschlands als Austragungsort der zweiten EM-Qualifikationsrunde, wenigstens bei den ersten beiden Spieltagen vor Ort zu sein. Besondere Bedeutung bekam die Partie dadurch, dass sie bereits eine kleine Vorentscheidung für das Weiterkommen bringen konnte, denn mit Schweden und Deutschland trafen die beiden vermutlich stärksten Mannschaften der Gruppe gleich im ersten Spiel aufeinander, und nur der Gruppensieg sichert die Teilnahme an der EM-Endrunde. ![]() Wieder hängen geblieben; Nadine Keßler(10) stoppt den Tatendrang von Rebecca Jonson(18) und Hanna Folkesson(10) So ging es dann also am Dienstagmorgen fünf Stunden lang Richtung Lübeck. Hier im Stadion an der Lohmühle fanden an diesem Tage die beiden Qualifikationsspiele statt. Zunächst trennten sich, in einer etwas müden Partie, Schottland und Ungarn 3:3 unentschieden. Beide Mannschaften wurden von den schon anwesenden, zum Teil jungen Zuschauern, fair angefeuert. ![]() Emma Lundhs(14) Kopfstoss ging knapp ans Außennetz (1 Ramona Holz, 5 Carolin Schiewe, 3 Katharina Baunach) Nach Spielschluss trafen dann die beiden favorisierten Teams im Stadion ein und machten sich für das Match warm. Es war übrigens trotz Sonnenschein durch einen frischen Wind ziemlich kalt. Pünktlich um 18:00 pfiff dann die französische Unparteiische Guillemin, deren Namen der Stationsprecher genüsslich auf der Zunge zergehen ließ, das Spiel vor 230 Zuschauern an. Man stellte dabei fest, dass zwischen den Mannschaften jetzt und in der Begegnung davor, Welten liegen/ lagen. Die ganze Spielweise wirkte professioneller, routinierter und abgeklärter. Schon nach wenigen Minuten erkannte ich im Vergleich zu Kamen die deutsche Mannschaft nicht wieder. Maren Meinert musste Wunderdinge vollbracht haben, denn ihre Schützlinge nahmen das Spiel in die Hand und ließen es sich die nächsten 90 Minuten nicht mehr aus den Händen nehmen. Verbissen griffen sie die schwedischen Angreiferinnen an und nahmen ihnen den Ball ab. Selbst gestalteten sie gefährliche Aktionen nach vorne, dass es den vereinzelten Schwedenfans den Atem nahm. Dabei möchte ich keine einzige deutsche Spielerin herausheben, denn alle leisteten ausnahmslos Großes. Die Schwedinnen sahen eigentlich immer nur dann gut aus, wenn keine deutsche Gegnerin in der Nähe war. Ansonsten liefen sie sich fest, verloren den Ball oder spielten unkonzentriert ab. Doch die eine oder andere Chance hatten sie auch, etwa in der 26. |
Katharina Baunachs unhaltbarer Distanzschuss zum 1:0 (2 Bianca Schmidt, 8 Josefin Johansson, 4 Stefanie Draws, 8 Nathalie Bock, Torhüterin Anna Wahlström) | |
Minute, als Petra Larsson einen Eckball herein schlug, den Ball köpfte Linnea Liljegärd auf die Djurgardenerin Emma Lund, doch die nickte ihn nur ans Außennetz. ![]() Monique Kerschowski gratuliert ihrer Zwillingsschwester Isabel zum 2:0 (14 Nicole Banecki) Im Drei-Kronen-Team lief es auch nach der Pause nicht besser, zum Teil machten sie schon einen deprimierten Eindruck, was sich auch in den vielen unmotivierten, weiten, hohen Bällen nach vorne äußerte. Schon damals nach dem Spiel in Kamen hatte dies „Lollo” Fors, die übrigens mit einer fiebrigen Erkältung zu Hause in Stockholm bleiben musste, mir gegenüber bemängelt. „Wir versuchten noch zu oft mit langen Bällen nach vorne unser Glück, besser wäre ein gut aufgezogenes Passspiel.” ![]() Torschützin Katharina Baunach erkämpft den Ball von Caroline Petterson So blieb es dann nicht aus, dass das deutsche Team seinen Vorsprung ausbauen konnte. In der 56. Minute verwandelte Bianca Schmidt eine Ecke zum 3:0 und Steffi Goddard gelang gleich nach ihrer Einwechsung, der Stadionsprecher hatte sie noch nicht vorstellen können, in der 83. Minute das 4:0. Kurz zuvor verweigerte die Schiedsrichterin Ida Brännström, die vielleicht zu theatralisch stürzte, einen fälligen Elfmeter, da Caroline Schiewe sie im Strafraum zu Fall brachte. Vielleicht als Ausgleich gelang der Schwedin dann in der 85. Minute der Ehrentreffer nach einem Eckstoss von Petra Larsson. |
![]() Ida Brännström hatte den Ball nach vorne gespielt. Caroline Schiewe grätscht hinein, trifft mit ihrem linken Fuss den rechten von Brännström und holt sie von den Beinen. Guillemin, die die Szene beobachtet, verwehrt den fälligen Strafstoss. Natürlich war Maren Meinert nach dem Spiel mit ihren Spielerinnen mehr als zufrieden, auch Calle Barrling konnte ihr nur gratulieren und die Leistung ihrer Mannschaft neidlos anerkennen. Ich fragte ihn später noch, ob man mit der erkrankte Louise Fors mehr erreicht hätte, doch er meinte: „Weißt du, die haben heute so phantastisch gespielt, da hätte, egal welche Spielerin, uns nicht weiterhelfen können.” ![]() Bianca Schmidt drängt Emma Lundh vom Ball. Der Schachzug von Maren Meinert, mit Bianca Schmidt und Katharina Baunach zwei Offensivspielerinnen auf die Außenpositionen der Viererkette zu setzen, ging sehr gut auf!
Deutschland:
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