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U19-EM 2007: FinaleEin hartes Stück ArbeitDeutschland - England 2:0 n.V. | ||
Von Nora Kruse
30.07.2007
Wenn man bei den vorsichtigen Vorstößen der englischen Mannschaft von Gefahr sprechen konnte, dann ging sie von Natasha Dowie (l.) aus.
In der recht ereignisarmen ersten Halbzeit egalisierten sich beide Mannschaften, ihr Spiel fand in erster Linie im Mittelfeld statt, zwingende Chancen
konnte ich keines der Teams erspielen. In der sechsten Minute spielte sich Nicole Banecki von der rechten Seite in den Strafraum, ihr Schuss ging jedoch
links am Tor vorbei. Nach 24 Minuten kam der englischen Mannschaft ein Fehlpass der DFB-Auswahl zugute. Natasha Dowie ergatterte den Ball, spielte sich durch
das deutsche Mittelfeld, zog aus etwa zwanzig Metern ab, wobei sie das Tor ebenfalls verfehlte. |
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Mit Verlauf der ersten Hälfte erarbeite sich Deutschland ein optisches Übergewicht, konnte sich dies jedoch nicht zunutze machen. Die Fehlpassquote der
Deutschen war zu hoch, immer wieder kam die gut stehende englische Abwehr an den Ball. Doch so gut die Abwehr stand, so ungeordnet war das Aufbauspiel der
Engländerinnen. Die Halbzeit schritt voran und den letzten Versuch zur Führung startete Isabel Kerschowski in der 44. Minute mit einem Schuss aus der
zweiten Reihe, der jedoch über den Kasten flog.
Nathalie Bock (l.) bejubelt mit Imke Wübbenhorst ihr 1:0 in der Nachspielzeit.
Auch wenn Dowie die erste Chance der zweiten Halbzeit gehörte, als sie Bianca Schmidt und Carolin Schiewe ausspielte, dann jedoch nur das Außennetz traf,
steigerte sich die Dominanz der deutschen Mannschaft in den folgenden 45 Minuten. Zumeist scheiterte das Team von Maren Meinert jedoch durch Mängel im
Spielaufbau oder einer zu hohen Fehlpassquote an sich selbst. England wurde immer stärker in die eigene Hälfte gedrängt, hielt dem Druck jedoch stand.
Die „Three Lions“ kämpften als Team aufopferungsvoll, überschritten die Mittellinie mit zunehmendem Verlauf des Spiels allerdings immer weniger. Sollte
dies tatsächlich der Fall sein, wurden die Bälle von Deutschland zumeist schnell abgefangen und ein nächstes Anrennen gegen die geballte englische Abwehr
begann. Anstatt jedoch zu sehen, dass es durch die Mitte kaum einen Weg gab, versuchte es die Mannschaft zu wenig über die Außenbahnen, obwohl Banecki dort
eine sehr gute Figur abgab und immer für Tempo sorgte, wenn sie in Ballbesitz kam. |
Erfolgreiche Titelverteidigung für Nathalie Bock (l.) und Monique Kerschowski
zusätzlichen dreißig Minuten gleich zwei Tore. In der 107. Minute führte eine Ecke von
Baunach zu Konfusion im englischen Strafraum, ein Klärungsversuch landete über Banecki bei Nathalie Bock, die schließlich einlochte. Englands Trainerin
muss die Gefahr von Eckbällen erahnt haben. Nur zehn Minuten vorher beschwor sie eine ihrer Spielerinnen bei einem Zweikampf an der Eckfahne mit den
Worten „No corner! No corner!“ den Ball ja nicht verloren zu geben, und kommentierte den Ballverlust in Richtung Seitenauslinie anschließend nur mit einem leidenden „Noooo.“ | |