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U19-EM 2007 - 2. Spieltag (20.07.07)Entscheidung durch KeßlerGruppe A: Deutschland - Norwegen 2:0 (1:0) | ||
Text und Fotos von Martin Kochem27.07.2007 Im direkten Duell der beiden Gewinner des ersten Vorrundenspieltages erwischte das Team von Trainer Jarl Torske in der Anfangsphase den besseren Start. Gerade einmal 6 Minuten waren im Stadion „Fylkisvöllur“ absolviert, als sich die diesmal von Beginn an für Ingrid Ryland aufgebotene Ingvild Isaksen auf der rechten Seite gegen ihre Gegenspielerin Katharina Baunach durchsetzen konnte, doch deren Flanke köpfte die mitgelaufene Isabell Herlovsen denkbar knapp neben den kurzen Pfosten. Die Riesenchance zur norwegischen Führung bot sich dann nach genau einer Viertelstunde der zu Beginn äußerst auffälligen Ida Elise Enget, welche im Laufduell mit Stefanie Draws alleine auf das deutsche Tor zulief und deren Schuss von Schlussfrau Alisa Vetterlein in Weltklassemanier gerade noch um den Pfosten gelenkt werden konnte. ![]() Steffi Goddard erzielte mit einem herrlichen Flachschuss das enorm wichtige 1:0 für Deutschland Nach der anschließenden Ecke kam der Ball einmal mehr zu Isabell Herlovsen, welche aus dem Hintergrund durch Freund und Feind abzog, allerdings auch das deutsche Tor knapp verfehlte. Erst nach dieser Aktion kam der bis dato etwas zurückhaltend agierende Europameister besser ins Spiel und gab durch Monique Kerschowski nach exakt 20 Minuten einen ersten Warnschuss aus 25 Metern ab, welcher nur knapp am rechten Winkel vorbeisegelte. So dauerte es im Vergleich zum Auftaktmatch gegen Dänemark ganze drei Minuten länger, bis der Ball im gegnerischen Netz zappeln sollte. Über Katharina Baunach kam der Ball zu Spielmacherin Nadine Keßler, welche die mitgelaufene Stephanie Goddard herrlich in Szene setzte und diese mit einem herrlichen Flachschuss ins lange, linke untere Eck Runa Barli im norwegischen Tor keinerlei Abwehrmöglichkeit ließ. Erleichterung nach Steffi Goddard's (links) Führungstor - Vorbereiterin Nadine Keßler ist erste Gratulantin
Noch vor der Pause hätte Nicole Banecki nach feinem Keßler-Anspiel auf 2:0 erhöhen können, doch die gebürtige Berlinerin scheiterte völlig freistehend an ihren Nerven bzw. der glänzend reagierenden norwegischen Schlussfrau. |
![]() Mannschaftskapitänin Nadine Keßler war einmal mehr große Antreiberin im Mittelfeld sowie Torschützin zum wichtigen 2:0 | |
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den knapp 200 Zuschauern bei leichtem Nieselregen das gleiche Bild. Während die deutsche Elf das Spiel von Minute zu Minute besser in den Griff bekam, wurden die Skandinavierinnen immer müder und einfallsloser. So versuchten die Wikingerinnen ihr Glück ausschließlich mit langen, planlos nach vorn geschlagenen Bällen, welche dann entweder im Niemandsland endeten oder aber eine sichere Beute der sich der Form vom Dänemark-Spiel anpassenden deutschen Viererkette wurde. Gefährlich tauchten die Norwegerinnen in den ersten 20 Minuten im deutschen Strafraum auf - hier muss Carolin Schiewe (Nr. 5) in höchster Not gegen Maren Mjelde (Nr. 7) klären Herauszuheben sei an dieser Stelle vor allem das deutsche Nesthäkchen Bianca Schmidt, welche mit ihren gerade mal 17 Jahren eine grundsolide Partie in der Defensive ablieferte und sich -wann immer sich die Gelegenheit ergab- mit in die deutschen Angriffsbemühungen einschaltete. Nach 58 Minuten war es dann der deutschen Mannschaftskapitänin Nadine Keßler vorbehalten, den Norwegerinnen den vorzeitigen K.O. zu versetzen. Die eingewechselte Lisa schwab sorgte im Sturmzentrum für viel Wirbel und beschäftigt hier gleich 3 Norwegerinnen (Astrid Ree Nr. 2, Caroline Walde Nr. 3, Maren Mjelde Nr. 7) Ein von Gunhild Herregården abgefälschter Ball sprang der frischgebackenen Abiturientin von Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken direkt vor die Füße und es bedeutete eine ihrer leichtesten Übungen, das Leder mit einem Flachschuss aus 9 Metern eiskalt im langen Eck zu versenken - es hieß 2:0 für schwarz-rot-gold. Nachdem Monique Kerschowski ihren zweiten Turniertreffer nach Keßler-Pass mit einem Schuss ans Außennetz knapp verfehlt hatte (63.), schaltete der Titelverteidiger |
im Gefühl des sicheren Vorsprungs einen Gang zurück und schaukelte den gegenüber einem nunmehr auch in konditioneller Hinsicht nachlassenden Gegner herausgespielten Vorsprung souverän und ohne großen Kraftaufwand über die Bühne. Die Anfangs noch skeptisch - am Ende stolz und zufrieden: Bundestrainerin Maren Meinert
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