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U19-Europameisterschaft 2006Französinnen mit schlechter ChancenauswertungNiederlande - Frankreich 0:1 (0:1) | ||
Von Nicole Tischhauser (Text und Fotos)
15.7.2006 Am vergangenen Donnerstag fand bei hervorragenden Verhältnissen im Wiler Bergholz das zweite Vorrunden-Spiel der Gruppe B statt, in der Frankreich, Russland, die Niederlande und die Schweiz um den Halbfinaleinzug kämpfen. Von Anfang an war klar, dass die holländische Mannschaft auf deutlich mehr Unterstützung unter den Zuschauern zählen konnte. Ein recht großer Anteil der rund 250 Zuschauer war in orange oder mit einer niederländischen Flagge erschienen. Kurz nach dem Anpfiff der Partie hatten sich Wolken vor die Sonne geschoben, so dass auch die Temperaturen für Spielerinnen und Zuschauer angenehmer wurden. Nach 30 Minuten fing es dann sogar vorübergehend heftig an zu regnen, was bei den Spielerinnen auch für eine willkommene Abkühlung gesorgt haben dürfte. Das Spiel fing so an, wie man es hatte erwarten dürfen: Frankreich - an diesem Abend in ungewohntem Weiß - griff an und Holland verlegte sich auf das Konterspiel. Die Niederländerinnen verteidigten anfangs geschickt und so vergingen 19 Minuten, bis die französische Spielführerin Caroline Pizzala zur ersten Chance für ihr Team kam. Nur noch Torhüterin Angela Christ stand zwischen ihr und dem französischen Führungstreffer; die Niederländerin konnte sich in dieser Situation auszeichnen und ihr Team im Spiel halten. ![]() Nach 22 Minuten zeigte Christ dann aber zum ersten Mal eine kleine Schwäche, als sie einen Ball erst im Nachfassen sicherstellen konnte. Anfangs gelang es den Niederländerinnen mit Konterangriffen vor allem über die linke Seite mit Karin Stevens, ab und zu für Unruhe in der französischen Abwehr zu sorgen, aber schon bald hatte sich Frankreich darauf eingestellt und machte diese Seite zu. Nachdem Delie bereits einige Minuten zuvor eine gute Chance gehabt hatte, ihr Team in Führung zu bringen, traf sie dann in der 40. Minute nach einem Angriff über die linke Seite über Nora Coton-Pélagiezum erlösenden und verdienten 1:0-Pausenstand. Die französische Pausenführung geriet nach einem Abwehrfehler von Mélodie Coudray noch einmal kurz in Gefahr, aber die aufmerksame Torhüterin Véronique Pons konnte den Schuss abwehren. Die Niederländerinnen wechselten nach der Pause gleich zwei Spielerinnen aus: Für Anneloes Kock kam Amber van den Heijde und für Linda Reijmer kam Sheila van den Bulk. Aber das Spiel änderte sich nicht zu Gunsten der "Oranjes". |
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Die Französinnen starteten wie die Feuerwehr in die zweite Halbzeit und hatten in der 49. Minute eine Doppelchance, die mit
einem Lattenknaller endete. Gleich danach zeigte sich die niederländische Torhüterin wieder etwas unsicher, als sie eine
Flanke unterlief, allerdings ohne schwerwiegende Konsequenzen.
Dann aber flachte das Spiel etwas ab und die Französinnen begnügten sich weitgehend damit, das Spiel zu kontrollieren. Trotzdem kamen sie ab und an zu Torchancen, auch weil die Niederländerinnen müde zu werden schienen. Ihr kampfbetontes Spiel hatte Kraft gekostet. In der 60. Minute hätte dann das 2:0 für die überlegenen Französinnen fallen müssen, aber gleich zwei Spielerinnen verpassten eine Hereingabe von links. Inès Dahou kam anschließend für die unauffällige Chloé Mazaloubeaud ins Spiel und in der 69. Minute Sarah Orth für Eugénie Le Sommer. Die "Tricolores" kamen jetzt vor allem noch mit einigen sehenswerten Weitschüssen zu Chancen, zum Beispiel durch die wirblige Flügelspielerin Nora Coton-Pélagie, deren Schuss Christ aber sicher klären konnte. ![]() Kurz vor Schluss war es dann nochmals Delie, welche gleich mehrere Abwehrspielerinnen auf sich zog, die fast zum Abschluss gekommen wäre, aber Verteidigerin Félicienne Minnar brachte ihren Fuß noch irgendwie dazwischen. Die Schlussoffensive der Holländerinnen, angetrieben von ihren treuen Fans, war weitestgehend harmlos, bis auf eine sehr gute Chance in der Nachspielzeit, die Véronique Pons aber schlussendlich auch sicher zunichte machen konnte. |
Durch einen Gegenangriff kamen auch die Französinnen kurz vor Schluss nochmals zu einer guten Chance, aber Hélène Plu
schaffte es nicht, an Angela Christ vorbei zu kommen.
So kam es am Ende zu einem mehr als verdienten Sieg der Französinnen gegen einen unterlegenen, jedoch stets aufopfernd kämpfenden Gegner. Frankreich ist somit fast schon durch, dürfte es aber bei einer ähnlich schlechten Chancenauswertung im weiteren Verlauf des Turniers schwer haben. Minimale Chancen bleiben auch den Niederlanden. Sie müssten gegen Russland hoch gewinnen und gleichzeitig auf eine hohe Niederlage der Schweiz gegen Frankreich hoffen. Auszeichnung als beste Spielerin: Linksverteidigerin Elodie Cordier Mir waren auch die Torschützin Marie-Laure Delie, der dribbelstarke Flügel Nora Coton-Pélagie und die Abwehrchefin Morgane Courteille positiv aufgefallen. Bei den Niederländerinnen konnte sich nicht wirklich eine Spielerin in meine Erinnerung spielen, ehrlich gesagt habe ich aber auch etwas weniger auf sie geachtet. Niederlande: 1-Angela Christ ; 12-Linda Reijmer (6-Sheila van den Bulk 46'), 3-Félicienne Minnar, 4-Kim Dolstra (18-Chantal de Ridder 84') ; 2-Louise Smeets, 7-Dionne Demarteau (C), 8-Renée Slegers, 5-Karin Stevens ; 9-Jill Wilmot, 10-Dominique Vugts, 11-Anneloes Kock (17-Amber van den Heijde 46') Trainer: Edwin Engelkes Frankreich: 1-Véronique Pons ; 12-Mélodie Coudray, 5-Morgane Courteille, 4-Maryse Gobert, 2-Elodie Cordier ; 14-Eugénie Le Sommer (18-Sarah Orth 69'), 6-Caroline Pizzala (C), 15-Chloé Mazaloubeaud (10-Inès Dhaou 62'), 8-Nora Coton-Pélagie ; 9-Marie-Laure Delie, 17-Hélène Plu Trainer: Stéphane PILARD Zur FanSoccer-Startseite | |