Text und Fotos von Martin Kochem 21.7.2006 (Spiel vom 13.07.)
Auch im zweiten Vorrundenspiel, welches wegen eines nahezu zwei Stunden lang wütenden Unwetters mit 15-minütiger Verspätung angepfiffen werden konnte, tat sich das Team von DFB-Coach Maren Meinert gegen die defensiv eingestellten Däninnen lange Zeit schwer.

Fatmire Bajramaj verwandelte den Elfmeter zur deutschen Führung sicher
So spielte sich das Geschehen in den ersten 45 Minuten nahezu ausschließlich vor bzw. zwischen beiden Strafräumen statt, da es der deutschen Elf trotz optischer Feldüberlegenheit nicht gelang, klare Torchancen herauszuarbeiten.
Dies sollte sich unmittelbar nach Wiederanpfiff ändern, als Juliane Maier nach 53 Minuten von Maja Biltoft Sandberg im Strafraum zu Fall gebracht wurde und Fatmire Bajramaj den fälligen Strafstoß sicher und souverän zur deutschen Führung einnetzen konnte.
 Ann-Christin Angel (l.) im Zweikampf mit Line Røddik Hansen
Dieser Treffer schmiss das dänische Konzept gänzlich über den Haufen und schien die Skandinavierinnen zu lähmen, denn fortan spielte nur noch Schwarz-Rot-Gold. Ein herrlicher Angriff über die rechte Seite brachte sodann die Entscheidung, als Fatmire Bajramaj ihre Mannschaftskapitänin Nadine
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Käpt'n Nadine Keßler (l.), hier beim Kopfball gegen Sif Rykaer, sorgte für die Entscheidung. Rechts Carolin Schiewe.
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Keßler mit Doppelpass bediente und diese sich dafür mit einem Knaller aus zehn Metern unter die Latte bedankte (67.).
Durch diesen Treffer war "der Kuchen endgültig gegessen" und die deutsche Mannschaft verwaltete die Führung sicher bis zum Apfiff der nicht immer sicher wirkenden Schiedsrichterin Paloma Quintero Siles, welche beispielsweise bei zwei weiteren elfmeterreifen Situationen der deutschen Mannschaft fälschlicherweise gegen diese entschieden hatte.

Zufriedene Gesichter nach dem Abpfiff bei Maren Meinert, Babett Peter, Bettina Wiegmann, Carolin Schiewe, Josephine Schlanke, Anna Blässe und Sabine Seidel (v.l.n.r.)
Zufrieden mit der Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit zeigte sich Bundestrainerin Maren Meinert:
"In der ausgeglichenen 1. Halbzeit war meine junge Mannschaft einfach nicht torgefährlich genug. Da hat sich gezeigt, dass das Team bei einem Turnier diesen Ranges absolut noch keine Erfahrung besitzt und wir uns nach Rückständen (wie im Spiel gegen Schweden) oder aber gegen tief in der eigenen Hälfte stehende Mannschaften bzw. wenn wir das Spiel machen müssen, sehr schwer tun. Der Elfmeter hat das Spiel dann sicherlich entschieden. Nachdem das Schweden-Spiel sehr viel Kraft gekostet hat, war ich von der in der 2. Hälfte gezeigten Leistung meiner Mannschaft jedoch mehr als beeindruckt, zumal wenn man zudem bedenkt, dass man zwischen den Vorrundenspielen nur einen Tag Pause hat. Diese
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Mannschaft braucht Selbstvertrauen, und davon hat sie sich heute einiges geholt."

Die Coaches Maren Meinert (r.) und Henrik Lehm bei der Pressekonferenz.
Dänemarks Coach Henrik Lehm:
"Deutschland hat mit Sicherheit das beste Team bzw. die beste Offensive dieses Turniers. Wir waren auf ein Unentschieden aus, doch der berechtigte Elfmeter hat unserem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem sind wir zuversichtlich, den fehlenden Punkt zum Erreichen des Halbfinals gegen Schweden zu holen."
Statistik:
Deutschland:
Holz - Löwenberg (46. Bock/75. Wübbenhorst), Schiewe, Peter, Schlanke - Weber, Bajramaj, Keßler, Höfler - I. Kerschowski, Maier (62. Angel) Trainerin: Maren Meinert
Dänemark:
Sørensen - Røddik Hansen, Biltoft Sandberg, Bjerg (58. Brandstrup Andersen), M. Madsen (61. E. Madsen) - L. Christensen, Hovesen Dyrby, Kristiansen, Christiansen (70. Nielsen Søs)- Rykær, Dahl Trainerin: Henrik Lehm
Tore:
1:0 Bajramaj (53./FE)
2:0 Keßler (67.)
Gelbe Karten: Schiewe - Biltoft, Sandberg
Schiedsrichter: Paloma Quintero Siles (Spanien)
Zuschauer: 300
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