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UEFA-Cup-Finale
Turbine an der Spitze Europas angekommen
1. FFC Turbine Potsdam - Djurgarden-Alvsjö 3:1 (3:1) | ||
| Von Tobias Müller (Text und Fotos)
22.05.2005 Mit einem eindrucksvollem 3:1 (3:1)-Sieg im Finalrückspiel um den UEFA Women’s Cup konnte Turbine nach dem 2:0 im Hinspiel heute den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern. Doch auch die Schwedinnen konnten feiern, denn auch sie werden als aktueller Schwedischer Meister genau wie Turbine als Titelverteidiger am Europapokal 2005/2006 teilnehmen.
Zweimal traf Conny Pohlers, aber in dieser Szene scheiterte sie an Torhüterin Maja Äström
Das heutige Spiel war eine echte Werbung für den Frauenfußball. Die ersten 25 Minuten wurde Offensivfußball vom Feinsten geboten. Sicherlich waren die Abwehrreihen noch etwas offen, so dass bereits nach 69 Sekunden das 1:0 fiel. Nach Vorlage von Viola Odebrecht kam Petra Wimbersky freistehend zum Schuss und versenkte das Leder eiskalt.
Da konnte auch das überraschende 2:1 durch Kristin Bengtsson, die aus der Distanz schön ins rechte obere Eck traf, der Stimmung keinen Abbruch tun. Die Hoffnung der wenigen schwedischen Fans währte auch nicht lang, denn in der 16. Minute spielten Wimbersky und Pohlers die Abwehr schwindelig. Pohlers vollendete schließlich die Aktion zum 3:1.
Die Mannschaft bedankt sich bei ihren Fans. Mit 8.664 Zuschauern war das "Karli" fast ausverkauft
Danach ordnete sich das Spiel und insbesondere die Abwehrreihen wieder etwas. Malin Nykvist (25.) und Jane Törnqvist (39.) hatten genau wie Pohlers (38.) noch recht gute Chancen, doch die beste vergab Pohlers nach einer Mittag-Vorlage, doch ihr Schuss landete sich in den Armen von Maja Äström (43.). Dann war Pause in einem tollen Spiel, in dem Turbine verdient in Führung lag.
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Die Potsdamer Spielerinnen bejubeln ihren UEFA-Cup-Sieg | |
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Die zweite Hälfte verlief ähnlich wie die die Schlussphase der ersten Halbzeit. Die Torchancen waren sogar noch zahlreicher. Mittag (51., 61.), Wimbersky (56.) und Pohlers verfehlten das Tor knapp – auf der anderen Seite landete ein Schuss von James bei Nadine Angerer (53.), die genau wie im Hinspiel in ihrem Kasten sehr sicher agierte und die Bälle reihenweise den Stürmerinnen vor der Nase wegschnappte.
Die größte Chance für Turbine die Führung auszubauen hatte Wimbersky, die in der 68. Minute den Ball an die Latte beförderte. Pohlers und Mittag scheiterten jeweils im Nachschuss. Die gefährlichste Situation für Djurgarden entschärfte Viola Odebrecht (70.). Ansonsten war von den Schwedinnen nicht viel zu sehen. Auch Victoria Svensson sah keinen Stich. Der Rest des Spiels war nur noch Schaulaufen. Die Welle schwappte minutenlang durch das Stadion. Die Stimmung war einfach sensationell. Die letzten Torchancen durch Wimbersky (73.), die eingewechselte Christiane (74.), Mittag (87., 90.+1) und die ebenfalls eingewechselte Karolin Thomas (87.) waren nur noch für die Statistik. Als die in einem sehr fairen Spiel sicher agierende Schiedsrichterin Lale Orta aus der Türkei um 14:58 |
Uhr abpfiff, war es geschafft. Der Sieger im UEFA Women’s Cup 2005 heißt 1. FFC Turbine Potsdam. Nach der obligatorischen Siegerehrung wurde gefeiert. Dank ausreichend Sekt blieb keine der Spielerinnen trocken und selbst die Schwedinnen erwiesen sich nach der ersten Enttäuschung als tolle Verlierer und feierten zusammen mit den Turbinen.
Statistik:
Turbine Potsdam:
Djurgarden-Alvsjö: Schiedsrichter: Lale Orta (TUR) - Kadriye Gökcek (TUR), Secim Demirel (TUR) – Inka Müller (GER, 4. Offizielle) Karten: keine
Tore: Zuschauer: 8.664 Zur FanSoccer-Startseite | |