Text: Jessica Julin, Ola Tuvesson und Volker Lieberum
Fotos: Volker Lieberum und Urzsula Striner
Spiel am 5.10.2005
Auf dieses Spiel hatte ich gehofft, das Treffen der zur Zeit besten schwedischen Mannschaften im Pokalhalbfinale, und es war auch der Auslöser meiner Schwedenreise Anfang Oktober. Der Spielbericht wird dieses Mal von den Tageserlebnissen von Jessica Julin und mir umrahmt, der eine Zusammenfassung aus der Sichtweise von Jessica, Ola und mir ist.
Normalerweise wollte ich morgens gleich von Göteborg nach Malmö weiterfahren, um von einem guten Standpunkt aus die gigantische Öresundbrücke zu fotografieren. Doch es kam anders.
Am Abend zuvor fragte mich Jessica Julin: "Du, Volker, das Pokalspiel ist doch erst morgen Abend. Wollen wir mittags nicht noch einmal zusammen Essen gehen?" Nun, da brauchte ich nicht lange überlegen und stimmte zu.
Um 12:00 trafen wir uns vor dem Scandinavium; während des Essens gestand mir Jessie, dass sie auch gerne ihre alte Mannschaft, Umeå IK, in Malmö besuchen würde, aber sie hätte ja um 17:00 Training. Da sie zwischendurch eine SMS von Frida Östberg erhielt, schrieb sie der Mannschaft einen Brief, um ihr viel Glück zu wünschen und bat mich, ihn - zusammen mit einer CD für Anna Sjöström - Frida zu übergeben.
Ich merkte, wie gerne sie das Pokalspiel sehen wollte und schlug ihr vor, das Training zu schwänzen und mit nach Malmö zu kommen. Schwänzen wollte sie nicht, aber sie telefonierte mit Lotta Schelin, ob man nicht Martin Pringle, den Trainer von Kopparbergs/ Göteborg fragen könnte, ob sie das Training nicht einmal ausfallen lassen könnte. Lotta meinte, dass man Martin immer ansprechen könnte.
Inzwischen kurvten wir durch die Straßen von Göteborg und suchten dann eine Bank im Botanischen Garten auf, um Jessica in Ruhe telefonieren zu lassen. Kurz vor 14:00 erreichte sie Martin und bekam die Erlaubnis, das Training ausfallen zu lassen, um nach Malmö fahren zu können. Mit einer strahlenden Spielerin fuhr ich zu ihrer Wohnung, um da etwas Warmes für den Abend zu holen und dann ging es ab Richtung Malmö, das etwa 270 Kilometer südlich liegt.
Auch unterwegs stand das Handy nicht still, Martin ließ, nachdem noch andere Spielerinnen ihr Interesse am Pokalhalbfinale bekundet hatten, einfach das ganze Training ausfallen, und so rief uns Lotta Schelin an, dass sie mit einem kleinen Mannschaftsteil hinter uns her fahren würde

Auch Lotta Schelin wollte sich das Spiel in Malmö nicht entgehen lassen
und wir uns im Stadion treffen könnten.