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Damallsvenskan 2007

Die Entscheidung ist gefallen

21. Spieltag

Text: Volker Lieberum und Partner
30.10.2007   

Einen Spieltag vor Schluss sind die Entscheidungen in der Damallsvenskan gefallen. Wie immer und nicht anders zu erwarten ist Umeå Meister geworden. Eine Rekordkulisse von 3.798 Zuschauern pilgerte zum letzten Mal in dieser Saison in den Gammliavallen und erlebte nochmals eine überlegene Heimmannschaft, in der besonders die jungen Spielerinnen einen besonderen Torhunger an den Tag legten. Vier Tore in der ersten und vier Tore in der zweiten Hälfte war die Ausbeute von Lisa, Madeleine, Ramone, June und Erika. Stockholms Aufsteiger AIK, mit den vielen finnischen Nationalspielerinnen, musste mit acht Gegentoren abgestraft am Ende nach Hause ziehen, während die Nordschwedinnen ausgelassen den Titel 2007 feierten.
Von AIK hatte man zu Beginn der Saison mehr erwartet, doch bleiben sie wahrscheinlich, da am letzten Spieltag mit einer Niederlage Falköping mit 14 Toren gewinnen müsste, noch einmal mit einem blauen Auge versehen der Damallsvenskan 2008 erhalten.

Diese Position hatte in den beiden letzten Jahren immer die Mannschaft aus Karlstad inne gehabt. Immer am letzten Spieltag konnte sich QBIK gerade noch einmal retten und in der Liga halten. Dieses Mal klappt es nun nicht, denn das große Wunder blieb in Göteborg aus. Zwar setzte man sich nach 17. min. mit 1:0 in Führung, doch wieder einmal überragte Lotta Schelin in einem Spiel und erzielte drei Treffer für ihren Club und setzte sich zu gleich mit zwei Toren Abstand vor Marta an die Torschützinnenspitze. QBIK bleibt nur noch die Hoffnung mit einem Sieg die rote Laterne, den letzten Tabellenplatz, in der direkten Begegnung zu Hause am letzten Spieltag, an den zweiten Aufsteiger 2007, Falköping, abzugeben.

Falköpings KIK - Djurgården 0:4 (0:1)
Sara Thunebro (Djurgården):
Zu unserem Auswärtsspiel gegen den Mitabstiegskandidaten Falköping kamen an diesem Tag 1093 Zuschauer und ich denke wir haben ihnen eine gute Vorstellung geboten. Unsere Defensive arbeitet während des gesamten Spieles recht ordentlich. Im Mittelfeld gab es in der ersten Hälfte zwar einige Probleme, doch änderte sich das im zweiten Durchgang. Jeder von uns konzentrierte sich besser, so fanden wir mehr und mehr die freien Räume und die Mitspielerinnen.
Eine der besten Djurgårdenerinnen war Elin Ekblom Bak. In der 26. min. gab sie eine wunderschöne Vorlage auf Ariane Hingst und Ari beförderte das Leder mit dem Kopf zum 1:0 ins Netz. Es blieb bei diesem einen Tor in der ersten Halbzeit, in der wir uns nicht zu viele Chancen erarbeiteten und noch etwas verhalten operierten.

Nach der Pause wurden wir dann besser, unsere Abwehr stand bombenfest und vorne erspielten wir uns immer mehr Tormöglichkeiten. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff schlug Ann-Marie Norlin eine Wahnsinnsflanke auf Victoria Svensson, die sich nicht lange bitten ließ und das 2:0 schoss.
In der 69. min. spielte Vickan Emma Lundh frei, die das 3:0 machte. Danach wurde Falköping müde und wir hatten ein leichtes Spiel mit ihnen in der letzten Viertelstunde. Es war ein toller Fußballtag für uns und wir bedauerten es, dass wir leider nicht mehr die Meisterschaft gewinnen können.
Elin Ekblom Bak krönte ihre Leistung an diesem Tag in der letzten Spielminute mit einem direkt verwandeltem Eckball zum 4:0 Endstand.

Hammarby IF DFF - Linköpings FC 0:2 (0:1)
Nora Kruse:
Der Klassenerhalt war Hammarby IF seit dem 2:0-Auswärtserfolg bei Sunnanå sicher und dementsprechend frei konnten die Stockholmerinnen gegen den Favoriten aus Linköping aufspielen. Dieses Unternehmen gelang in den ersten 45 Minuten nur bedingt, denn obwohl Hammarby stets gefährlich blieb und auf Konter lauerte, machten die Gäste den abgeklärteren Eindruck, ohne dadurch jedoch zunächst Gefahr auf den Kasten von Kathrin Lehmann ausüben zu können.

 Frida Östberg

Linköpings Spielführerin Frida Östberg

Bild: Nora Kruse

Gästespielführerin Frida Östberg schien auf der linken Außenbahn in den ersten zwanzig Minuten etwas verloren und zeigte wenig Drang


Hedvig Lindahl, Jessica Landström

Hedvig Lindahl wischt Jessica Landström den Ball vom Kopf weg

Bild: Kjell Franzén

nach vorne.
Ihre Klasse konnte sie jedoch in der 22. Minute unter Beweis stellen, als sie ihr Team in Führung brachte und sich mit diesem Treffer quasi selbst einen Weckruf gab und stärker wurde.

Nur zwei Minuten zuvor hätte Hammarby jedoch der große Coup gelingen können, als Daniella Chamouns schöner Heber über Nationaltorhüterin Hedvig Lindahl nur an den Pfosten sprang. Ging von den Stockholmerinnen Gefahr aus, so war stets die quirlige Chamoun im Spiel. Stellungsspiel, Technik und Auge für die besser stehende Mitspielerinnen stimmten, nur schossen die kein Tor. Doch auch die 18-jährige Stürmerin hatte das Glück nicht gepachtet, in der 25. Minute scheiterte sie in der 1:1-Situation mit Lindahl.

 Daniella Chamoun

Überzeugte bei Hammarby, Daniella Chamoun

Archivfoto: Martin Agfors

Obwohl auch Linköping vor der Pause durch Maria Aronsson noch die Chance zum 2:0 hatte, als sie eine Hereingabe von Maria Karlsson nur knapp rechts am Tor vorbei schoss, blieb es bei der knappen Führung für die Gäste.

Die zweite Hälfte gehörte jedoch den Gastgeberinnen, die von Anfang an Druck aufbauten und auf der linken Außenbahn auf die unermüdlich kämpfende Chamoun zählen konnten. Dennoch war das Spiel von Hammarby im Abschluss zu schwach und ungenau. In der 69. Minute setzte sich Matilda Agné auf der linken Seite durch, passte auf Chamoun, doch deren präzise Hereingabe wurde von ihrer Mitspielerin zu schwach abgeschlossen und war kein Problem für Lindahl.

 Jennie Jonsson, Kosovare Asllani

Jennie Jonsson verfolgt von Kosovare Asllani

Bild: Kjell Franzén

Von Linköping war vor den 306 Zuschauern nicht mehr viel zu sehen - doch was sie zeigten, reichte. Hammarby scheiterte an sich selbst und in der 82. Minute erzielte Maria Karlsson mit der wohl einzigen guten Chance der zweiten Hälfte den etwas glücklichen 2:0-Endstand für ihr Team.

KIF Örebro DFF - Bälinge 1:0 (0:0)
Pavlina Šcasná (KIF Örebro DFF):
Gegen Bälinge konnte ich leider nicht spielen, da ich einige Probleme mit der Wade hatte. In der ersten Hälfte gab es keinen besonders attraktiven Fußball zu sehen, wobei wir doch schon die bessere Mannschaft auf dem Platz waren und uns ein paar Torchancen herausarbeiten konnten.

In der 2. Hälfte wurde es dann aber doch schon deutlich besser und wir dominierten klar das Spiel. In der 61. min. fiel durch Hanna Peterson der einzige Treffer in dieser Partie und ich denke, dass die Führung gerechtfertigt war.

Ich habe nur noch ein letztes Spiel für Örebro zu absolvieren und ziehe dann wirklich nach Malmö zum LDB FC um. Im Sommer wurde ich von ziemlich vielen Leuten angesprochen, ob ich nicht zukünftig in ihrem Verein spielen wollte. Das war ziemlich stressig, da ich gleichzeitig dabei war mein Studium abzuschließen. Trotzdem war es aber auch gleichzeitig schön, eine größere Auswahl für meine Zukunft zu haben. Ich habe mich von den vielen Möglichkeiten, die ich hatte, am Ende nur mit Managern von Örebro, Umea und Malmö getroffen. Am Ende habe ich mich für den LDB FC Malmö


entschieden, weil ich glaube, dort die beste Alternative für mich und meine Zukunft gefunden zu haben. Meine Gründe dafür waren die folgenden, ich wollte in einem Spitzenverein spielen, der die Ambition auf den Titelgewinn im nächsten Jahr hat und deshalb im Folgejahr auch im UEFA Cup erfolgreich sein könnte. Zusätzlich hat mir deren gesamtes Konzept, die im Frauenfußball einzigartigen Marketing Pläne sehr gefallen. Hier ergibt sich für mich eine gute Gelegenheit mein gerade abgeschlossenes Studium des Sportmarketings anzuwenden und etwas mehr aus der Praxis dazulernen.

Umeå IK - AIK 8:0 (4:0)
Tore:
1:0
Lisa Dahlqvist 1.'
2:0 Madeleine Edlund 16.'
3:0 Ramona Bachmann 30.'
4:0 Ramona Bachmann 31.'
5:0 Lisa Dahlqvist 47.'
6:0 Lisa Dahlqvist 63.'
7:0 June Pedersen 83.'
8:0 Erika Karlsson 90.'
Zuschauer: 3.798

 Nilla Fischer, Kicki Viklund

Luftkampf zwischen Nilla Fischer und Kicki Viklund

Bild: Urszula Striner

LdB FC Malmö - Sunnanå SK 1:0 (1:0)
Tor:
1:0
Emma Stålhammar 22.'
Zuschauer: 422

 Malin Levenstadt

Malmös Abwehrspielerin Malin Levenstadt

Bild: Urszula Striner

Kopparbergs/ Göteborg - QBIK 4:1 (2:1)
Tore:
0:1
Lisa Mellberg 17.'
1:1 Lotta Schelin 21.'
2:1 Sara Lindén 33.'
3:1 Lotta Schelin 79.'
4:1 Lotta Schelin 88.'
Zuschauer: 512

No
Team
S
+
0
-
TD
P
1
Umeå
21
19
0
2
60
57
2
Djurgården
21
16
3
2
33
51
3
LdB FC Malmö
21
14
3
4
38
45
4
Kopparbergs/ Göteborg
21
12
2
7
8
38
5
Sunnanå
21
8
8
5
10
32
6
Linköping
21
9
5
7
9
32
7
Örebro
21
8
5
8
-4
29
8
Bälinge
21
5
4
12
-11
19
9
Hammarby
21
5
3
13
-21
18
10
AIK
21
3
5
13
-35
14
11
Falköping
21
3
2
16
-49
11
12
QBIK
21
1
6
14
-38
9


Torschützenliste:
25 Treffer:
Lotta Schelin, Kopparbergs/ Göteborg
23 Treffer: Marta, Umeå
16 Treffer: Victoria Svensson, Djurgården


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