Text von Volker Lieberum, Jennifer Meier und Rebecca Smith Fotos: Erik Muskus
27.4.06 Nachdem die schwedische Nationalelf am 22.4.06 ein erfolgreiches
Qualifikationsmatch in Tschechien mit einem 3:2-Sieg hinter sich brachte,
nutzen unter anderem zwei Vereine der Damallsvenskan das freie Wochenende um
noch einige freiwillige Trainingseinheiten zu absolvieren.
QBIK, um noch mehr Spielpraxis zu sammeln, die erste Begegnung in diesem
Jahr wurde ja verlegt. Sunnanå, um nach der Niederlage gegen Djurgården/
Älövsjö wieder etwas Selbstvertrauen zu tanken.
QBIK - Kolbotn IL 3:3 (1:2)
Zu diesem Treffen schrieb uns Jennifer Meier:
Nachdem unser Eröffnungsspiel zum Saisonanfang an Ostern abgesagt wurde, entschlossen wir uns kurzfristig für das darauf folgende Wochenende ein zusätzliches Trainingsspiel anzusetzen. Als Gegner wählten wir den letzt jährigen norwegischen Meister Kolbotn IL, um Erfahrung gegen eine starke Mannschaft zu sammeln. Die Begegnung fand in Vålberg statt.
QBIK startete sehr gut und ging nach guter Vorarbeit durch Rebecca Jonsson mit 1:0, das Anna Nilsson gelang, in Führung. Es dauerte nicht lange da konnten die Norwegerinnen ausgleichen. Nach einem Handspiel im Strafraum von Elina Johansson ließ sich Isabell Herlovsen nicht lange bitten und versenkte den fälligen Elfer zum 1:1 ins Netz.
Kurz vor der Pause in der 44. min. gelang, nach einem schönen Angriff über die rechte Seite, den Gästen durch Kristin Bjerke die 2:1 Führung.
Den besseren Start in die zweite Hälfte gelang wiederum den Karlstäderinnen. Kurz nach Wiederanpfiff gelang mir der 2:2 Ausgleich. In der 70. min. schickte ich, nach einem schnellen Konter, Anna Nilsson und die brachte QBIK mit 3:2 in Führung. Danach besannen sich die Norwegerinnen auf ihre Stärken und drückte nun mehr auf das unser Tor. Ein sehenswerter Volleyschuss von Ingrid Wang Anderse stellte in der 80. min. den 3:3 Endstand her.
Ich denke, es war ein gutes und Kampf betontes Spiel, das gerechterweise Unentschieden ausging. Für uns war es der optimale Test und eine super Vorbereitung auf die Begegnung am 1. Mai gegen den Meister Umeå IK.
Umeå Södra - Sunnanå SK 0:3 (0:0)
Rebecca Smiths Spielbericht hat besonders die eigene Mannschaft im Fokus:
Am Wochenende ist auch endlich der Frühling zu uns Frauen nach Sunnanå gekommen. Als wir im Gammlia Stadion ausgelassen und dem Entschluss, die Fehler vom letzten Wochenende vergessen zu machen, aufliefen, schien die Sonne.
Die Woche verbrachten wir hauptsächlich mit Trainings- und zusätzlichen
Laufeinheiten, die sich aber durch den Sieg über Umeå Södra ausgezahlt
haben, da
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er uns einen positiven Kick nach vorne gegeben hat.
Eigentlich begann das Spiel um 12:00, doch wachte unser Team erst nach
20 Minuten in der ersten Halbzeit auf, nach einer mauen und langsamen
Startphase. Der Umstand zusätzlich gegen den Wind anzurennen und doch einige
Umstellungen in der Abwehr mögen dafür verantwortlich sein.

Maria Nordbrandt stürmte letzte Saison noch beim Nachbarn Umeå IK und bereichert in diesem Jahr Sunnanå SK
Nachdem wir uns gefangen hatte und unsere Abstimmung besser klappte, erhöhte
Sunnanå das Tempo und in uns wuchs die Zuversicht für die verbleibende
Spielzeit.
Sandra Berggren als rechte Verteidigerin im Zusammenspiel mit
Sanna Frostevall zauberten einige gefährliche Aktionen auf der rechten Seite
hervor, ihre Flanken in den gegnerischen Strafraum brachten die Abwehr von
Umeå Södra in einige Bedrängnis. Leider konnte unsere Stürmerinnen zu diesem
Zeitpunkt, die teilweise tollen Pässe, nicht verwerten.
Linnea Gjersvold in der Mitte und Maggie Esseryd auf der linken Seite waren
neu in die Verteidigung genommen worden und boten eine solide Partie. Auch
konnten sie das offensive Spiel bereichern, indem sie mit langen Bällen die
Außen, Maria Nordbrandt und Madde Edlund, bedienten, die sich mit guten
Angriffsaktionen in Szene setzten.
In der ersten Hälfte dominierte zwar Sunnanå, doch konnte sich diese Überlegenheit nicht auf der Ergebnistafel
niederschlagen, die weiterhin 0:0 anzeigte.

Kicki Viklund bot heute bei Eckstößen und im Mittelfeld eine gute Partie
Möglicherweise durch die Kombination des aufglimmenden
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Siegeswillens, der besseren Kondition und dem Vertrauen an sich selbst, war der Motor dafür,
dass wir das Spiel in der zweiten Hälfte beherrschten.
Carina Holmberg
dominierte im Mittelfeld, da sie jeden offensiven Vorstoß von Umeå Södra
abfing und die Bälle intelligent an die Flügelspielerinnen weiterleitete.
Durch die Auswechslung von Alex Nilsson für Frostevall rechts und Johanna
Lindahl für Johansson links Außen kam frischer Wind in die Mannschaft. Ein
perfekter Pass schickte Nilsson, die am rechten Seitenaus das Spiel
auseinander zog. Sie schickte dann einen sehr guten Pass durch Umeå Södras
Abwehrreihen auf Nordbrandt, doch die täuschte die gegnerische Torhüterin
und überließ das Leder Edlund, die aus dem Hintergrund herangeeilte und
eiskalt zum 1:0 vollstreckte. Das Tor gab uns den nötigen Antrieb, die
Begegnung mit dem nötigen Selbstvertrauen nach Hause zu fahren. Durch die
ständigen Angriffe von Nordbrandt und Edlund, die verstärkt zu Eckbällen
führten, die Kiki Viklund präzise herein gab, brannte es lichterloh im Strafraum
von Umeå Södra. Es war nur eine Frage der Zeit, wann der Ball den Weg ins
Tor finden würde. Nach einer Viklund-Ecke fiel das 2:0 endlich in der 65.
min.
Unsere Abwehr stand hinten sehr sicher und in die ein und die andere Aktion
konnten sich deshalb die Defensivspielerinnen auch einschalten. Selbst ich
startete einen Vorstoß mit einem anschließenden Prachtschuss, der bestimmt
das schönste Tor der Saison geworden wäre, wenn die Torhüterin ihn nicht in
aller letzter Sekunde noch abgewehrt hätte.

Mittelfeldspielerin Kicki Viklund, Abwehrspielerin Rebecca Smith und Madeleine Edlund, die für Sunnanå stürmt
Das dritte Tor fiel aber dennoch; Lindahl erhielt einen Pass aus dem
Mittelfeld und rannte mit dem Ball in den Strafraum. Ihr Gewaltschuss mit
dem linken Fuß flog über die Torhüterin hinweg ins Tornetz und sicherte
unseren 3-Tore-Sieg.
Dieser Erfolg war ein moralischer und psychologischer Push für Sunnanå, der
uns in eine positive Grundstimmung für das erste Heimspiel am 1. Mai in
diesem Jahr versetzte.
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