Damallsvenskan
Kopparbergs/ Göteborg entführt Punkt aus Umeå
Bericht vom 4. Spieltag |
Von Volker Lieberum, Jessica Julin, Jennifer Meier, Sara Thunebro und Ola Tuvesson 23.5.2006
Wenn die schwedische Liga so weiter geht wie sie sich in den ersten vier Spieltagen präsentiert hat, können wir auf eine interessante Saison hoffen. Im Moment scheint hier alles möglich, jeder kann dem anderen ein Bein stellen. Es erscheint so, dass die Mannschaften im Niveau enger zusammen gerückt sind. Heute mussten die Führenden aus Umeå einen Punkt zu Hause an Kopparbergs/ Göteborg abgeben, die zur Zeit, man höre und staune, nur auf dem vorletzten Tabellenplatz herumkrebsen.
Umeå IK - Kopparberg / Göteborg 1 - 1 (1:1)
Das Spiel begann wie man nicht anders erwarten konnte, Umeå war die überlegene Mannschaft und drückte den Gast, der mit einer 4-5-1-Formation ein wahres Bollwerk um Torhüterin Maria Edman errichtet hatte, in den eigenen Strafraum zurück. Angriffswelle um Angriffswelle rückte auf Edman zu, die sich das ein um das andere Mal auszeichnen konnte und ihr Gehäuse sauer hielt. Mit der Zeit formierte sich der Gast auch allmählich und man kam auch in das Spiel. In der 31. min. rappelte es dann doch im Gästetor. Die Norwegerin Lise Klaveness, die beste UIK-Spielerin war, verwandelte eine Vorlage von der rechten Verteidigerin Anna Paulsson.
Wer nun dachte, Göteborg gäbe sich geschlagen, irrte, denn das Team führte seine begonnene Spielzüge, stören und eigene Angriffe nach vorne versuchen, weiter. Sechs Minuten später wurde diese Taktik belohnt, den Lotta Schelin gelang der Ausgleich, der zugleich auch der Pausenstand war.
In der zweiten Hälfte sahen die 1384 Zuschauer ihre Mannschaft noch offensiver und der Gast konnte nur in der Defensive operieren. Doch führte das zu keinem zusätzlichen Tor, da selbst Malin Moström einen Strafstoß nur an den Pfosten setzte. Überglücklich nahm das Kopparbergs-Team einen Punkt mit nach Göteborg heim.
Jessica Julin schickte folgendes Statement: "Nachdem wir die Saison wirklich armselig begonnen hatten, mit einigen Mängeln in der inneren Einstellung, haben wir heute als ein Team gespielt und jeder kämpfte von Anfang bis zum Ende für den anderen mit. Die letzten beiden Begegnungen gegen starke Mannschaften (Malmö und Umeå) hat aber auch gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist. Zweifellos müssen wir so wie gegen Umeå auftreten, um zu zeigen, ob wir eine Topmannschaft oder ein Newcomer sein wollen.
Die Partie gegen UIK haben wir nicht sehr gut begonnen. Ich weiß nicht, ob das an den beiden Flügen von Göteborg nach Nordschweden lag, die uns langsam und müde gemacht haben. So richtig wach wurden wir erst nach dem Unentschieden in der ersten Hälfte. Danach hatte zwar Umeå die meiste Zeit den Ball, doch so eine richtige Torchance konnten sie aber nicht herausspielen. Unsere Abwehr stand sehr gut und hielt sich tapfer, so dass ich auf jeden stolz bin. Seit Juni 2004 hat Umeå keinen Punkt mehr zu Hause abgegeben, deshalb bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Nachdem ich 5 ½ Jahre dort gespielt habe, spiel Umeå natürlich einen großen Teil in meinem Leben und ich wünsche ihnen deshalb immer viel Glück, doch niemals habe ich mich so gut gefühlt als mit diesem Resultat nach Hause zu fahren.
Die anderen Teams sind auch alle recht stark in diesem Jahr, die Liga erscheint mir recht ausgeglichen und das ist sehr wichtig für die Entwicklung der Spielerinnen, aber auch den Mannschaften in der schwedischen Liga selbst.
Am Sonntag haben wir das dritte schwere Spiel innerhalb einer Woche. Djurgården kommt zu uns nach Göteborg und ich kann euch versprechen, wir machen da weiter, wo wir in Umeå aufgehört haben."
Bälinge - Mallbackens IF 2 : 0 (1:0)
Einen guten Start hatte bisher der Aufsteiger aus Bälinge. Auch dieses Mal ging man in der 12. min. nach einem lang gezogenen Freistoss von Kacey Whites durch Lina Andersson mit 1:0 in Führung,
Whites spielte sich der 73. min. frei, machte das Tor und brachte das Spiel und drei Punkte sicher heim. Mallbackens muss dafür weiterhin die rote Laterne des Tabellenletzten halten.
QBIK - Djurgården / Älvsjö 1 : 1 (0:0)
Jennifer Meier schickte uns den folgenden Bericht vom Spiel, das Susanne Borg aus Göteborg leitete:
"Das Spiel war wie gegen Umeå im wahrsten Sinne des Wortes wieder einmal ins Wasser gefallen. Es regnete den ganzen Tag über, aber trotzdem haben noch 708 Zuschauer den Weg ins Tingvalla Stadion gefunden.
Wieder einmal starteten wir recht gut, doch konnten beide Teams nicht wirklich 100%ige Torchancen herausspielen.
Die erste hatte aber Victoria Svensson in der
13.Minute, aber Maria Busk,
Maria Busk ist seit Wochen ein großer Rückhalt für ihr TeanArchivfoto: Volker Lieberum
unsere Torfrau, die dieses Jahr ein großer Rückhalt für unsere Mannschaft ist, hielt, wie sie ja
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Therese Sjögran überwindet Kristin Hammarström und erzielt das 1:0 Bild: Urszula Striner
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schon in letzten Spielen einige große Torchancen vereitelt hat.
QBIK hatten die erste Torchance etwa in der 32. Minute, eine Stockholmer Spielerin köpfte eine Flanke von uns fast ins eigene Tor. Mit 0:0 ging es in die Pause
und für uns war klar, dass wir auf jeden Fall einen Punkt behalten wollten.
In der 52. Minute erziele Anna Nilsson, mit einem schönen Distanzschuss, die 1:0 Führung für QBIK.

Anna Nilsson erzielte das 1:0 für QBIK
Archivfoto: Volker Lieberum
Danach haben wir uns leider etwas versteckt bzw. zurückgezogen und mussten in der 62. Minute den 1:1 Ausgleich durch Linda Fagerström hinnehmen.
Djurgården kam danach noch zu einigen guten Torgelegenheiten, die aber ohne Erfolg blieben. Auch unser Karlstäder Team hatte ca. 5 Minuten vor Spielschluss nochmals die Chance in Führung zu gehen, aber Anna Nilsson verpasste das Tor leider knapp.
Ich denke, die Punkteteilung war vom Spielverlauf her gesehen, dann doch für beide Mannschaften gerecht."
Etwas enttäuschter war auf der anderen Seite Sara Thunebro, die wieder als rechte Stürmerin agierte, denn gegen Umeå war sie aus taktischen Gesichtspunkten in der rechten Verteidigung eingesetzt. Sie gab folgendes Statement:
"Ich weiß nicht was geschah. Wir sind eine gute Mannschaft, mit vielen guten Spielerinnen, doch können wir einfach nicht das Ding gemeinsam nach Hause tragen, denn jeder kocht sein eigenes Süppchen und nur die Einzelaktionen sehen recht gut aus. Wenn man uns anschaut, so ist das alles recht nett, doch der 100%ige Biss im Strafraum fehlt dann.

Linda Fagerström erzielte den Ausgleich für Djurgården/ Älvsjö
Archivfoto: Volker Lieberum
Wir haben sehr viel Spaß zusammen, auch ist unser Training sehr gut, doch irgendetwas fehlt. Vielleicht müssen wir noch härter arbeiten und vor allem sollten wir versuchen nicht eigensinnig, sondern auch für den anderen zu spielen."
Sunnanå SK - Linköpings FC 1 : 2 (0:1)
547 Zuschauer im Stadion von Skellefteå erlebten einen Gast, der auch Tore schießen kann. Die Linköpingerinnen hatten ja bisher zwei torlose Spiele abgeliefert. Diesmal gingen sie in der 34. min. durch Josefine Öqvist in Führung und hielten diesen Spielstand bis zur Pause.
Zwei Minuten nach Wiederanpfiff glich dann die Heimmannschaft durch Kicki Viklund zum 1:1 aus. Doch schon zehn Minuten später war der ein Tore Vorsprung nach einem Zuspiel von Ann Westermark auf Caroline Seger, die zum 2:1 verwandelte, wieder hergestellt. Diesen Vorsprung hielt dann Linköping bis zum Schluss und brachte die ersten drei Punkte mit nach Hause.
Jitex DFF - Hammarby 2 : 2 (2:1)
Direkt nach dem Anstoß fiel schon das erste Tor durch Sofia Skog für den Neuling. Die nächsten 20 Minuten dominierte dann der Gast und der mit langen Bällen in die Mitte Jitex unter Druck setzte. Nur sporadisch konnten die Göteborgerinnen ihre Angriffe nach vorne tragen. Doch in der 26. min. kam die nächste kalte Dusche für Hammarby, Therese Björk konnte sich von ihren Gegenspielerinnen lösen, ging in den Strafraum und schob das Leder vorbei an der chancenlosen Katarina Wicksell zum 2:0.
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Weiterhin versuchte der Gast sein Ziel mit langen Bällen zu erreichen. Als sich Jitex schon mit der Zwei-Tore-Führung in der Pause wähnte, gelang Therese Sandström der psychologische 2:1 Anschlusstreffer in der 44. min.
Auch in der zweiten Hälfte setzte sich die Hammarby-Angriffswelle durch die Mitte fort. Nach einer gut herein gegebenen Ecke gelang Marijke Callebaut der Ausgleich. 2:2 hieß es auch am Ende und beide Teams teilten sich die Punkte.
Malmö FF - KIF Örebro 2 : 0 (0:0)
Ola Tuvesson, der uns schon in der letzten Saison mit Reportagen aus Malmö versorgte, schickte uns folgenden Spielbericht:
"Leider kamen nur 539 Zuschauer zu diesem Heimspiel von Malmö FF, obwohl man den Anstoß eine Stunde nach vorne gelegt hatte, da abends das Champions League Spiel zwischen Barcelona und Arsenal auch im schwedischen Fernsehen übertragen wurde.
Beide Mannschaften hatten in der ersten Hälfte einige Chancen, doch wollte kein Tor fallen. Therese Lundin und Asthildur Helgadottir waren es auf Seiten Malmös, die Kristin Hammarström im KIF Örebro Tor prüften. Die größte Chance hatte "Asta" als sie eine Flanke von Jenny Engwall knapp über das Tor köpfte. Der Gast hatte einige Möglichkeiten, doch brachte er ebenfalls den Ball nicht im Gehäuse unter.
Doch sollten die Tore in der zweiten Hälfte fallen. In der 54. min. war es Therese Sjögran, die es erzielte. Sie erhielt das Leder von Frida Nordin, rannte damit von rechts kommend auf Örebros Torhüterin Kristin Hammarström zu und schob den Ball links an ihr vorbei.
Nach dem Tor ging ein Ruck durch die Heimmannschaft, die Pässe kamen besser, das Tempo zog an und spielte etliche Chancen heraus. KIF Örebro beschränkte sich auf gelegentliche Konter, die aber zu keinem Erfolg führten.

Asthildur Helgadottirs köpft das 2:0 für Malmö
Foto: Urszula Striner
In der 79. min. gab Frida Nordin die Vorlage für Asthildur Helgadottirs, die den Ball ins Netz köpfte.
Pia Sundhage, die Gästetrainerin, erkannte an, dass Malmö FF mehr Chancen zu verzeichnen hatte als ihre Mannschaft.
Jörgen Petersson war zwar mit dem Resultat zufrieden, aber nicht ganz mit dem gesamten Spielverlauf, da die Tore nur aus den Fehlern von Örebro resultierten.
Beste Spielerin des Heimteams war Malin Levenstad, die eine von Malmös kommenden Spielerinnen sein wird und heute schon in der Startelf steht. Von ihr wird man in der Zukunft noch viel hören. Lena Andersson war beste Spielerin auf Seiten KIF Örebros."
Malmö FF:
Caroline Jönsson;
Jenny Engwall-Therese Jönsson-Malin Levenstad-Dóra Stefánsdóttir;
Frida Nordin-Therese Sjögran-Nilla Fischer-Emma Wilhelmsson;
Therese Lundin-Asthildur Helgadottir
KIF Örebro:
Kristin Hammarström;
Ingrid Ericsson-Stina Segerström-Keeley Dowling-Caroline Näfver;
Hodan Siid Ahmed-Elin Magnusson-Lena Andersson-Marie Hammarström;
Louise Östman-Emilia Erixon
Schiedsrichterin: Paula Thörn, Lagan
Zuschauer: 539
Tore:
1 - 0 Therese Sjögran, 54
2 - 0 Asthildur Helgadottir, 79
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