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Damallsvenskan

Grattis Umeå IK
GOLD 2006

Bericht vom 18. Spieltag

Von Volker Lieberum, Ola Tuvesson, Rainer Fussgänger, Jennifer Meier und Rebecca Smith

04.10.2006    Nach 18. Spieltagen führt UIK mit 13 Punkten Vorsprung die Tabelle vor dem zweiten Durgården/ Älvsjö an. Damit hat der Verein vorzeitig die schwedische Meisterschaft 2006 errungen. Dazu hat UIK die Chancen im Pokal und im UEFA Cup.
Nachdem sich QBIK wieder kurz vor Schluss von seinem direkten Kontrahenten Jitex wiederum den Sieg hat nehmen lassen, sieht es ganz bitter für den Verein aus. Er scheint damit neben Mallbacken der zweite Absteiger dieses Jahr aus der Damallsvenskan zu sein.

Malmö FF - Linköpings FC 2:2 (1:1)
Ola Tuvesson
schickte seinen Bericht aus Malmö:
An Schwedens Wahlsonntag kam das Team aus Linköping zu uns nach Malmö und wie im Hinspiel lautete das Ergebnis am Ende 2:2.
Malmö FF spielte ohne Malin Levenstad und der Linköpings FC musste auf Sara Larsson, die verletzt war verzichten. Es war ein hartes Match zwischen zwei sehr guten Mannschaften

Die Gäste erwischten einen guten Start und waren zunächst das bessere Team, doch nach und nach spielten sich beide Mannschaften gute Torgelegenheiten heraus. In der 26. min. jubelten die Malmö Fans. Nanna Johansen wurde im Strafraum gelegt und Asthildur Helgadottir verwandelte den fälligen Elfer.

Linköpings Ausgleich in der 37. min. fiel durch ein umstrittenes Tor durch Tiffeny Millbrett, denn Caroline Jönsson bekam, bevor sie eingreifen konnte, einen Ellenbogen- oder Kopfstoss ab und es hätte einen Freistoss für Malmö geben müssen. So kostete uns das vielleicht zwei Punkte.

Zehn Minuten nach Beginn der zweiten Hälfte erzielte Asthildur Helgadottir ein fantastisches Tor. Nachdem sie in den Strafraum eingedrungen war, spielte sie auf Therese Lundin ab.

Therese Lundin, Maria Karlsson

Therese Lundin ist einen Schritt schneller als Maria Karlsson

Bild: Urszula Striner

Ludde passte sofort wieder auf Asta, die lies der herauseilenden Hedvig Lindahl keine Chance und schoss zum wunderschönen Führungstreffer ein. Jetzt dachten alle, dass Malmö das Spiel gewinnen könnte, doch Linköping gab nicht auf. Der Ausgleich fiel elf Minuten später. Ein Freistoss kam auf Caroline Seger, die das Leder an Josefine Öqvist weitergab. Ihr Schuss wurde abgewehrt, doch im Nachschuss machte Anna-Kaisa Rantanten den 2:2 Ausgleich, was auch das Endergebnis war. Ich muss sagen, dass das Resultat in Ordnung geht und ich ein sehr gutes Spiel gesehen habe.

In der Pressekonferenz sagte, dass die Malmöer Abwehr gut gespielt habe. "Es schmerzt natürlich, wenn man 2:1 führt, dass man sich am Schluss die Punkte noch teilen muss. Wir spielten gut und unsere Ziel ist es so weit wie möglich oben mit zu spielen im dieser Saison."

Therese Sjögran

Therese Sjögran lief sehr viel im Spiel

Bild: Urszula Striner

Therese Sjögran war nach dem Spiel kaputt und meinte, dass sie sehr viel in der Begegnung rennen musste. Wenn man sich das ganze Spiel ansieht ginge das 2:2 in Ordnung."

Djurgården/ Älvsjö - Kopparbergs/ Göteborg 2:3 (1:3)
Aus Stockholm schreibt uns Rainer Fussgänger:
"Bei sonnigem Spätsommerwetter in Stockholm am Sonntag der Reichstagswahlen kamen doch immerhin 400 Zuschauer zum Spiel Djurgården - Kopparbergs/ Göteborg. Nachdem die Stockholmerinnen im Pokal überraschend deutlich in Linköping ausgeschieden waren und auch bereits am letzten Wochenende beim 2:2 in Örebro einen Punkt abgegeben hatten, stellte Göteborgs Trainer Martin Pringle seine Truppe offensiv ein.

Überraschend übernahmen die Gäste sofort die Initiative und zeigten sich zweikampfstark und kompromisslos in der Abwehr und respektlos in Mittelfeld und Angriff. Die verunsicherten Gastgeberinnen fanden nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus. In der sechsten Minute führte ein unnötiger Ballverlust zur nicht unverdienten Führung: Lotta Schelin spitzelte den Ball zu Sara Lindén, die aus knapp zehn Metern unhaltbar für Norwegens Nationaltorhüterin Bente Nordby das 1:0 erzielte. Nach einem Eckball von rechts erhöhte Lotta Schelin bereits nach elf Minuten per Kopf zum 2:0. Djurgården zeigte sich konsterniert, kam nach einer Weile dann aber dennoch zu Chancen. Die kopfballstarke Jane Törnqvist war nahe am Anschlusstreffer, doch ihren Kopfball klärte Maria Nilsson auf der Linie. Laura Kalmari hatte Pech mit einem Rechtsschuss, der knapp übers Tor strich, aber insgesamt stand die Innenverteidigung der Gäste mit Sofia Dammström und Frida Höglund mehr als sicher. Weder Victoria Svensson noch Laura Kalmari konnten in der ersten Halbzeit ihre gewohnte Gefährlichkeit erreichen. Ganz anders dagegen Lotta Schelin. Die 22-Jährige, groß gewachsene Nationalspielerin mit der filigranen Technik wurde nach 38 Minuten im Strafraum von ihrer Schwester Camilla frei gespielt und Lotta tanzte sich durch die gegnerische Verteidigung und markierte mit dem 3:0 bereits ihren 17. Saisontreffer mit dem sie zusammen mit der Isländerin Asthildur Helgadottir die Führung in der Torjägerliste übernahm. Das Spiel schien gelaufen.

Doch nun wachten die Gastgeberinnen auf. Victoria Svensson schaffte mit einem


Asthildur Helgadottir, Hedvig Lindahl

Trotz dem beherzten Einsatz von Hedvig Lindahl macht Asthildur Helgadottir ihr zweites Tor

Bild: Urszula Striner

Heber nur drei Minuten später das 3:1. Djurgårdens Coach Benny Persson setzte auf mehr Offensive und brachte zur zweiten Halbzeit Stammspielerin Elin Ekblom, die wie gewohnt schnell Druck auf der rechten Seite entfaltete. Die Zuschauer hatten kaum nach der Pause Platz genommen, als Linda Fagerström mit einem Weitschuss die Unterkante der Latte traf und Elin Ekblom den Abpraller zum Anschlusstreffer nutzte. 2:3 nach 48 Minuten. Bei den Gastgeberinnen und den Fans keimte Hoffnung auf, zumal Camilla Schelin nach 50 Minuten die zweite gelbe Karte sah und das Feld vorzeitig verlassen musste. Eine zu harte Entscheidung der Unparteiischen Lena Arwedahl, Schelin verliess weinend den Platz.

Camilla Schelin

Sie war die unglücklichste im heutigen Spiel Camilla Schelin

Archivfoto: Volker Lieberum

In der Folge Spiel auf ein Tor. Jane Törnqvist per Kopf (50.), Anna Halls Schuss mit dem Außenrist (62.), noch einmal Törnqvist und Victoria Svensson deren Torschüsse innerhalb weniger Sekunden auf der Linie geklärt wurden und immer wieder tolle Aktionen von Göteborgs Torfrau Maria Edman.

Es blieb beim 3:2 für Kopparbergs/Göteborg, glücklich, aber nicht ganz unverdient, hatte man doch mit einem fulminanten Start für drei Tore gesorgt. Überragende Akteure der Gäste die bereits genannten Maria Edman und Lotta Schelin. Djurgården verschlief den Beginn und hat sich die Niederlage, unglücklich nach allen Chancen der zweiten Hälfte, dennoch selbst zuzuschreiben. Man hatte den Gegner anfangs nicht ernst genug genommen. Hammarbys Trainer En Perlskog sagte in dieser Saison, dass man Teams wie Djurgården und Umeå nur schlagen könne, wenn man eine Ausnahmespielerin hätte. Lotta Schelin bereitete ein Tor vor und erzielte die anderen beiden selbst. Das soll die kompakte Mannschaftsleistung, insbesondere auch nach dem Platzverweis von Lottas Schwester, nicht schmälern."


QBIK - Jitex BK 1:1 (0:0)
Einen sehr persönlichen Kommentar schickte Jennifer Meier:
"Ja, dass Spiel am Sonntag war mal wieder typisch für uns, ich weiß eigentlich gar nicht so genau, was ich dazu schreiben soll. Von Anfang an waren wir die absolut überlegene Mannschaft und gingen sogar mit 1:0 durch Maureen Mmadu in Führung. Doch dann machte der Trainer mal wieder in der 81. min. einen ganz seltsamen Wechsel, den niemand nachvollziehen konnte und auch die Mannschaft sich gefragt hat: Warum?
In der 81. min. nahm er mich raus, um auf Sicherheit zu spielt, dass heißt mit einer Spitze und gibt damit Jitex die Möglichkeit auf eine Dreierkette in der Abwehr umzustellen und mit einer Mittelfeldspielerin mehr und mehr Druck auf unser Tor zu machen. Kein Wunder, dass irgendwann der 1:1 Ausgleich fiel, was mal wieder eine große Diskussion bei uns ausgelöst hat.

Theoretisch ist der Klassenerhalt ja noch möglich, aber natürlich haben wir die schwereren Spiele.
Ich gebe aber noch nicht auf, Volker, du kennst mich ja, dafür spiele ich zu lange in Topvereinen um zu sagen, es ist nicht mehr zu schaffen, dass wirst du von mir nicht hören."


Sunnanå SK - Mallbackens IF 2:0 (1:0)
Aus Schwedens Norden schrieb uns Rebecca Smith:
Das Spiel gegen Mallbacken gehört nicht zu unseren besten, doch hatten wir sehr viele Torchancen und sie keine einzige, so gesehen war es doch ein erfolgreiches Match, das wir mit drei Punkten abschlossen. Wir wussten natürlich, dass unser Gegner alles daran setzen würde um zu gewinnen, da sie sehr nahe daran stehen in die nächste Division abzusteigen, so nahmen wir den Kampf auf. Schon in den ersten Sekunden hatten wir eine Chance, als wir den Ball von unserer Abwehr heraus über das Mittelfeld auf unsere rechte Stürmerin Maria Nordbrandt schickten. Diese leitete das Leder an Madde Edlund weiter, doch die schoss weit am Tor vorbei. Danach waren wir sehr in unserer eigenen Hälfte gebunden, da wir es uns nicht gelang einen gefährlichen Offensivschlag zu starten. Oft passten wir zu ungenau, dass der Gegner angespielt wurde und nicht der eigene Mitspieler oder wir verloren einfach den Ball. Unser größtes Problem war es, dass wir das Leder in Höhe der Mittellinie verloren. Gott sei Dank stand unsere Verteidigung sicher und gab uns hinten eine solide Basis.

In unserer Aufstellung gab es einige Änderungen, da wir z.B. Carina Holmberg, die drei gelbe Karten sah, nicht zur Verfügung hatten. Alexandra Nillson, eine junge, talentierte Spielerin, die am Anfang der Saison verletzt war, spielte am linken Flügel. Wenn sie den Ball hatte und die Gegenspielerin direkt auf sich zog, war sie immer schneller und konnte damit gute Möglichkeiten für uns gestalten. Anna Boden wurde mit Sanna Frostevall im zentralen Mittelfeld eingesetzt und beide harmonierten sehr stark zusammen. Sanna gewann fast alle Bälle in der Luft, Anna brachte durch ihren eigenen Stil das gewisse Etwas in unser Mittelfeld und beschickte mit herrlichen Pässen durch Mallbackens Abwehr unsere nach vorne rennenden Stürmerinnen. Leider hatten die ziemlich Schwierigkeiten, da sie von Mallbacken immer wieder Abseits gestellt wurden. Doch dann schlenzte Boden das Leder direkt auf Madde Edlund, die plötzlich alleine der Torhüterin, die bis dahin eine tolle Leistung zeigte, gegenüber stand und schob den Ball in der 13. min. unter ihr hindurch zur 1:0 Führung. Mehr Tore fielen in der ersten Halbzeit nicht.

Die zweite Hälfte glich der ersten. In der 72. min. bekam Lina Johansson den Ball im Strafraum und passte zurück auf Sanna Frostevall, die ihn in die rechte untere Torecke drosch. Sanna war so glücklich, denn es war ihr erstes Tor. Zum Schluss blieb es beim 2:0 in einem Match in dem die Abwehr sehr stabil stand und unsere Torhüterin Åsa Berglund kaum beschäftigt war. In den letzten Begegnungen, die wir gewannen, tankten wir immer mehr Selbstbewusstsein, so dass wir im Moment wirklich ein gutes Gefühl in Sunnanå haben."

Bälinge - Hammarby IF 1:3 (0:1)
In Uppsalla ging der Gast aus Stockholm schon in der 7. min. durch ein Eigentor der Heimmannschaft in Führung, trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es in der ersten Hälfte beim 1:0.

Auch nach der Pause waren sieben Minuten vergangen als Bälinge, diesmal auf der richtigen Seite, ein Tor durch Minna Mustonen zum 1:1 Ausgleich gelang. In der 64. min. wurde Louise Fors im Strafraum gelegt und "Lollo" führte den fälligen Elfer selber aus und setzte die Kugel rechts an der Torhüterin vorbei zum 2:1 ins Netz. Kurz vor Spielende konnte Sara Johansson zwei Verteidigerinnen überspielen

Sara Johansson, Maja Åström

Sara Johansson ließ Maja Åström keine Chance

Bild: Kjell Franzen

und den Ball vorbei an Maja Åström ins Tor zum 3:1 drücken. Damit fuhren die Gäste mit drei Punkten für die Tabelle nach Hause. Beste Spielerin war Emma Lundh von Hammarby und Minna Mustonen bei Bälinge.

Umeå IK - KIF Örebro:
Heute Abend, 20.9.06, entschied die nordschwedische Mannschaft aus Umeå durch einen Sieg über Örebro die diesjährige Meisterschaft frühzeitig für sich. Damit kann sich das Team unter Leitung von Trainer Andrée Jeglertz in den nächsten Wochen ausschließlich den schwierigen Aufgaben im Pokal und besonders im UEFA Cup widmen. UIK hat auch in diesen Wettbewerben die größten Chancen die Titel und damit das Tripel für sich zu entscheiden.

2078 Zuschauer waren an diesem Mittwochabend ins Stadion Gammliavallen, dem die UEFA zu letzt endgültig die internationale Tauglichkeit bescheinigt hat, gekommen um die vorzeitige Meisterschaft zu feiern. Man musste bis zur 32. min. warten, um nach dem Tor von Marta, das erste Mal richtig jubeln zu können. Sieben Minuten später folgte wieder einmal Marta Spezialität,

Marta

Marta zelebriert die Ecke

Archivfoto: Kalle Prorok

sie legte sich in Ruhe den Ball zum Eckstoß hin und beförderte diesen direkt ins Netz von Örebro. Mit einem guten Gefühl ging die Heimmannschaft in die Pause.

Anna Sjöström

"Sjöa" schoss das 3:0

Archivfoto: Kalle Prorok

Anna Sjöström setzte in der 88. min. mit dem 3:0 den Schlusspunkt in diesem Spiel.

No
Team
S
+
0
-
TD
P
1
Umeå
18
17
1
0
51
52
2
DIF
18
12
3
3
33
39
3
Malmö
18
10
5
3
19
35
4
Linköping
18
9
5
4
11
32
5
Kopparbergs/
Göteborg
18
8
5
5
7
29
6
Sunnanå
18
7
3
8
-3
24
7
Hammarby
18
6
5
7
-12
23
8
Örebro
18
5
4
9
-7
19
9
Bälinge
18
4
6
8
-15
18
10
Jitex
18
2
6
10
-32
10
11
QBIK
18
0
9
9
-23
9
12
Mallbacken
18
2
1
15
-29
7


Zwar erzielte das führende Spitzentrio jeweils zwei Tore, doch in der schwedischen Wertung wurde Marta nur eins zugesprochen (?):

17 Tore: Asthildur Helgadottir, Malmö, Lotta Schelin, Kopparbergs/Göteborg, Marta, Umeå (16 Tore ?)
13 Tore: Victoria Svensson, Djurgården/Älvsjö
12 Tore: Sara Johansson, Hammarby


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