Von Volker Lieberum, Rebecca Smith, Pavlina Šcasná, Jennifer Meier und Therese Lundin 14.9.2006
Der heutige Spieltag stellt den bisherigen Publikumsrekord, Umeå - Hammarby mit 3248 am 28. Juni 06, in dieser Saison ein. Die Partie Linköping - Umeå wollten genau 3427 interessierte Fußballfans sehen. Trotzdem ist auffällig, dass das Zuschauerinteresse nicht mehr so groß wie in den Jahren zuvor ist. Es hilft anscheinend auch nichts, dass man Werbung mit attraktiven Live-Übertragungen im Fernsehen, etwa zuletzt Djurgården - Linköping, macht. Dabei zeigen sich Schwedens Stürmerinnen sehr schussstark, genau drei nehmen im Moment die Spitze der Torschützenliste ein.
Jitex BK - Bälinge 1:1 (1:1)
Gerade einmal 166 Besucher kamen in Göteborg/ Mölndal zu der Begegnung der beiden Aufsteiger. Das Hinspiel konnte damals Bälinge mit 1:0 für sich entscheiden. Diesmal ging Jitex schon in der 7. min. mit 1:0 in Führung. Kathy Eriksson nickte das Leder nach einer Ecke von Therese Börk getreten in den Kasten.
Minna Mustonen erzielte den Ausgleich für BälingeArchivfoto: Glenn Hägg
Die Führung wurde aber in der 22. min. durch Minna Mustonen egalisiert. Sie spielte sich frei und überwand Kristin Luckenbill im Tor von Jitex. An diesem Spielstand änderte sich bis zum Schluss nichts. Jitex hätte zwar gerne drei Punkte zu Hause behalten, doch sichert ihnen das 1:1 wieder den sicheren zehnten Tabellenplatz.
Hammarby IF - Sunnanå SK 1:1 (1:0)
Von ihrem Auswärtsspiel, das nur 252 Zuschauer zog, schreibt uns Rebecca Smith:
"Ich glaube, ich kann sagen, dass dies nicht eines unserer besten Spiele war. Es schien so als wären wir zu Beginn noch am Schlafen gewesen. Viele unserer Zuspiele im Mittelfeld gingen verloren oder wir gaben sie direkt an Hammarby ab. Da unsere Mittelfeldspieler nicht als Einheit agierten, klappte auch das Zusammenspiel zwischen ihnen und der Abwehr nicht. Dadurch wurde unsere Verteidigung sehr unter Druck gesetzt.
Da es nach vorne wenig Möglichkeiten gab, versuchte man von hinten heraus irgendwie den Angriff zu bedienen. Durch unser bewegungsloses Verhalten, wir rannten weder vorne noch hinten, war es für die Hammarbyer Abwehr aber ein leichtes, unsere Spiel zu durchschauen und fast alle Duelle gegen unsere Stürmerinnen zu gewinnen. Damit ging die erste Hälfte an den Gastgeber, die uns hinten mit guten Flanken eindeckten und gefährliche Chancen heraufbeschworen.
Trotzdem hielten wir das 0:0 bis kurz vor der Pause. Sandra Bergren und Hanna Marklund gingen gleichzeitig raus auf eine gegnerische Angreiferin. So sahen Kicki und ich uns plötzlich alleine drei Hammarby Stürmerinnen gegenüber. Die Flanke fand Sara Johansson und die ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und köpfte die 1:0 Führung ins Netz, bevor Sekunden später dann der Pfiff zur Pause erfolgte.
Sara Johansson köpft das 1.0; Åsa Berglund und Sanna Frostevall kommen zu spätBild: Martin Agfors
Die zweite Halbzeit lief dann für uns besser, es kam einfach daher, dass wir uns mehr in der Defensive und in der Offensive bewegten und mehr rannten. Trotzdem war es schwer unsere Stürmerinnen zu bedienen, denn wir konnten mit unseren langen Bällen nicht Hammarbys Abwehr austricksen. Sie selbst hatten nur wenig Möglichkeiten nach vorne zu stoßen und wenn, stand Åsa Berglund hinten im Kasten und vereitelte die Chancen.
Dafür gab es jetzt für uns gute Gelegenheiten, so etwa für Maria Nordbrandt, die ein gutes Spiel auf rechts zeigte, deren Geschoss von der Latte zurückprallte. Nach einer Ecke nickte Hanna Marklund auf's Tor, Katarina Wicksell lenkte das Leder mit einem Reflex nach vorne. Den Nachschuss von Madde Edlund konnte eine Abwehrspielerinnen weite am Tor vorbeilenken. Schließlich gelang es dann Maria Nordbrandt in der 51. min. ihre Gegenspielerin zu umspielen und den Ausgleich zu erzielen.
Danach war die Partie ausgeglichen; wir selbst hatten Probleme mit dem Anspiel unsere Offensive, denn unsere Bälle kamen nicht mehr an. Vielleicht lag es daran, dass es immer eine Zeit dauert bis man sich an das Bespielen eines Kunstrasens angepasst, denn einen sollen Platz hat Hammarby.
Dazu schlichen sich wieder die Fehler aus der ersten Hälfte ein, sprich fehlerhaftes Abspiel durch zu kurze Pässe.
Jedenfalls endete das Spiel enttäuschend 1:1 für uns, denn es war mehr drin und wir hätten die drei Punkte mit nach Hause fahren können. Auf der anderen Seite können wir zufrieden sein, dass wir nach dem 0:1 noch einmal zurück gekommen waren und uns
Kampf um den Ball, Åsa Berglund und Louise ForsBild: Kjell Franzén
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Sara Johansson ein Torgarant für Hammarby Bild: Martin Agfors
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wenigstens den einen Punkt gerettet haben. Es ist wichtig, um ein gutes Team zu sein, dass man drei oder wenigsten einen Punkt holt, auch, wenn du einen schlechten Tag erwischst, und das haben wir gemacht.
In der nächsten Begegnung treffen wir zu Hause auf Mallbacken und wir werden sehen, dass wir uns mehr bewegen werden und viel mehr auf das Tor schießen."
KIF Örebro - Djurgården/Älvsjö 2:2 (1:1)
Pavlina Šcasná war trotz des Unentschieden für ihren Club sehr zufrieden:
"Es war bisher das beste Spiel, seitdem ich nach Örebro kam. Wir haben eine tolle mannschaftliche Leistung gezeigt und gegen die individuell sehr starken Spielerinnen aus Djurgården, waren wir längeren Zeit, die bessere Mannschaft auf dem Platz. Durch mehrere Tormöglichkeiten machten wir es dem Gegner sehr schwer. Zweimal gingen wir nach zwei Ecken in Führung (28. und 75.), denn die Luft dominierende klar unser Neuzugang, die Amerikanerin Keeley Dowling. Wäre nicht die Latte im Weg gewesen, hätte ihr ein dritter Treffer gelingen können.
Aber Djurgården hat ja eine Weltklassespielerin in ihren Reihen - Victoria Svensson. Sie konnte jeweils in der 36. und 80. min. wieder ausgleichen.
Vor dem Spiel wären wir mit so einem Ergebnis voll zufrieden gewesen, aber nach dem Spiel war die Enttäuschung groß, da die drei Punkte so nahe waren und wir es verdient hätten. Zumindest sind viele Zuschauer (854) gekommen, die nach dem Spiel begeistert waren."
Kopparbergs/Göteborg - QBIK 3:1 (2:1)
Wieder einmal muss Jennifer Meier von einer QBIK Niederlage berichten, zu der 257 Besucher kamen:
"Es hat mal wieder nicht sollen sein. Wo soll ich nur den Anfang machen? Das Spiel in Göteborg war eines unserer sehr guten, aber dennoch haben wir 3:1 verloren. Drei Tore, die man nicht bekommen darf. Wir haben Göteborg den Sieg geschenkt und uns selbst wertvolle Punkte im Abstiegskampf genommen. In der ersten Halbzeit hatten wir eine Menge guter Tormöglichkeiten und gerieten dennoch nach 37 min. durch einen Treffer von Jessica Julin in Rückstand.
Jessica Julin eröffnete den TorreigenArchivfoto: Martin Agfors
Mein Ausgleichstreffer in der 39. min. wurde bereits in der 40. min. durch Lotta Schelin zu einer 2:1 Führung für Göteborg umgemünzt. Vielleicht waren wir ja noch im Torjubel.
In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr ganz so überlegen wie in der ersten Hälfte, hatten aber dennoch wieder gute Torchancen, die leider ungenutzt blieben und durch eine weitere Unachtsamkeit in der Abwehr mussten wir in einer Drangphase unsererseits das 3:1 durch Salina Olsson hinnehmen. Das war dann auch der Endstand.
Nun wird es nächste Woche ganz hart für uns. Mit Jitex empfangen wir zuhause eine Mannschaft, wo wir drei Punkte holen müssen um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Jitex konnte mit einem Punkt zuhause gegen Bälinge wieder an uns vorbeiziehen und nimmt damit Tabellenplatz 10 ein."
Linköpings FC - Umeå IK 0:1 (0:0)
Umeå wankte aber fiel nicht. Wie zu letzt gegen Mallbacken konnte der Tabellenführer aus Nordschweden nur ein knappes 1:0 einfahren. Dabei hat man sich ohne Marta besonders schwer gegen die Spielerinnen aus Linköping, die die meiste Zeit in der Offensive überlegen waren. UIK kann sich bei seiner Torhüterin Sofia Lundgren bedanken, dass kein Ball den Weg ins Netz fand.
Die 90 Minuten waren schon um, die 3427 warteten auf den Schlusspfiff von Jenny Palmqvist und die Fans von Linköping waren mit dem Unentschieden zu frieden, da gelang Maria Bergkvist in der dritten Minute der Nachspielzeit die 1:0 Führung und damit der überraschende Sieg für
Maria Bergkvist erzielte in der Nachspielzeit das goldene Tor des TagesArchivfoto: Kalle Prorok
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Umeå.
Anschließend reiste Umeå IK direkt nach Oslo um hier der UEFA Cup Runde gegen Kolbotn IK, Legend-Chekseal Chernigov und RCD Espanyol anzutreten.
Mallbackens IF - Malmö FF 0:2 (0:1)
761 wollten das Spiel, vom dem Therese Lundin einen Report schickte, in Mallbacken sehen:
"Wir wussten vorher, dass es ein Stück harte Arbeit für uns werden würde, denn trotz des Tabellenplatzes besitz Mallbacken ein starkes Team, besonders, wenn man dort antreten muss. Natürlich hatte sich meine Mannschaft vorgenommen eine gute Leistung zu zeigen, denn in den letzten Spielen waren wir richtig schlecht. So hatten wir zusätzlich einen Grund es wieder gut zu machen.
Wir hatten einen guten Start und ich denke die erste Halbzeit ging auf unser Konto. Malmö spielte schnell und viele unserer Spielerinnen waren involviert, was ein gutes Zeichen war. Einige gute Chancen kamen dabei heraus, doch leider erzielten wir nur ein Tor in der ersten Hälfte, was aber auch der guten Leistung von Malbackens Torhüterin Carola Söberg zu zuschreiben war. In der 20. min. gab Therese Jönsson einen Pass auf Asthildur Helgadottir und die knallte das Leder volley ins Mallbackener Gehäuse zum 1:0.
Trotzdem spielte Mallbacken sehr gut mit und ihre Abwehr stellt uns oftmals ins Abseits, obwohl ich mir bei dem einem oder anderem Mal nicht so sicher war.
Mit zwei Treffern an diesem Spieltag rückte Asthildur Helgadottir zur Torschützenspitze aufArchivfoto: Urszula Striner
Auch in der zweiten Hälfte kontrollierten wir die Partie, obwohl wir nicht mehr so gut waren wie in der ersten, doch war es "Asta", die das Tor, nach einer Vorlage von Nanna Johansen in der 78. min ins Netz köpfte.
Nanna Johansen gab die Vorlage zum 2:0Archivfoto: Urszula Striner
Ich bin wirklich froh, dass wir drei Punkte nach Malmö mit nach Hause nehmen konnten."
| No |
Team |
S |
+ |
0 |
- |
TD |
P |
| 1 |
Umeå |
17 |
16 |
1 |
0 |
48 |
49 |
| 2 |
DIF |
17 |
12 |
3 |
2 |
34 |
39 |
| 3 |
Malmö |
17 |
10 |
4 |
3 |
19 |
34 |
| 4 |
Linköping |
17 |
9 |
4 |
4 |
11 |
31 |
| 5 |
Kopparbergs/ Göteborg |
17 |
7 |
5 |
5 |
6 |
26 |
| 6 |
Sunnanå |
17 |
6 |
3 |
8 |
-5 |
21 |
| 7 |
Hammarby |
17 |
5 |
5 |
7 |
-14 |
20 |
| 8 |
Örebro |
17 |
5 |
4 |
8 |
-4 |
19 |
| 9 |
Bälinge |
17 |
4 |
6 |
7 |
-13 |
18 |
| 10 |
Jitex |
17 |
1 |
6 |
10 |
-32 |
9 |
| 11 |
QBIK |
17 |
0 |
8 |
9 |
-23 |
8 |
| 12 |
Mallbacken |
17 |
2 |
1 |
14 |
-27 |
7 |
Nach den Toren von "Asta" und Lotta an diesem Wochenende finden wir drei Spielerinnen auf Platz eins der Torschützenliste:
15 Tore: Asthildur Helgadottir, Malmö, Lotta Schelin, Kopparbergs/Göteborg, Marta, Umeå
12 Tore: Victoria Svensson, Djurgården/Älvsjö
11 Tore: Sara Johansson, Hammarby
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