Von Volker Lieberum, Sara Thunebro, Rainer Fussgänger, Therese Lundin, Jennifer Meier und Pavlina Šcasná 02.9.2006
Ich weiß nicht welches Pech dieses Jahr an der Mannschaft von QBIK klebt. Zum wiederholten Male können sie eine Führung und damit drei Punkte, nicht nach Hause bringen. Auch diesen Spieltag lag man bis kurz vor Schluss in Front und musste noch den Ausgleich hinnehmen.
Ansonsten siegten wieder einmal die Favoriten.
Mallbackens IF - Djurgården/Älvsjö 0:4 (0:4)
Vom Spiel aus dem Värmland berichtet uns Sara Thunebro:
"Die Begegnungen gegen Mallbacken sind jedes Mal sehr hart, es ist mehr eine Schlacht als das da guter Fußball zelebriert wird. Vor dem Match besprachen wir uns und sagte, dass es an uns selbst liegt ob es ein gutes Spiel werden wird. "Rennt viel und gebt mit etwas Speed die Pässe", war unsere Devise. Das beherzigten wir in der ersten Halbzeit. Jeder rannte (auch) für den anderen und wir hatten ein großes Tempo drauf. Es war nahezu eine perfekte Hälfte mit sehr schönen Pässen von links und rechts Außen, die unsere Spielerinnen im gegnerischen Strafraum fanden. Genauso fiel auch das erste Tor in der 16. min. Anna Hall gewann im Mittelfeld den Ball, passte auf rechts zu Elin Eklblom, die ihn sofort weiter in den Strafraum auf Laura Kalmari leitete, die ihn ins Gehäuse köpfte. TOR, ganz einfach.
Dann in der 18. min. nahm Elin eine Ecke perfekt auf, schoss und machte ihr Tor. Es war süß, die etwas überraschten Spielerinnen von Mallbacken im Strafraum zu sehen, denn es stand 2:0 für uns.
Therese Persson beobachtet die flankende Linda FagerströmBild: Thomas Berglund
Auch die Aktion in der 31. min. war nach dem Muster. Linda Fagerstöm passte von links zu mir (Sara Thunebro) auf die rechte Seite. Ich nahm das Leder nach vorne und flankte in den Strafraum, in dem Victoria Svensson ziemlich viel Platz hatte. Mit einem sehenswerten Kick platzierte sie den Ball volley ins Netz und es stand 3:0. Es sah so einfach aus, aber ist unheimlich schwierig so ein Tor wie "Vickan" zu machen.
Die ganze Zeit hatte unsere Torhüterin, Bente Nordby, so gut wie nichts zu tun. In der 44. min. drosch sie einen Abschlag ganz weit nach vorne, so weit, dass er Laura in der Spitze fand. Plötzlich stand sie alleine vor der Torhüterin Carola Söberg und machte alles richtig. Das nächste Tor, so dass wir mit einem 4:0 Vorsprung in die Pause gingen.
Abwehrspielerin Sara Thunebro, hier mit Kristin Ek, schaltet sich immer wieder erfolgreich im Angriff einBild: Thomas Berglund
In der zweiten Halbzeit erlebten wir Mallbacken so wie wir vorher darüber geredet hatten, es kamen Kämpfernaturen zurück auf den Platz. Trotz großer Chancen auf beiden Seiten fielen keine Tore mehr, denn dazu hatten beide Teams zu gute Torhüterinnen im Kasten stehen.
Therese Brogårde machte ein großes Spiel in der Verteidigung, auch Laura und "Vickan" begeisterten mit ihren Toren und wie sie sich im Sturm abrannten.
Es war die erste Hälfte, die uns die drei Punkte bescherte, nun müssen wir uns auf Sonntag gegen Linköping konzentrieren."
Bälinge - Sunnanå SK 0:2 (0:2)
Vor 423 Zuschauern machte Sunnanå in Uppsala in der ersten Halbzeit schon alles klar. Nach fünf Minuten nach Spielbeginn konnte Madelaine Edlund eine Vorlage von Maria Nordbrandt im Gehäuse von Bälinge einlochen. Der Gast zeigte ein aggressives Angriffsspiel und belohnte sich in der 27. min mit dem 2:0, das Lina Johansson gelang.
Erzielte das 1:0, Madelaine EdlundArchivfoto: Thomas Berglund
In der zweiten Hälfte kam Bälinge etwas besser ins Spiel doch belang ihnen kein Ehrentreffer.
Hammarby IF - Umeå IK 0:2 (0:1)
Rainer Fussgänger war beim Spitzenreiter aus Umeå, der bei Hammarby gastierte:
"Nach wie vor ist der amtierende Meister und Tabellenführer Umeå IK der Publikumsmagnet der schwedischen Liga. Zum Mittwochabendspiel bei Hammarby DFF kamen dann auch 1.347 Zuschauer in das kleine Stadion am Kanalplan, in dem der Zuschauerschnitt gewöhnlich bei 3-400 liegt. Der Gastgeber hatte sich auch alle Mühe gegeben, den Spielerinnen und Besuchern etwas Besonderes zu bieten. Eine Blaskapelle spielte auf und 100 Mädchen im Alter zwischen 6 und 10 Jahren, die im Juli die Fußballschule von Hammarby DFF absolviert hatten, liefen in der Halbzeitpause ein.
Der Nachwuchs der Hammarbyer FußballschuleBild: Martin Agfors
Nachdem Hammarby in der Hinrunde in Umeå mit 0:8 untergegangen war, hatte sich die
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Marta verfolgt Caitlin D. Fisher von Hammarby IF Bild: Martin Agfors
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Elf von Coach En Perlskog vorgenommen, dem haushohen Favoriten so viel Gegenwehr wie möglich zu leisten. Dennoch spielte sich das Geschehen weitgehend in der Hälfte der Gastgeberinnen ab. Die Weltklassetruppe aus Nordschweden dominierte das Geschehen in Mittelfeld und Offensive. Schon nach sechs Minuten verpasste die glänzend aufgelegte Anna Sjöström nach einem schnellen Konter die Führung, Louise Fors klärte auf der Linie.
Nachdem Katarina Wicksell schon geschlagen war, klärte Louise Fors auf der Linie. Hanna Ljungberg und Elin Sölveskog schauen zu.Bild: Martin Agfors
Anna Sjöström und Marta wechselten wie gewohnt zur Verwirrung der gegnerischen Abwehr die Seiten nach Belieben. Im zentralen Mittelfeld dominierte Malin Moström als Anspielstation und Ballverteilerin nach vorne.
In der 25. Minute wurde Hanna Ljungberg im Strafraum frei gespielt und hob den Ball über die herausstürzende Katarina Wicksell elegant zum 1:0 für die Gäste ins Netz.
Hanna Lljungberg hebt den Ball über Katarina Wicksell zum 1:0Bild: Kjell Franzén
Hammarby zeigte eine kämpferisch herausragende Leistung. Immer wieder gelang es den Stockholmerinnen sich der vehement vorgetragenen Angriffe zu erwehren. Kompromisslos in den Zweikämpfen wurden die Bälle weitgehend weg geschlagen, leider jedoch ohne nennenswerte Aktionen nach vorne zu bringen. In der 29. Minute die einzige Torchance für Hammarby in der ersten Halbzeit als Louise Fors nach guter Vorarbeit von Emma Lundh sich gegen Marta durchsetzt und ihr Linksschuss aus ca. 12 Metern nur knapp über das von Sofia Lundgren gehütete Tor streicht.
Trotz des hervorragenden Einsatzes der Gastgeberinnen kam Umeå zu weiteren Chancen: Ein Kopfball von Hanna Ljungberg nach Flanke von Anna Sjöström in der 36. Minute, ein Distanzschuss von Marta nur Sekunden später, den Wicksell zur Ecke lenkte.
Nach der Halbzeitpause bemühte sich Hammarby darum, Druck auf die übermächtigen Gegnerinnen aufzubauen, aber mehr als ein Kopfball von Verteidigerin Elin Sölveskog sprang dabei nicht heraus.
Die meisten Zuschauer hatten in der Pause die Platzseite gewechselt und sich entlang der Verteidigungshälfte Hammarbys platziert. Aus gutem Grund. Nach einer Ecke von Marta traf Hanna Ljungberg den Pfosten (65.), bevor sie dann, abermals nach Ecke Martas in der 78. Minute ihren zweiten Treffer und den 2:0 Endstand herstellte.
Hammarby bemühte sich bis zuletzt, wenigstens noch den Anschlusstreffer zu erzielen, ohne Erfolg.
Wurden jeweils zur besten Spielerin des Spieles nominiert: Anna Sjöström und Linda ForsbergBild: Martin Agfors
Als beste Spielerinnen wurden Linda Forsberg (Hammarby) und Anna Sjöström (Umeå) ausgezeichnet. Die 1347 Zuschauer sahen ein gutes Spiel mit hoher technischer und läuferischer Überlegenheit der Gäste und konnten trotzdem mit der Heimmannschaft zufrieden sein, die ihr Bestes gegeben hat."
Jitex BK - Malmö FF 0:2 (0:1)
Therese Lundin schickte uns einen kurzen Kommentar:
"Man, was war das eine schwere Partie gegen Jitex und ich bin wirklich froh, das wir 2:0, durch die Tore von Emma Wilhelmsson (39.) und Asthildur Helgadottir (45.), gewonnen haben.
Wir hatten nicht viele Torgelegenheiten und oftmals ging der Ball aus. Es gab eine Menge Eckbälle für Malmö, trotzdem konnten wir daraus nichts Verwertbares machen.
In einigen Passagen zeigten wir guten Fußball, indem wir das schnelle Passspiel beherrschten, doch dann verloren wir die Bälle wieder leichtfertig. Jitex kämpfte stark und bereitete uns einige Probleme. Na ja, ich bin wirklich froh, dass wir drei Punkte aus dem Match herausholen konnten."
KIF Örebro - QBIK 1:1 (0:0)
Als ich das Spiel am Liveticker verfolgte, dachte ich, Mensch heute spielt QBIK aber gut, diese Mal holen sie sich den Sieg und zum Schluss,
Mist schon wieder nicht. Doch Jennifer Meier korrigierte mein positives Spielgeschehen dann etwas:
"Ja, ja, ja, das war mal wieder mehr als Pech, aber nun ja, man muss auch ganz ehrlich sagen, dass unsere Torfrau Maria Yatrakis uns das Unentschieden ganz schön festhalten musste. Ohne sie wären es wohl null
Punkte geworden. So ist es wenigstens einer geworden und
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das ist besser als keiner. Nein, jetzt mal im Ernst, Örebro hatte uns in der ersten Hälft relativ gut im Griff und wir waren eher auf Konter aus. Die zweite Hälfte kamen wir besser ins Spiel und gingen gleich in der 52. min. durch ein Tor von mir in Führung. Wir hatten dann noch einige Freistöße aus dem Halbfeld, einige Ecken und 2-3 halbe Torchancen. Örebro hingegen, lies zwischenzeitlich ein ganzes Feuerwerk auf unser Tor los, aber mit Maria Yatrakis haben wir eine Torfrau, die nicht so leicht zu überwinden ist. Sie ist eine absolute Verstärkung für die Mannschaft, nachdem Maria Busk für einige Zeit ausfällt. Dennoch mussten wir in der 84. min. den 1:1 Ausgleich durch Hodan Siid-Ahmed hinnehmen.
Wir hätten mit einem Sieg erstmal die Abstiegsplätze verlassen können. Nun spielen wir am Sonntag gegen Bälinge und ich bin eigentlich ganz optimistisch, dass wir diesmal unseren 1. Sieg einfahren werden. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten und nicht in Panik verfallen. Es sind noch sieben Spiele Zeit, um das rettende Ufer zu erreichen und mit einem Sieg, können wir direkt einen Schritt nach vorne machen. Nicht nur in der Tabelle, sondern auch für unser Selbstbewusstsein."
Jennifer Meier gelang das 1:0 für QBIKArchivfoto: Thomas Berglund
Pavlina Šcasná berichte aus Örebro Sicht:
"Es war ein Spiel, in dem wir viele Torschancen hatten, die wir aber nicht richtig nutzen konnten. QBIK auf andere Seite hatte fast keine, aber ihnen gelang ein glücklicher Führungstreffer durch Jennifer Meier in der 52. min.
In der letzten Viertelstunde haben wir dann unsere Taktik geändert und dadurch wurden wir gefährlicher. Nach einer Serie von Torchancen erzielte Hodan Siid-Ahmed in der 84. min. den Ausgleich. Sandra Peterson hatte kurz vor Schluss noch fast den Führungstreffer auf dem Fuß, aber es blieb (nur) beim Unentschieden.
Hodan Siid-Ahmed gelang der Ausgleich für ÖrebroArchivfoto: Thomas Berglund
Am Ende waren wir dennoch mit dem einen Punkt zufrieden, denn QBIK wollte uns, mit wirklich 100% Einsatz, die drei Punkte unbedingt entreißen."
Linköpings FC - Kopparbergs/Göteborg 3:0 (0:0)
Wieder einmal ging Kopparbergs/ Göteborg ohne Tor vom Platz und kehrte ohne Punkte nach Hause. Obwohl Lotta Schelin einige gute Torchancen hatte, vereitelte dies Linköpings Ersatztorhüter Ellinor Birath, die für die verletzte Hedvid Lindahl zwischen den Pfosten stand. Auch Maria Edman auf der anderen Seite hielt in der ersten Hälfte ihren Kasten sauber, doch fiel die Festung Göteborg in der zweiten Hälfte. Innerhalb vier Minuten markierten Frida Östberg (68.) und Maria Aronsson (72.) das 2:0. Das endgültige Aus für die Gäste stellte das 3:0 durch Ann Westermark in der 83. min. dar.
Damit nimmt Linköping den dritten Tabellenplatz ein, auf dem sich Göteborg gerne sehen würde.
Wenn man sich die Tabelle anschaut, kann man folgendes sagen: Wenn in Umeå nicht die Cholera ausbricht, dürfte ihnen die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein.
Auf Platz 2 - 4 folgen die Kronprinzen die die Plätze auch untereinander ausmachen werden, wobei Djurgården/ Älvsjö die besten Aussichten auf die Vizemeisterschaft hat.
Es folgt das, ich behaupte einmal, nicht mehr gefährdende Mittelfeld, von Rang 5 - 9, während der Abstieg unter den drei Mannschaften aus Jitex, QBIK und Mallbacken ausgespielt wird. Am 15. Spieltag wage ich die Prognose und sage, dass QBIK in der Liga mit blauem Auge verbleiben wird.
| No |
Team |
S |
+ |
0 |
- |
TD |
P |
| 1 |
Umeå |
15 |
14 |
1 |
0 |
46 |
43 |
| 2 |
DIF |
15 |
11 |
2 |
2 |
30 |
35 |
| 3 |
Linköping |
15 |
9 |
4 |
2 |
16 |
31 |
| 4 |
Malmö |
15 |
9 |
3 |
3 |
17 |
30 |
| 5 |
Kopparbergs/ Göteborg |
15 |
5 |
5 |
5 |
3 |
20 |
| 6 |
Örebro |
15 |
5 |
3 |
7 |
-3 |
18 |
| 7 |
Hammarby |
15 |
5 |
3 |
7 |
-14 |
18 |
| 8 |
Sunnanå |
15 |
5 |
2 |
8 |
-7 |
17 |
| 9 |
Bälinge |
15 |
4 |
4 |
7 |
-13 |
16 |
| 10 |
Jitex |
15 |
1 |
5 |
9 |
-30 |
8 |
| 11 |
QBIK |
15 |
0 |
7 |
8 |
-21 |
7 |
| 12 |
Mallbacken |
15 |
2 |
1 |
12 |
-24 |
7 |
"Asta" zog mit Lotta gleich.
15 Tore: Marta, Umeå
13 Tore: Lotta Schelin, Kopparbergs/Göteborg, Asthildur Helgadottir, Malmö
10 Tore: Sara Johansson, Hammarby
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