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19.09.2011
Text von Rainer Fußgänger, Bilder von Marion Kehren
Nach der Vorrunde der WM war bereits Schluß für die Kickerinnen aus
Norwegen. Artig bedankte sich das Team bei den mitgereisten Fans, während sie selber mit den Tränen der Enttäuschung zu kämpfen
hatten.
Dass mit Island zu rechnen ist, wusste man spätestens, nachdem die Frauen von der
Atlantikinsel im März diesen Jahres an der Algarve nacheinander Schweden und Dänemark besiegten und nur im Finale dem späteren Vizeweltmeister
USA unterlagen.
Nun, in der EM-Qualifikation, schlug das Team am letzten
Wochenende, dessen Spielerinnen vorwiegend in Schweden tätig sind, Norwegen überraschend mit 3:1 und hat damit beste Aussichten, die Qualifikation
für Schweden aus eigener Kraft zu schaffen. 3:0 hatte es zur Pause gestanden gegen ein kriselndes Norwegen. Frühes Aus bei der WM, verzweifelte
Rettungsaktionen von Vereinen wie Tabellenführer Röa IL, sich vor dem Konkurs zu retten, indem man seine Spielerinnen wie "Ware" für
abendliche Dates in Osloer Restaurants feilbot. Auch Kolbotn und Stabaek gehen quasi am Stock und suchen dringend neue Investoren.
Sportlich gesehen läuft international so gut wie nichts! Aus diesem Grunde muss der 1.FFC
Frankfurt auch keine Angst vor dem norwegischen Meister Stabaek haben. Was Norwegen u.a. bräuchte, wäre, dass mehr seiner Nationalspielerinnen die
kränkelnde und schwächelnde einheimische Liga verlassen und sich im Ausland erproben würden. Aber lediglich Ingvild Stensland (Göteborg),
Nora Holstad Berge (Linköping) und Leni Kaurin (Wolfsburg) schnüren sich die Stiefel im Ausland zu.
Bild links: Eine der wenigen noch verbliebenen Legionäre im norwegischen Team:
Ingvild Stensland
Trainerin Eli Landsem sollte und wollte eigentlich, nach dem umstrittenen Bjarne Berntsen,
für einen neuen Führungsstil sorgen. Den unbestreitbaren Erfolg aber hatte zuletzt Berntsen mit dem Erreichen des Halbfinals bei der EM 2009 in
Finland, während Landsem lediglich mit dem schlechten Abschneiden bei der diesjährigen WM "glänzen" kann. Nun läuft man gar
Gefahr, das nächste Turnier in Schweden gänzlich zu verpassen.
Landsem: „Das ist natürlich sehr schwer. In der ersten halben Stunde waren wir einfach nicht
dabei und ich habe keine Erklärung dafür. Wir waren zu ängstlich und haben die Räume nicht konsequent verteidigt.“
Eli Landsem kündigte an, dass man sich das Spiel gegen Island noch einmal gemeinsam anschauen
werde, auch als Vorbereitung auf das nächste Qualifikationsspiel gegen Ungarn am Mittwoch. „Wir können uns nicht erlauben, erst nach einer
halben Stunde mit dem Fussballspielen anzufangen,“ so Landsem stocksauer.
Bild rechts: Nationaltrainerin Eli Landsem
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