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Norwegen

Ein Wiedersehen mit Guro Mienna Knutsen

Interview mit der norwegischen Nationalspielerin

Text und Bilder von Michael Geist

05.11.2010   Bereits vor drei Jahren führte Michael Geist ein Interview mit Guro Mienna Knutsen und ihrer Schwester Marie. Inzwischen ist Marie Knutsen mit ihrem Mann nach New York in die USA gezogen und brachte vor zwei Monaten einen Jungen namens Jasper zur Welt. Guro Mienna Knutsen aber ist bei ihrem Club Røa IL Oslo geblieben. Einen Tag vor Saisonschluss steht fest, dass Røa die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz beenden wird, außerdem steht am 13. November das Pokalfinale an, im dem Trondheims-Ørn SK der Gegner von Røa IL Oslo sein wird. Michael Geist traf Guro Mienna Knutsen nun erneut und führte folgendes Interview mit ihr:

Ihr habt euch mit einem 2:1-Sieg über Lillestrøm SK Kvinner FK den Einzug ins Pokalfinale erkämpft. Hat Dein Klub damit gerechnet?

Wir haben gehofft und daran geglaubt, dass wir gewinnen können. Aber wir hatten in der Woche davor einige heftige Begegnungen, so dass uns klar war, dass das ein harter Wettkampf gegen eine gute Mannschaft sein würde.

Jetzt steht ihr also im Pokalfinale gegen SK Trondheims-Ørn in der Telenor Arena. Was sind eure Erwartungen?

Wir hoffen, dass es ein gutes Spiel mit vielen Zuschauern wird. Und, dass Røa gewinnt. :-)

Du erinnerst Dich ja noch an die letzten norwegischen Meisterschaften und Pokalsieger (2008 und 2009) - was war für Dich der größte Moment bei den Doubles?

Es ist immer ein fantastisches Gefühl, mit unseren Freunden und Mannschaftskolleginnen zu gewinnen. Ich kann nicht sagen, was der größte Moment war, jeder Augenblick war fantastisch. Zur Siegermannschaft zu gehören ist das beste Gefühl.

Guro Mienna Knutsen und Marie Knutsen

Gemeinsam mit ihrer Schwester Marie gewann Guro Mienna Knutsen im vergangenen Jahr die norwegische Meisterschaft und den Pokal

Nun zur norwegischen Liga - wie lautet Dein persönliches Fazit zur ablaufenden Saison in den Toppserien?

Ich glaube, die Saison war sowohl Spaß als auch richtig harte Arbeit. Wir haben wirklich um jeden Punkt gekämpft.

Was war denn für Dich die größte Überraschung?

Jeder hatte gedacht, dass Stabæk überlegen gewinnen würde, aber die die Saison war dann doch wirklich eng, und


Guro Mienna Knutsen Schuss

Hier setzt sich Guro Mienna Knutsen im Strafraum gegen zwei Gegenspielerinnen durch. Knutsen und ihr Verein Røa IL Oslo haben es geschafft, trotz des Verlustes von sechs Leistungsträgerinnen weiter ganz oben dabei zu sein. In Kürze steht das norwegische Pokalfinale an, nur zwei Tage später folgt das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League beim russischen Meister Svezda 2005

wir lieferten uns lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Stabæk. Obwohl wir sechs unserer besten Spielerinnen vor Saisonbeginn verloren hatten, hatten wir eine gute Saison.

Guro Mienna Knutsen Jubel

Guro Mienna Knutsen und ihr Team obenauf - Røa war das einzige Team, das in der Liga mit Stabæk FK mithalten konnte

Der Weggang von sechs Leistungsträgerinnen ist ein großer Qualitätsverlust. Wieso sind die Spielerinnen weg gegangen, und wie habt ihr es geschafft, das aufzufangen?

Meine Schwester Marie, Marit Fiane Christensen und Kristine Edner Wæhler waren alle drei schwanger, Lene Mykjåland und Rebecca Sauerbrunn sind in die Profiliga in die USA gegangen, Camilla Huse hat ihre Karriere beendet. Da kam einfach alles zusammen. Aber ich glaube, wir hier in Røa haben uns großartig geschlagen. Jede hat Verantwortung übernommen und alle gemeinsam haben hart gearbeitet.

Im Achtelfinale der Champions League trefft ihr nun auf den russischen Meister Zvezda-2005, gegen die ihr im vergangenen Jahr ebenfalls im Achtelfinale nur ganz knapp weitergekommen seid. (0:0 im Heimspiel und 1:1 auswärts.) Wie schätzt du eure Chancen dieses Jahr ein?

Ich glaube, die Begegnung mit der Zvezda-Mannschaft wird hart. Wir hatten schon letztes Jahr große Schwierigkeiten mit ihnen, und wenn wir jetzt wieder auf sie treffen, wird es bestimmt nicht leichter. Aber wir versuchen immer zu


gewinnen und geben unser Bestes.

(Anmerkung: Im Hinspiel am 3.11.2010, das nach dem Interview ausgetragen wurde, trennten sich Røa und Zvezda 1:1, das Rückspiel findet am 11.11.2010 statt)

Nun noch eine letzte Frage: Melissa Wiik ist nach Leni Larsen Kaurin die zweite Norwegerin, die nach Deutschland wechselte. Könntest Du Dir im Gegenzug deutsche Spielerinnen bei Røa vorstellen?

Absolut! Es gibt etliche wirklich gute Spielerinnen in Deutschland. Ich glaube, dass sich der deutsche und norwegische Fußball in vielem gleichen, so dass ein Wechsel nicht so schwierig sein dürfte. Die deutschen Spielerinnen sind uns herzlich willkommen! ;-)

Guro Mienna Knutsen

Guro Mienna Knutsen führt den Erfolg, den ihr Team trotz der vielen Abgänge hatte, letztlich auf harte Arbeit zurück






Interview Januar 2008 mit Guro Mienna Knutsen und Marie Knutsen:
>>>Erfolgreiche Schwestern

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