von Nora Kruse
27.01.2007
Die Rückrunde hat begonnen und hatte als Highlight direkt das Spitzenspiel zwischen Juvisy und Lyon zu bieten. Und das Ergebnis lässt noch immer keinen
Schluss auf den Meister zu, es ist alles offen.
St. Brieuc : Montpellier 0:5
Der heimstarke Aufsteiger, der in der Hinrunde mit teils überraschenden Ergebnissen überraschen konnte, hatte im Spiel gegen den Vize-Meister aus
Montpellier keine Chance. Bereits nach fünf Minuten schoss Nationalspielerin Ludivine Diguelman das erste ihrer drei Tore und brachte ihr Team mit einem
Wembley-Tor in Führung. Die Gastgeberinnen waren bemüht, konnten den Favoriten jedoch nicht ernsthaft in Gefahr bringen. So war es erneut Diguelman, die
Stéphanie Mellec im Tor von St. Brieuc in der 25. Minute nach Vorarbeit von Elodie Thomis keine Chance ließ. Nur eine Minute später startete Elodie Ramos
alleine auf das Tor von Mellec durch, es stand 3:0. St. Brieuc war geschlagen, bekam in der 28. Minute durch einen Strafstoß von Diguelman noch einen
drauf.
In der zweiten Hälfte waren die Gäste weiter tonangebend und Mellec hatte alle Mühe, Chancen von Diguelman, Virginie Faisandier oder Elodie Lizzano zu
vereiteln. In der 59. Minute war es dann zu viel, Thomis sorgte für den Endstand.
"Golden Goal"-Schützin Sandrine Brétigny: ihr gelang der Siegtreffer gegen Juvisy.
Archivbild: Nicole Tischhauser
Juvisy : Lyon 1:2
Juvisy. Titelverteidiger, Herbstmeister und Team der späten Tore. Doch manchmal kommt alles ganz anders, denn diesmal mussten sie den späten Treffer
kassieren.
Die Gäste gingen im Spitzenspiel nach Vorarbeit von Sonia Bompastor bereits in der sechsten Minute durch Simone Gomez Jatoba in Führung. Doch auch wenn
diese Phase den Gästen gehörte und Sarah Bouhaddi im Tor von Juvisy ungewohnt viel zu tun bekam, schaffte Juvisy mit Altmeisterin Marinette Pichon bereits
in der 17. Minute den Ausgleich. Die Gastgeberinnen kamen vor 400 Zuschauern besser ins Spiel, ein weiterer Treffer blieb ihnen jedoch verwehrt.
Auch in der zweiten Hälfte wollte beiden Teams zunächst kein Treffer gelingen, Lyon übernahm jedoch zum Ende der Partie das
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Drei von fünf Montpellier-Toren gingen auf das Konto von Ludivine Diguelman (r.)
Archivbild: Nora Kruse
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Ruder in die Hand und kam
sieben Minuten vor dem Abpfiff durch Neu-Nationalspielerin Sandrine Brétigny zum Endstand, der die Tabellenführung bedeutete.
Condé : Toulouse 2:4
Toulouse, Vorjahresvierter, hatte eine Hinrunde, die das Team von Nicole Abar wahrscheinlich am liebsten vergessen möchte. Was zu Beginn der Saison
unvorstellbar schien, wurde bittere Realität: Abstiegskampf. Die Ansprüche mussten für die Rückrunde also runtergeschraubt werden und zumindest dieser
Spieltag lässt Toulouse hoffen.
Bereits nach acht Minuten gingen die Gäste durch einen Schuss aus etwa 25 Metern von Virginie Dessalle mit 1:0 in Führung, Condé glich jedoch schon fünf
Minuten später aus. Toulouse ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und erhöhte durch Marie-Pierre Castera und Aurélie Henric noch vor der Pause
auf 3:1.
Nach dem Seitenwechsel war das Bild ähnlich. Toulouse war spielbestimmend, Condé kam jedoch durch einen Strafstoß, verwandelt von Aurore Helie, zum
Anschlusstreffer. Der Schlusspunkt gehörte dennoch den Gästen, für erneut Castera zum Endstand traf.
Soyaux : Paris SG 1:1
Soyaux, die eine überraschend gute Hinrunde gespielt hatten, wollten nur zu gern an diesen Leistungen anknüpfen, mussten jedoch gegen die Hauptstädterin
mit lediglich zwei Punkten leben.
Dabei gingen die Gastgeberinnen nach gerade einmal zehn Minuten nach Vorarbeit von Ex-Nationalspielerin Candie Herbert und Claire Morel durch Anais Dumont
mit 1:0 in Führung. Lange hielt die Führung jedoch nicht, da Paris Druck machte und auf den Ausgleich drängte. Folgerichtig fiel er in der 27. Minute durch
Mériame Ben Abdelwahab.
Bei diesem Ergebnis blieb es für die folgenden sechzig Minuten. Soyaux kam vor allem durch Herbert zu einigen gefährlichen Situation, genutzt werden
konnten sie jedoch nicht, genau wie die vielleicht größte Chance von Morel, die in der 55. Minute allerdings nur die Latte traf.
Am Ende blieb es beim 1:1 und Soyaux kurz vor Ende im Glück, denn die Gäste kamen mit Laure Boulleau fast zum Ausgleich, Torhüterin Bérangère Sapowicz
behielt im direkten Duell jedoch die Nerven.
Compiègne : La Roche
abgesagt
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CNFE : Hénin-Beaumont 5:2
Gerade einmal fünfzig Zuschauer wurden in Clairefontaine Zeugen des torreichsten Spiel des Tages. Dabei hatte das Internat auch einiges gut zu machen,
schließlich musste es im Hinspiel nach 3:0-Führung noch ein Unentschieden hinnehmen.
In diesem Spiel war die Halbzeitführung weit weniger komfortabel. Gerade einmal mit 2:1 lag CNFE nach 45 Minuten in Front, dürften sich darüber jedoch
gefreut haben, schließlich war es diesmal Hénin, die in der 27. Minute durch Aurélie Desmaretz in Führung gingen. Darüber konnten sie sich jedoch keine
zwei Minuten freuen, denn da nahm Charlotte Loze die gegnerische Abwehr auseinander und sorgte für das 1:1. Und da die Youngsters jetzt gerade mal in Fahrt
waren, schaffte Marie-Laure Delie in der 30. Minute das 2:1. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld durch Hénin schnappte sich die Jungendnationalspielerin
den Ball und ließ alle stehen.
Nach dem Wiederanpfiff zeigte CNFE mit zwei schnellen Treffern durch Flavie Lemaitre und Delie, dass sie sich in diesem Spiel die Butter nicht wieder vom
Brot nehmen lassen wollten. Clairefontaine war tonangebend und auch ein Kopfballtor von Marie Gosse zum 2:4 konnte den Gastgeber nicht stoppen. In der 87.
Minute sorgte Kheira Hamraoui für das 5:2 und machte den Gewinn der wichtigen vier Punkte für Toulouse im Abstiegsduell perfekt.
Auf sie ist Verlass: Marie-Laure Delie steuerte zwei Tore zum 5:2 bei.
Archivbild: Nicole Tischhauser
Frankreich
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