von Nora Kruse
03.12.2006
Es war schon vor diesem Spieltag ein Dreikampf in der französischen Liga um die Meisterschaft, doch nun wurden die Karten neu gemischt und die
Top-Vereine Montpellier, Lyon und Juvisy tauschten allesamt die Plätze.
Hénin-Beaum. : St. Brieuc 1:0
Mitten im Abstiegskampf stecken die Spielerinnen aus Hénin, überraschend wenig hat damit St. Brieuc zu tun. Der Liganeuling aus der Bretagne trumpft
derzeit auf und ist unter den ersten fünf in der Tabelle platziert. Auswärts ist das Team von Patricia Giroux jedoch nicht allzu stark und so gab es in
Hénin einen kleinen Dämpfer.
Das Spiel war dabei schon nach fünf Minuten entschieden. Pauline Crammer erzielte mehr oder weniger mit der ersten Chance per Heber aus 25 Metern das 1:0
für die Gastgeberinnen. Mit diesem Törchen ging es nicht nur in die Halbzeit, sondern auch in den Feierabend, weitere Chancen blieben auf beiden Seiten
ungenutzt.
Für Hénin sind es wichtige vier Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, da parallel Toulouse in Juvisy verloren hat. Somit geben die „Héninoises“ die rote
Laterne ab und schieben sich auf den 11. Platz. St. Brieuc wurde dagegen vom Konkurrenten Soyaux wieder vom vierten Tabellenplatz verdrängt.
Derzeit ist Verlass auf sie: Louisa Necib traf auch gegen Lyon.
Archivbild: Nora Kruse
Lyon : Montpellier 1:1
Es war das Spiel der Spiele an diesem Tag und so fanden auch 700 Zuschauer den Weg in Stadion – Saisonrekord bislang. Lyon musste bislang nur eine
Niederlage gegen Juvisy einstecken und erzielte ansonsten Tore am laufenden Band, was den zweiten Tabellenrang zur Folge hat. Davor war bislang nur
Montpellier platziert. Der ungeschlagene Vizemeister kann seine diversen Abgänge nach Lyon (Lattaf, Bompastor, Abily, Lepailleur) überraschend gut
verkraften, was auch ein deutliches 3:0 gegen Juvisy zeigte. Spannung war geboten in Lyon, schließlich konnte dieses Spiel die „Top 3“ durcheinander
mischen, Juvisy spielte parallel zu Hause gegen Toulouse – ihnen war ein Sieg so gut wie sicher.
Bereits in der 23. Minute klingelte es zum ersten Mal im Tor, sehr zum Ärger der Zuschauer in dem der Gastgeberinnen. Nationalspielerin Louisa Necib nahm
einen Ball von Virginie Faisandier volley und ließ Aurore Pegaz im Tor von Lyon keine Chance. In Lyon werden derzeit nahezu alle Tore von Sandrine Brétigny
erzielt, doch ließ sie ihre beiden Chancen zum Ausgleich vor der Pause genauso ungenutzt, wie Sonia Bompastor mit einem Heber und Hoda Lattaf.
Lyon begann die zweite Hälfte motiviert und konnte nach einer Viertelstunde auch den verdienten Ausgleich erzielen. Lattaf konnte ihre alte Mitspielerin
Céline Deville überwinden und es hieß 1:1. Da auf diesen Treffer kein weiterer folgte, kam es zur Punkteteilung in Lyon, was man im Pariser Vorort Juvisy
mit großer Freude aufgenommen haben dürfte…
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Hoda Lattaf (l.) rettete Lyon ein Unentschieden in Montpellier.
Archivbild: Nora Kruse
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Juvisy : Toulouse 2:0
Laetitia Tonazzi trifft wieder. Nach einer etwas längeren Durststrecke hat Marinette Pichons Sturmpartnerin ihre Torgefährlichkeit pünktlich wiederentdeckt
und traf sowohl im letzten Spiel gegen Soyaux als auch für die Nationalmannschaft im Länderspiel gegen Belgien. An diesem Spieltag kam der Tabellenvorletzte
in den Pariser Vorort gereist und dürfte sich kaum Hoffnungen auf zwei oder mehr Punkte gemacht haben. Juvisy stand dennoch unter Druck, denn parallel zum
Spitzenduell in Lyon mussten Punkte her – vom Torverhältnis her kann man schließlich nicht mithalten.
Die erste richtig große Chance zur Führung hatten jedoch die Gäste, denn Schiedsrichterin Laure Brancherau zeigte in der 21. Minute auf den Elfmeterpunkt.
Julie Peruzzetto schnappte sich den Ball, scheiterte jedoch an Nationaltorfrau Sarah Bouhaddi, die diesen Strafstoß zuvor auch verursacht hatte. 13 Minuten
später sollte schließlich doch noch ein Tor fallen – aber auf der anderen Seite. Nach Vorarbeit von Sandrine Soubeyrand schloss Tonazzi erfolgreich ab.
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Elise Bussaglia auf 2:0, als sie eine Hereingabe von Peggy Provost erfolgreich verwandeln konnte.
Vier Punkte für Juvisy, die den Meister zurück an die Tabellenspitze brachten und Toulouse ans Tabellenende.
Sarah Bouhaddi bewahrte Juvisy mit einem gehaltenen Strafstoß vor dem Rückstand.
Archivbild: Nicole Tischhauser
Paris SG : La Roche 7:0
Torreich war es in Paris und am Anfang der Saison hätte man kaum daran geglaubt, schließlich brauchten die Hauptstädterinnen fünf Spieltage, bis ihnen das
allererste Saisontor gelang.
Der Auftakt wurde bereits in der siebten Minute gemacht, als Maryse Gobert nach einer Ecke zum 1:0 verwandelte. Es ging munter weiter und so sorgten Nonna
Gebonne und Aurélie Mula noch vor der Pause für eine sichere 3:0-Führung.
Auch nach dem Wiederanpfiff ergab sich kein anderes Bild, Paris ließ den Gästen keine Chance. In der 61. Minute bediente Gobert Debonne auf der linken
Seite,
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deren Hereingabe fand Mula, die ihren zweiten Treffer erzielte. Nur neun Minuten später erhöhte Morgane Courteille auf 5:0 und Stéphanie Legrand
sowie Claire Ficadière steuerten je noch einen Treffer zum klaren Saisonsieg bei.
CNFE : Soyaux 1:3
Nach einem sehr zähen Saisonbeginn hat sich Clairefontaine erholt und wieder in das Mittelfeld der Tabelle gespielt. Um diesen Platz zu festigen, wären
mindestens zwei Punkte gegen Soyaux wichtig gewesen, doch die Gäste sind derzeit in einer beeindruckenden Form.
Ex-Nationalspielerin Candie Herbert legte bereits in der vierten Minute den Grundstein für den Auswärtssieg, als ihr Heber über Karima Benameur den Weg ins
Tor fand. Die Freude über die frühe Führung hielt jedoch nur eine Viertelstunde, dann glich das Internat durch Amandine Henry aus. In der 28. Minute hatte
Henry gar die Chance zur Führung gehabt, ihr Schuss konnte von Soyaux’ neuer Spielführerin Ophélie Meilleroux jedoch noch zur Ecke geklärt werden. Wenn CNFE
seine Chancen nicht nutzt, tut es Soyaux und sorgte Sekunden vor dem Pausenpfiff noch für das 1:2, als Claire Morel die Innenverteidigung alt aussehen ließ
und und Benameur keine Chance ließ.
Nach der Pause verging eine torlose halbe Stunde, bis es Herbert war, die für den Schlusspunkt sorgte, indem sie eine Hereingabe von Morel volley zum 1:3
verwandelte.
Condé : Compiègne 3:4
Genauso torreich wie in Paris war es in Condé – nur hatten die Gastgeberinnen hier bereits alle Hoffnungen in der ersten Halbzeit begraben müssen, sodass
auch ihre Aufholjagd in der zweiten Hälfte ohne zählbaren Erfolg blieb.
Die Spielerinnen waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, als Ingrid Boyeldieu mit einem Schuss aus zwanzig Metern auch schon das 0:1 erzielte. Keine
Viertelstunde später fiel durch Marine Laignier auch schon das 0:2, bevor Anaelle Marme in der 18. Minute mit einem Schuss aus dreißig Metern unter die
Latte auf 0:3 erhöhte. Von Condé sah und hörte man nicht viel, es brauchte erst einen Strafstoß in der 21. Minute, ehe man durch Aurore Helie wenigstens
den Anschlusstreffer erzielte. Compiègne ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, Boyeldieu traf noch vor der Pause zum 1:4.
In der zweiten Hälfte kam Condé ran. Etwa eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff erzielte Virginie Couillard das 2:4. in der Nachspielzeit folgte ein
zweiter Strafstoß, den erneut Helie erfolgreich abschloss.
Frankreich
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