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Shelley Thompson engagiert sich für SuchtpräventionBundesliga-Torschützenkönigin wirbt für Deutsche KinderSuchthilfe | ||
Von Volker Lieberum und Tom Schlimme19.1.2006 Am 16.1. unterzeichnete Shelley Thompson einen 2-Jahres- Vertrag als Repräsentantin der Stiftung Deutsche Kindersucht- hilfe. Ziel der vom Blauen Kreuz getragenen Stiftung ist es, suchtgefährdeten Menschen und ihren Angehörigen auf der Grundlage des Evangeliums Hilfestellung anzubieten. "Sport statt Spritze und Begegnung statt Betrinken", dafür will sich Thompson mit Hilfe der KinderSuchthilfe einsetzen. Dieses Engagement ist für uns eine logische und nachvollziebare Konsequenz aus der christlichen Grundhaltung von Shelley Thompson, die bereits in einem Interview mit Volker Lieberum im Oktober 2004 deutlich wurde. Schon damals erzählte Thompson von ihrer Teilnahme an Sportbibelkreisen und bezeichnete Jesus als Idol für ihr Leben. So überrascht es nicht, dass sie nun einen Weg gefunden hat, ihre Ideale mit dem Sport zu verbinden. Denn nicht nur was die Doping-Problematik angeht, spielen Drogen im Sport eine Rolle. Ein ganz wichtiger Punkt ist auch der Gebrauch von Alkohol beim gemeinschaftlichen Beisammensein. ![]() Shelley Thompson im Dienste der Deutschen KinderSuchthilfe
Aktuell wird dieses Thema gerade im ff-forum diskutiert: Als Torschützenkönigin der Bundesliga in der vergangenen Saison taugt Thompson nun allemal zum Vorbild. Auch durch ihr Alter, Thompson ist 21 Jahre alt, ist noch eine Nähe zum Jugendbereich gegeben, und nach neun Einsätzen in der U21 (11 Tore) und zwei Einsätzen in der A-Nationalmannschaft (ein Tor) kann die KinderSuchthilfe mit Thompson auf eine National- spielerin verweisen, die noch alle Chancen auch für eine internationale Karierre vor sich hat. Mit ihrem Club, dem FCR Duisburg, spielt Thompson inzwischen im Konzert der "großen Drei" der Liga mit, die Meisterschaft und DFB-Pokal unter sich ausmachen. |
Shelley Thompson engagiert sich für die KinderSuchthilfe | |
Auf einer Pressekonferenz mit Thompson am 16.1.2006 in Schwelm informierte Hermann Hägerbäumer, erster Vorsitzende der Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe, über Ziele und Arbeit der Organisation. An sozialen Brennpunkten werden Jugendbegegnungsstätten aufgebaut und erhalten, Familien mit Suchtproblemen werden Beratungen und Therapie angeboten. Der Teufelskreis, dass gerade Kinder aus Suchtfamilien später wieder Suchtprobleme bekommen, soll unterbrochen werden. Das Tabuthema Alkohol soll nicht länger totgeschwiegen werden. "Kinder mit einem suchtkranken Vater oder einer suchtkranken Mutter werden später sechsmal häufiger alkohol- oder drogen- abhängig als Kinder nicht suchtkranker Eltern. Gerade Kinder aus Suchtfamilien erfahren in der Regel wenig Liebe und Zuwendung und fühlen sich vernachlässigt. Es hilft diesen jungen Menschen, ihre eigene Geschichte anzunehmen, wenn sie erfahren, dass auch sie von Gott angenommen und geliebt sind", davon ist Shelley Thompson überzeugt.
![]() Shelley während der Presskonferenz am 16.01.2006 Auch Sport an sich sei eine gute Möglichkeit, Jugendliche vor dem Missbrauch von Alkohol und Drogen zu bewahren: "Sport ist super zur Suchtprävention", so Shelley Thompson. "Sport sorgt für Gesundheitsbewusstsein, es ist ein Ventil zum Dampfablassen und beugt der Langeweile vor", sagt die 21-jährige Sportlerin. Doch leider gäbe es auch gegenteilige Beispiele. Shelley Thompson fordert alle Trainer dazu auf, sportliche Erfolge ihrer Jugend- mannschaft gebührend zu feiern - aber ohne Alkohol. |
![]() Shelley als Kapitänin der U21 Nationalmannschaft
Wir finden es sehr gut, dass sich Shelley Thompson so für die Gesellschaft engagiert. Auch andere Fußballerinnen haben ihre Popularität immer wieder für soziale Projekte eingesetzt, zuletzt Birgit Prinz mit ihrer Afghanistan- Aktion, so dass sich Thompson mit ihrem Einsatz in bester Gesellschaft befindet. Besonders bemerkenswert ist dies, weil der Frauenfußball ja nach wie vor keine Sportart ist, mit der man besonders viel Geld verdienen oder gar seine Zukunft sichern kann. Die Spielerinnen opfern fast ihre komplette Freizeit für den Sport, müssen nebenher studieren oder arbeiten (Thompson studiert Medien- und Kulturwissenschaften) und wären eigentlich die ersten, die sagen könnten, dass sie nun aber wirklich keine Zeit für andere Projekte mehr übrig haben. Vielleicht es es also wirklich so, dass Sport den Menschen, die ihn betreiben, einfach gut tut und Kraft gibt, und Shelley Thompson hat genau den richtigen Riecher, die Chancen, die in der Verbindung von Sport und Drogenprävention liegen, zu erkennen. | |