Text von Christian Heidler 31.01.2009
Auch in diesem Jahr führte das Adventsquiz durch verschiedene Wettbewerbe, Länder und Zeiten, holte manches Bekannte in Erinnerung zurück und brachte vielleicht auch hier und da weniger Geläufiges zum Vorschein. Kurzum, der Adventskalender war wieder ein Streifzug durch die vielfältige Welt des Frauenfußballs und wir hoffen, alle Beteiligten hatten ihren Spaß daran.
1 Den Auftakt machte Fatmire "Lira" Bajramaj, die mit "Mein Tor ins Leben: Vom Flüchtling zur Weltmeisterin" 2009 als 21-jährige ihre Autobiografie veröffentlichte. 2 Zwar waren der USC Landhaus Wien und Union Kleinmünchen mit 12 bzw. 8 Meisterschaften bislang erfolgreicher als der SV Neulengbach, doch da die Niederösterreicher ihre 7 Titel seit 2003 ohne Unterbrechung gewannen, können nur sie als Österreichischer Serienmeister bezeichnet werden.
3 Ganz harmlos kam die Frage nach dem Finale der Champions League daher. So harmlos, dass selbst der eine oder andere ausgefuchste FF-Experte übersah, dass nicht nach dem Endspiel 2010 gesucht wurde. Das Finale 2011 soll planmäßig am 26.05.2011 in London ausgetragen werden. 4 Die Internationalität der Bundesliga sollte das erste Foto verdeutlichen. Viele Leser kannten offensichtlich den Bericht von der Begegnung SC 07 Bad Neuenahr gegen den USV FF Jena und das Bild mit Genoveva Anonma, Afrikas Fußballerin des Jahres 2008, aus Äquatorialguinea, Yunhee Cha aus Südkorea (Asien) und der Deutschen Julia Arnold (Europa).
 Spielerinnen aus drei Kontinenten: Genoveva Anonma, (Afrika), Yunhee Cha (Asien) und Julia Arnold (Europa)
Bild: Volker Lieberum
5 Das in Bielefeld, Ostwestfalen, beheimatete Turnier ist das Internationale Frauen-Hallenfußball-Turnier des TuS Jöllenbeck, auch unter der Bezeichnung "Weltklasse" bekannt. 6 Sybille Brüdgam, Doreen Meier und Heidi Vater gehörten dem Kader der DDR bei ihrem einzigen Länderspiel an, das in Potsdam am 09.05.1990 mit 0:3 gegen die CSFR verloren ging. 7 Bislang einzige internationale Botschafterin der FIFA Frauen-WM 2011 ist Fußball-Legende Mia Hamm aus den USA.
 Jennifer Ninaus (links, hier mit Keeperin Klara Muhle), hatte oft Grund zur Freude. Sie wurde mit der SG Wattenscheid 09 Torschützenkönigin sowohl in der 2. Bundesliga Nord als auch zwei Jahre später in der 2. Bundesliga Süd!
Bild: Tom Schlimme
8 Ein besonderes "Kunststück" brachte Jennifer Nienaus zustande, die mit ihrem Verein, der SG Wattenscheid 09, zunächst in der Saison 2006/2007 Torschützenkönigin in der Nordstaffel der 2. Bundesliga wurde (19 Treffer) und nach dem Wattenscheider Wiederabstieg aus der 1. Bundesliga 2008/2009 in der Südstaffel landete und dort mit 20 Treffern erneut erfolgreichste Torschützin wurde. Inzwischen ist die SG Wattenscheid wieder der 2. Bundesliga Nord zugeordnet, Ninaus spielt aber seit dieser Saison für den Herforder SV.
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Gegen Ende der ersten Hälfte dreht dann Frankfurt nochmal ein wenig auf
und kommt durch Lingor zum 2:0. Ein von selbiger ausgeführter Eckball kann
noch abgewehrt werden, doch den Abpraller schnappt sich die glänzende
Technikerin, zieht aus gut 20 Metern in halblinker Position einfach ab und
schlenzt den Ball mit viel Effet ins rechte obere Eck.
Bild: Volker Lieberum
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9 Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord hatte der TSV Nahe nicht genügend Spielerinnen und zog seine Frauenmannschaft aus dem Spielbetrieb zurück (Details siehe Website http://tsvnahe.repage.de/ ). Aktuell gibt es also in keiner Liga ein Frauenteam dieses Vereins aus dem Kreis Segeberg. Hoffnung macht jedoch der Nachwuchs, denn die A-Juniorinnen kicken in der Schleswig-Holstein-Liga ihrer Altersklasse. 10 Das Jahr 2009 war für Inka Grings zweifellos ein überaus erfolgreiches. So z.B. bei der EM in Finnland, wo sie nicht nur zur Europameisterin und Torschützenkönigin avancierte, sondern auch gleich in 2 Partien als "Spielerin des Spiels" ausgezeichnet wurde. Ganz nebenbei führt sie die UEFA-Statistik aber auch als Spielerin mit den meisten gepfiffenen Abseitsstellungen auf.
11 Erster Champion der US-amerikanischen Profiliga WPS wurde 2009 der Verein Sky Blue FC. Beheimatet ist der Club im Piscataway Township, New Jersey, wo das Team seine meisten Heimspiele im Stadion Yurcak Field auf dem Campus der Rutgers Universität austrägt. Wir haben aber auch die offizielle Vereinsanschrift als richtige Lösung anerkannt. 12 Ein Kuriosum in der Geschichte des DFB-Pokals stellt sicherlich die Begegnung SV Weinberg – SC Regensburg vom 03.09.06 (6:5 n.E.) dar, die aufgrund eines Fehlers der Schiedsrichterin Christiane Söder bei der Bestimmung der Elfmeterschützen und eines daraufhin vom SC Regensburg eingelegten Protests am 13.09.06 wiederholt werden musste (Endstand 3:1).
13 Tückisch war auch die Frage nach der treffsichersten Spielerin in der laufenden WM-Qualifikation in Europa, da die Spanierin Adriana Martín Santamaria in den Statistiken der UEFA mal unter dem Namen Adriana, mal als Martín geführt wird. Mit bislang 9 Treffern war sie jedenfalls erfolgreicher als die Isländerin Margret Lara Vidarsdottir. 14 Unser drittes Bild zeigte Gaby König-Vialkowitsch, die bis 2005 etwa 300 Bundesligaspiele für den FSV Frankfurt bestritt und zudem 3 Partien im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Zusammen mit Steffi Jones war sie eines der "Urgesteine" der Bundesliga, die bereits bei deren Einführung dabei waren.
 300 Bundesligaspiele für den FSV Frankfurt: Gaby König-Vialkowitsch
Bild: Tom Schlimme
15 Gründungsmitglied der (damals noch zweigleisigen) Bundesliga war auch der Berliner Verein 1. FC Neukölln. Er hält bis heute den Negativrekord mit 0:18 Punkten und 8:102 Toren. 16 Die Weltspiele der Gehörlosen heißen offiziell Deaflympics. Das Finale des Frauenfußballwettbewerbs trugen am 14.09.09 in Taipeh (Taiwan) die USA und Deutschland aus. Der Endstand lautete 4:0.
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17 Am 22.07.06 siegte Deutschlands U 21-Nationalmannschaft im Finale des Nordic Cup mit 2:0 über die USA. Danach wurde die U 21 zugunsten einer U 20 eingestellt. 18 Bei der Schweizer Nationalspielerin, die im Dezember 2008 vom FC Zürich Frauen ins Ausland wechselte, handelt es sich um Lara Dickenmann. Seither ist sie bei Olympique Lyonnais aktiv. 19 Der abgebildete Schiedsrichterausweis wurde 1972 auf Hannelore Ratzeburg, heutige DFB-Vizepräsidentin, ausgestellt.
 Der erste vom DFB für eine Frau ausgestellte Schiedsrichterausweis ist in der Wanderausstellung "Verlacht, verboten und gefeiert" zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland zu sehen und wurde dort von FanSoccer-Redaktionsmitglied Christian Heidler abfotografiert
20 "Stelpurnar okkar", zu deutsch "Unsere Mädchen", heißt der Film, der dokumentiert, wie sich Islands Frauennationalmannschaft für die EM in Finnland qualifizierte. 21 Die in der Slowakei geborene Alexandra Sasa Ihringova ist auch in der zweitklassigen Football League Championship der Männer in England aktiv. Ihringova leitete u.a. auch das EM-Finale 2005 und das U 20-WM-Endspiel 2008. Unsere Leser fanden zudem heraus, dass auch Amy Rayner und Sian Massey in der gleichen Spielklasse wie Ihringova als Schiedsrichterassistentinnen einsetzbar sind. Selbstverständlich wurden auch diese Lösungen als richtig anerkannt, so wie auch die Nennung der englischen Schiedsrichterpionierin Wendy Toms, die u.a. als erster weiblicher Assistent in der Premier League zum Einsatz kam .
22 Als bislang einzige Frau wurde Ausnahmespielerin Bettina Wiegmann mit dem Titel DFB-Ehrenspielführer ausgezeichnet. 23 Ein Namenswechsel erschwerte die Suche nach der Lösung auf die vorletzte Frage. Da sowohl die Nr. 1 (Norwegens Nationaltorhüterin Ingrid Hjelmseth) als auch die Ersatztorfrau (Silje Lofthus) von Stabæk FK zu Saisonbeginn 2009 verletzt ausfielen und auch ein Transfer von Silke Rottenberg nicht zustande kam, lotste Stabæk-Spielerin Katrine Pedersen ihre langjährige Teamgefährtin Dorthe Larsen, die nach ihrer Heirat den Nachnamen Nielsen angenommen hatte, zum norwegischen Erstligisten. 24 Ja. Im Spiel 1. FFC Frankfurt – FFC Heike Rheine im April 2005 traf Renate Lingor mit einem Kunstschuß zum 2:0 (Endstand 3:1) (Großes Bild)
FanSoccer bedankt sich bei allen Ratefüchsen fürs mitmachen. Nicht selten wurden sehr ausführliche Antworten gegeben, was zwar keine Zusatzpunkte brachte, aber das Interesse der Teilnehmer an der Thematik bekundete. Auch über manch freundliche Anmerkung haben wir uns gefreut.
Drei Teilnehmer haben alle 24 Fragen richtig beantwortet:Melanie Sobotta, Florian Kugel und Klaus-D. Schneider sind die Gewinner je eines DFB-Kalenders.
Die Auslosung der Eintrittskarten für das Hallen-Turnier in Jöllenbeck haben wir unter den acht Teilnehmern vorgenommen, die 23 richtige Antworten gegeben haben. Dabei fiel das Los auf Ann-Kathrin Heinrich und Harald Mende.
Wir bedanken uns sehr herzlich beim DFB und den Veranstaltern des Hallenturniers, der TuS Jöllenbeck, für die gestifteten Preise und gratulieren den Gewinnern!
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