Im Jahr 2003, als Deutschland zum letzten Mal am Vier-Nationen-Turnier teilgenommen hatte, wurden die Spiele im Morgenprogramm übertragen.
Vom diesjährigen Vier-Nationen-Turnier wurde nicht einmal ein winziger Kurzausschnitt in den Sport- oder Nachrichtensendungen gebracht. Auch darüber hätten wir uns schon gefreut, eine zeitversetzte Ausstrahlung wäre ebenso eine Alternative gewesen - das Argument der Zeitverschiebung befriedigt uns daher nicht.
Wie Pia Hess selber schreibt, wurden die Spiele vom chinesischen Fernsehen übertragen. Die deutschen Sender hätten also in diesem Fall nicht einmal für eine eigene Produktion sorgen müssen, was die Übertragung von Spielen außerhalb Deutschlands sonst oftmals erschwert. Das hat mit Zeitverschiebung nichts mehr zu tun, sondern zeigt, dass es der Frauenfußball nicht mehr in dem Maße wert zu sein scheint, für Übertragungen die Rechte zu erwerben, wie es noch im Zuge des WM-Erfolgs der Fall war.
Bezüglich des Algarve-Cups sehen wir die Notwendigkeit, zwischen den Gruppenspielen und dem Finale zu unterscheiden, weil das Finale in einem 30000 Zuschauer fassenden Stadion ausgetragen wurde, die Gruppenspiele dagegen in schlechter ausgestatteten Stadien.
Wir erkennen daher an, dass eine Übertragung der Gruppenspiele einen höheren Aufwand erfordert hätte als die Übertragung des Finals es erforderte. Angesichts der hochklassigen Gegner meinen wir aber, wäre es dies mit Sicherheit wert gewesen.
Gleichwohl stellt sich uns dann die Frage, warum das Finale von Eurosport und nicht von den öffentlich-rechtlichen Sendern übertragen wurde?
Wenn es denn so war, dass sich ARD und ZDF um die Übertragungen bemüht haben, warum ist dies dann für das Finale Eurosport gelungen, ARD und ZDF, für die die SportA zuständig ist, aber nicht?