Weltfußballerin 2005

Die nominierten Schwedinnen

Malin Moström: Die Spielführerin

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Malin Moström

Von Volker Lieberum

Geburtsdatum: 01.08.75
Position: Mittelfeld
Derzeitiger Verein: Umeå IK (Schweden)

Malin Moström ist der Mittelfeldmotor Schwedens, sowohl in der Nationalmannschaft als auch in ihrem Verein Umeå IK. Auf dieser Position, im zentralen Mittelfeld, kann sie schalten und walten wie es ihr beliebt. Sie ist eine unheimlich schnelle Spielerin, die mit ihren Antritten die gegnerische Mannschaft überlaufen kann. In einem Interview mit mir sagte sie einmal, dass sie eine gute Kondition habe und wenn es darauf ankäme, könnte sie jahrelang laufen.

Malin ist das Verbindungsglied zwischen der Abwehr, wo sie sich auch oft die Bälle holt, und dem Angriff, in dem sie auch oftmals zu finden ist. Besonders sehenswert ist es, wenn sie aus der Mitte heraus auf die schnellen Außen ihres Teams, Marta oder Anna Sjöström, serviert oder aber im Länderspiel Hanna Ljungberg und Victoria Svensson mit präzisen Pässen bedient. Sie ist im Verein wie auch in der Nationalmannschaft Spielführerin.

Malin Moström wurde am 01.08.1975 in der Örnsköldsvik, gut 100km südlich von Umeå, geboren. Bevor sie 1995 zu ihrem heutigen Verein UIK kam, erlernte sie das Fußball spielen bei Hägglunds IFK. Ihr Länderspieldebüt gab die heute 30jährige Schwedin mit den strahlenden blauen Augen am 26. Juli 1998 gegen England. Gleich setzte sie ihren Glanzpunkt, in dem sie das einzigste Tor des Spieles und damit den 1:0-Sieg für Schweden erzielte.

Malin Moström, Ingvild Stensland, Ane Stangeland

Malin Moström im Zweikampf mit Norwegens Ingvild Stensland (vorne die ebenfalls nominierte Ane Stangeland)

Foto: Beate Wolter

Seitdem nahm sie bei 104 Länderspielen (Stand: 02.11.2005) an zwei WM-Turnieren (1999 und 2003), EM-Endrunden und


Hanna Marklund Umea IK

Nach dem UEFA-Cup-Sieg 2004 in Frankfurt reckt Malin Moström den Pott in die Höhe

Foto: Volker Lieberum

Olympischen Spielen teil und erzielte 19 Tore. Leider blieb ihr bisher der größte Erfolg, ein Titel, versagt. 2003 wurde sie mit ihrer Mannschaft in den USA Vize-Weltmeister im Endspiel gegen Deutschland, das sie in der Verlängerung mit 1:2 durch das „Golden Goal“ von Nia Künzer verloren.

Malin Moström

Malin Moström, Spielführerin des schwedischen Meisters Umeå IK

Foto: Urszula Striner

Ihre Ausbeute in der Vereinsmannschaft lässt sich daher eher sehen. So wurde sie 2003 und 2004 zur besten Mittelfeldspielerin gewählt. 2001 wurde sie als beste Spielerin mit dem Diamantenbollen ausgezeichnet. Etliche Male wurde sie mit Umeå schwedischer Meister (2000, 2001. 2002 und 2005). Von 2001 – 2003 holte sie mit ihrem Club den schwedischen Pokal und wurde zweimal (2003 und 2004) UEFA-Cup-Siegerin.

Malin ist gelernte Betriebswirtin und war stellenweise in einer Bank tätig. Seit 2004 widmet


sie sich ganz dem Fußball und ist eine der schwedischen, weiblichen Profis. Sie sagt selbst:“So kann ich mich ganz auf den Sport konzentrieren, doch kannst du nicht immer Fußball spielen. Es ist dann gut, wenn du einen Beruf danach in der Hinterhand hast, der dir wirklich Spaß macht“.

Im abgelaufenen Jahr feierte sie nicht nur die schwedischer Meisterschaft, sondern landete mit 19 Treffern hinter Marta und Therese Lundin, die jeweils 21 Tore erzielten, auf dem dritten Platz und machte damit ihre Torgefährlichkeit wieder einmal deutlich.

Nationalflagge Schweden

Gerade wurde sie im UIK-Forum zur besten Spielerin 2005 gewählt; es wäre sicherlich schön, wenn sie auch einmal auf internationaler Ebene eine ähnliche Auszeichnung erreichen könnte. Sie selbst sieht Marta als weltbeste Spielerin und findet, dass Victoria Svensson die beste Schwedin ist.

 Hanna Ljungberg

 Hanna Marklund

Hier findet ihr unseren Einleitungstext zur FIFA-Wahl, über den wir alle weiteren Vorstellungen verlinken werden:

 Einleitungstext


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