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Weltfußballerin 2005
Die nominierten Schwedinnen
Hanna Ljungberg: Allround-Stürmerin mit ausgeprägtem Torriecher | ||
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Das EM-Halbfinale zwischen Schweden und Frankreich war ein packendes Match - so auch dieser Zweikampf zwischen Hanna Ljungberg (r.) und Marit Fiane Christensen | |
aus den eigenen Reihen. Neben Ljungberg sind auch Teamkollegin Malin Moström und die ehemalige Umeå-Spielerin Hanna Marklund nominiert. Hinzu kommt eine weitere Spielerin aus dem eigenen Team: die Brasilianerin Marta. „Das sagt nicht nur aus, wie stark der schwedische Fußball ist, sondern es sagt auch einiges über Umeå aus. Es könnten aber auch andere Spielerinnen auf der Liste stehen“, so der sympathische Wirbelwind mit den blauen Augen. Auf die Frage, ob denn die Schwedinnen bei der Wahl eine Chance gegen die Ausnahmespielerin aus Südamerika haben, antwortet sie ein wenig ausweichend: „Das weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist Marta im Moment definitiv eine der besten Spielerinnen.“
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Bereits in frühester Kindheit war der Fußball Objekt von Ljungbergs Leidenschaft. „Ich konnte gerade einmal laufen, da fand ich es schon toll, mit dem Ball zu spielen“, erinnert sie sich an ihre Anfänge. In Umeå geboren, wuchs Ljungberg in Mariehem auf, wo sie im Alter von sieben Jahren erstmals in einem Verein Fußball spielte, bei Mariehem SK. Ihr Debüt in der Damallsvenskan feierte sie bei Sunnanå SK, bevor sie 1998 zu Umeå IK wechselte. Seit 1996 spielt sie bereits in der Nationalmannschaft. Man sollte vorsichtig sein, wenn man Hanna Ljungberg am frühen Morgen begegnet. Denn die Ausnahmestürmerin ist ein bekennender Morgenmuffel. „Da bin ich grundsätzlich immer müde“, gibt sie freimütig zu. Doch wenn die Lebensgeister der 26-Jährigen erwacht sind, ist sie kaum noch zu bremsen. Mit ihrer unermüdlichen Laufarbeit, ihren blitzschnellen Richtungswechseln, ihren präzisen Vorlagen und einem ausgeprägten Torriecher ist Ljungberg eine Allround-Stürmerin par excellence. Roland Almqvist, Manager bei Umeå IK, hält Ljungbergs mentale Stärke für einen ihrer größten Vorzüge. „Sie kommt rund drei Stunden vor dem Anpfiff ins Stadion. Dann geht sie ein bisschen spazieren, kommt zurück und beginnt mit ihrer mentalen Vorbereitung. Sie begibt sich im Geiste an einen anderen Ort“, beschreibt Almqvist ihr ungewöhnliches Ritual. „Das ist |
wohl auch eine Erklärung, warum Hanna so gut ist. Sie hat die Fähigkeit, sich vollkommen auf das bevorstehende Spiel zu konzentrieren.“
![]() Hanna Ljungberg treibt ihre Teams unermüdlich an Ihre Freizeit verbringt Ljungberg gerne im Kreis von Familie und Freunden oder sie kümmert sich um ihre drei Katzen. Sie fühlt sich ausgesprochen wohl in ihrer Heimatstadt. „Ich liebe Umeå, die Strandpromenade ist der perfekte Ort für lange Spaziergänge.“ Dennoch träumt sie immer noch von einem Engagement im Ausland: „Es wäre schon mal toll, etwas Neues zu machen.“ Der Start einer neuen U.S.-Profiliga würde Ljungberg die Entscheidung sicherlich vereinfachen, U.S.-Meister FC Indiana hat bereits seine Fühler ausgestreckt. Für sie, die gerne die Sonne und den Sommer mag, steht nun die härteste Jahreszeit bevor. „Manchmal ist das schon ganz schön hart, sich bei -10 Grad und Schneesturm für das Training zu motivieren. Aber dann denkt man an all die Erfolge und Erlebnisse rund um den Fußball in der Vergangenheit zurück, dann fällt es einem schon viel leichter.“ Nach Abschluss ihrer Karriere plant sie, als Krankengymnastin zu arbeiten, bis spätestens 2010 will sie ihr Studium abgeschlossen haben. Doch bis dahin bleibt noch reichlich Zeit, um weitere Erfolge im Fußball zu feiern - und die eine oder andere Trophäe als Weltfußballerin des Jahres zu ergattern...
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