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Weltfußballerin 2005
Die Nominierten aus Deutschland
Renate Lingor: Die Ballkünstlerin | ||
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Renate Lingor in typischer Pose im Zweikampf mit der Kanadierin Andrea Neil | |
„unvergessliches Erlebnis“ nennt, avancierte sie zur Stammspielerin und erzielte im Spiel um die Bronzemedaille gegen Brasilien – wie auch vier Jahre später in Athen gegen Schweden – ein wichtiges Tor zum Sprung aufs Treppchen. Mit brandgefährlichen Standards, ihrer technischen Klasse und Spielübersicht lehrt sie seither auch auf internationaler Ebene ihren Gegnerinnen das Fürchten.
![]() Renate Lingor - "die mit dem Ball tanzt" Bei der Europameisterschaft 2001 und der Weltmeisterschaft 2003, die Deutschland bekanntlich für sich entscheiden konnten, bildete sie dann gemeinsam mit Rekordnationalspielerin Bettina Wiegmann das zentrale Mittelfeld, für das sie nach dem Rücktritt von Wiegmann und Maren Meinert nach der WM in den USA nun die entscheidende Verantwortung trägt. Keine leichte Aufgabe für die Frankfurterin, die doch immer noch manchmal dazu neigt, ein Spiel an sich vorbeilaufen zu lassen, wenn sie einen schlechten Tag erwischt hat. Dazu kamen im vergangenen Jahr monatelange Verletzungsprobleme, die ein Einspielen auf die Olympischen Spiele in Athen unmöglich machten.
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So blieb über Olympia hinweg die von Wiegmann gerissene Lücke sichtbar und das zentrale Mittelfeld, in dem Lingor weder mit Viola Odebrecht noch mit Navina Omilade harmonierte, eine Schwachstelle der deutschen Mannschaft. Ohne Verletzungssorgen und nun mit der Potsdamerin Britta Carlson an ihrer Seite im zentralen Mittelfeld, drehte die Sportstudentin, die ihr Studium im kommenden Frühjahr abschließen will (die WM 2003 ist das Thema ihrer Magisterarbeit) und bereits 114 Länderspiele sowie 25 Länderspieltore für sich verbuchen kann, im Jahr 2005 auch in der Natio endlich auf, zeigt die aus dem Verein gewohnte |
Konstanz und bildet mit Carlson ein von Spiel zu Spiel besser harmonierendes Mittelfeld-Duo. Dieses Duo gibt der deutschen Mannschaft nun die entscheidenden Impulse, sodass Bundestrainerin Neid gegenüber der „Frankfurter Neuen Presse“ nur noch lobende Worte fand: „Mit ihren Pässen und ihrer Übersicht ist Lingor in der Nationalmannschaft wie im Verein die Schlüsselspielerin. Einfach Weltklasse.“ Mittlerweile kann Lingor, die nach 2003 und 2004 zum dritten Mal für die FIFA-Wahl nominiert ist (beide Male 9. Platz) und seit dieser Saison die Mädchen-Kreisauswahl Main-Taunus trainiert, durch private Sponsoren im Hier und Jetzt vom Fußball leben. Während bei guter gesundheitlicher Verfassung auf Natio-Ebene die WM 2007 und Olympia 2008 angepeilt werden, kann sich die Ballkünstlerin auf Vereinsebene gegen Ende ihrer Karriere durchaus auch einen Wechsel ins Ausland, bevorzugt nach Skandinavien, vorstellen, auf den sie wegen ihres Studiums bisher immer verzichtete.
![]() Im UEFA-Cup gegen Arsenal London (links Kelly Smith) trumpfte "Idgie" groß auf Doch während das noch Zukunftsmusik ist, sind die Ziele in der laufenden Saison klar gesteckt – mit dem 1. FFC Frankfurt liegt sie sowohl im UEFA-Cup, im DFB-Pokal als auch in der Meisterschaft glänzend im Rennen, sodass die Chancen gut stehen, dass Renate Lingor erneut in den Genuss kommen kann, einen oder mehrere Pokale gen Himmel zu recken. Vielleicht auch schon am 19. Dezember in Zürich, wenn die Pokale für die Top 3 vergeben werden...
Homepage: www.idgie10.de | |