![]() | ||
Weltfußballerin 2005
Die Nominierten aus Norwegen
Bente Nordby: Die Zuverlässige | ||
|
Von Nora Kruse
26.11.2005
Geburtsdatum: 30. Juli 1974 Gab es ein Norwegen ohne Bente Nordby? Diese Frage scheint aus heutiger Sicht berechtigt, wenn man auf die Karriere der 31jährigen schaut. Bereits mit 17 Jahren feierte sie 1991 ihr Debüt in der norwegischen Nationalmannschaft und gewann mit dem Team noch im selben Jahr die Europameisterschaft. Beim WM-Sieg 1995 war sie ebenfalls dabei – der Olympiasieg wurde auch mit ihr eingefahren. Bringen wir es auf den Punkt: sie hat alles erreicht, ihr fehlt nur noch die Wahl zur Weltfußballerin... Dabei bringt Bente Nordby seit Jahren konstante Leistungen. Sie hat selten einen schlechten Tag, bringt mittlerweile viel Erfahrung mit, und da das Alter von 31 Jahren für eine Torfrau noch richtig jung ist, dürfen wir uns wohl auch noch auf ein paar Spiele mit ihr freuen.
Bente Nordby kommt mittlerweile auf 150 Länderspiele ist noch lange nicht müde.
Foto: Beate Wolter
Die große Erfahrung sammelte Nordby, die in ihrer Freizeit gerne zum Golfschläger greift, nicht nur in Norwegen. Auch sie
zog es in die
|
Hier helfen Bente Nordby auch ihre besten Reflexe nichts - dieser kraftvolle Ball von Anja Mittag findet den Weg ins Tor.
Foto: Beate Wolter
| |
|
amerikanische Profiliga Women’s United Soccer Association (WUSA). Dort hielt sie die Kästen von Carolina
Courage und San Diego Spirit sauber, bevor sie nach der Insolvenz der WUSA 2002 nach Norwegen zurückkehrte. Es zog sie ins
Tor von Kolbotn IL, wo sie auf Anhieb norwegischer Meister wurde. Besonders beeindruckend war, dass sie in den 18
Saisonspielen der Meistersaison lediglich neun Tore zuließ.
Seit Januar diesen Jahres sorgt sie in Asker dafür, dass hinten die Null steht, und bei der Nationalmannschaft ist sie die unbestrittene Nummer eins. Dies stellte sie nicht zuletzt bei der vergangenen Europameisterschaft unter Beweis. Ihre Ex-Trainerin Pia Sundhage gibt als Schwäche bei Bente Nordby, wenn man bei dieser Top-Torhüterin überhaupt von einer sprechen kann, die Strafraumbeherrschung an. Dieser standen jedoch schier unglaubliche Reflexe auf der Torlinie gegenüber. Selbst bei den unmöglichsten Bällen sie doch immer irgendwie Arm, Bein oder Körper dazwischen und hatte großen Anteil daran, dass Norwegen nach einer eher enttäuschenden WM 2003 und der Nicht-Teilnahme an den Olympischen Spielen 2004 wieder in ein Finale kam. Auch in |
1:1-Situationen mit heran stürmenden Gegnerinnen geht die
auf und neben dem Platz eher ruhig auftretende Nordby nicht selten als Siegerin hervor.
Es ist Bente Nordbys vierte Nominierung in den engeren Kreis der Weltfußballerinnen – den Sprung aufs Treppchen hat sie noch nicht geschafft und es bleibt abzuwarten, ob es in diesem Jahr gelingt. Verdient hätte sie es ohne Zweifel – nur haben es Torhüter/innen bei solchen Wahlen traditionell schwer. Hier findet ihr unseren Einleitungstext zur FIFA-Wahl, über den wir alle weiteren Vorstellungen verlinken werden: | |